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So einfach

Es ist okay anders zu sein

Von Florian Novak am 8. April 2016

In einer Welt, in der Kleidergröße 40 „Plus-Size“ ist und Models vor dem Shooting tagelang nichts essen und trotzdem noch dünner retouchiert werden, wird eines immer schwerer: sich selbst so zu akzeptieren wie man ist. Vor allem Jugendliche werden mittlerweile auf verschiedenen Wegen mit einem Schönheitsideal konfrontiert, das so gar nicht zu erreichen und vor allem nicht zu halten ist.

In den Medien, vor allem in Frauenzeitschriften und -sendungen, werden einerseits Stars zum Vorbild für Frauen gemacht. Zu einem Vorbild, dem man eigentlich nicht gerecht werden kann, denn was da präsentiert wird, sind Menschen die sehr wenig essen, sich Personal Trainer leisten können, stark geschminkt und oft auch noch auf Fotos nachbearbeitet werden. Andererseits werden gleichzeitig sämtliche Makel wie Cellulite und Dehnungsstreifen der Stars breitgetreten und als hässlich bezeichnet.

VergleichenDas eigentlich größere Problem sind mittlerweile aber Blogger, denn die meisten Frauen haben das unrealistische Frauenbild mancher Medien schon durchschaut. Bei Bloggern hingegen bekommt man den Eindruck, sie wären ganz normale Menschen wie wir, nur mit perfekten Körpern und keinem Gramm Fett am Körper. Damit wird man vor allem auf Instagramm in jedem zweiten Foto konfrontiert.

Gerade dann ist es wichtig, sich nicht mit diesen Menschen zu vergleichen. Natürlich kann man sie schön finden und sich durch sie Motivation holen, aber man sollte sich nie wünschen, so auszusehen wie sie. Es ist okay anders zu sein. Es ist okay mehr zu wiegen, weniger Make-Up und andere Kleidung zu tragen als andere. Wir sollten uns mit keinem vergleichen, weder mit berühmten Menschen, noch mit jenen die wir persönlich kennen. Die einzige Person mit der wir uns vergleichen sollten, sind wir selbst.

Wenn wir anfangen weniger daran zu denken was Andere sind und wie sie aussehen und stattdessen zurückblicken auf das was wir selbst geschafft haben, werden wir zufriedener mit uns selbst zu sein. Wir sollten uns nur mit unserem alten Ich vergleichen, denn das ist der einzig faire Vergleich. Es kann sehr schwer sein, nur noch auf sich selbst zu achten, wenn einem das westliche Schönheitsideal von allen Seiten eingetrichtert wird.

Es gibt aber Wege und Mittel um sich selbst diesen Schritt zu erleichtern. Zum einen sollten wir Informationen bewusster konsumieren. Tut uns diese Zeitschrift wirklich gut, wenn auf den ersten Seiten über die Cellulite der Stars, dann über Schokolade und am Ende über die neuesten Abnehmprogramme geschrieben wird? Sollten wir wirklich so vielen Bloggern auf Instagram folgen, die uns ein unrealistisches Bild vom Leben vermitteln? Sollten wir wirklich bei den Geschäften einkaufen, die die durchschnittliche Frau als „Plus-Size“ bezeichnet?

Natürlich sollte man nicht aufhören, sich Blogs und Zeitschriften anzusehen. Es geht nur darum, es bewusster zu tun, mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass nicht alles so ist wie es scheint. Und mal ehrlich, sind perfekte Blogs von perfekten Menschen wirklich das was wir sehen wollen? Es ist doch eigentlich viel schöner, wenn auch Blogger über ihr reales Leben und ihre eigenen Fehler bloggen, so wie es beispielsweise More’s More und M0reniita tun. Vielleicht sollten wir uns mehr mit Menschen umgeben, die uns dazu motivieren wir selbst zu sein, statt unsere Selbszweifel durch unrealistische Bilder zu verstärken.

Bild: flickr/ dualdflipflop


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