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Auszeit, Karriere, So einfach

Raus aus dem Sessel!

Von Florian Novak am 29. März 2016

Mit dem Auto zur Arbeit, tagsüber am Bürosessel sitzen, abends vor dem Fernseher hocken, danach im Bett liegen. Eine Endlosschleife, nur unterbrochen von gelegentlichen Trips zum Kaffeeautomaten oder zum Kühlschrank. Kommt Ihnen das vielleicht bekannt vor? Kann gut sein. Das ist ja auch bei sehr vielen Menschen der Durchschnitts-Alltag. Was hier fehlt ist die Bewegung. Wenn man zu viel sitzt, kann das nämlich schwere gesundheitliche Folgen haben.

Spazieren gehen ist ein entspannter Weg zu mehr Bewegung

Spazieren gehen ist ein entspannter Weg zu mehr Bewegung

Bemerkbar macht sich das zu viele Sitzen schnell durch Muskelverspannungen, vor allem in den Schultern und im Nacken. Wer häufig viel sitzt, dem schwinden die Muskeln auch irgendwann dahin, besonders bei schlechter Haltung. Von Vor-Dem-Bildschirm-Fläzen kriegt man weder einen starken Rücken noch ein Sixpack, im Gegenteil. Die Muskeln werden zu wenig beansprucht und damit abgebaut, was schwere Folgen für die Stabilität der Wirbelsäule haben und damit Rückenschmerzen verursachen kann. Durch das wenige Beanspruchen der Muskeln können diese natürlich weniger Fett verbrennen. Überschüssiges Cholesterin kann sich so in den Arterien ansammeln und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Das Dauersitzen fördert außerdem nicht gerade die Versorgung des Gehirns mit genügend Sauerstoff und Glückshormonen, kann also zu schlechter Stimmung und Konzentrationsschwierigkeiten führen – was gerade am Arbeitsplatz natürlich schlecht ist.

Also wie dem Ganzen entgegen wirken? Einen radikalen Lebenswandel zu vollziehen ist für die meisten schwierig, aber glücklicherweise kann man ja auch mit kleinen Veränderungen einiges bewirken. Wer beruflich viel sitzt, dem wird gerne ein Steh-Arbeitstisch angeboten. Leider macht das keinen großen Unterschied, da die wenigsten beim Stehen eine gute Haltung haben und damit ihrer Wirbelsäule, wie beim Sitzen, keinen Gefallen tun. Wirklich Sinn macht mehr Stehen auch nicht, da Stehen ja nicht unbedingt mehr Bewegung bedeutet. Besser ist es, einmal pro gesessener Stunde fünf Minuten Geh-Pause einzulegen, wobei der Gang zur Kaffeemaschine nicht zählt! Machen Sie eine Runde durchs Büro, strecken Sie ihren verspannten Nacken oder gehen sie die Topfpflanzen gießen. Hauptsache, Sie bleiben nicht auf ihrem Sessel.

Und Nein, am Wochenende vier Stunden wandern zu gehen und den Rest der Zeit sitzend zu verbringen, bringt leider auch nicht viel. Bewegung sollte ein fixer Bestandteil ihres Alltags sein, nicht die Ausnahme. Wie bereits erwähnt, kleine Schrittchen bewirken oft sehr viel. Findet das Treffen mit Freunden oft in Cafés oder im Kino statt? Planen Sie doch einmal um und verlegen ihre Plauderei auf einen Spaziergang durch den Park. Wenn sie einen ausgiebigen Familienbrunch zu Ostern planen, dann hängen sie doch eine spannende Eiersuche im Park, nicht im Garten, hinten dran. Es gibt so viele Wege, sich und auch seine Liebsten zu mehr Bewegung zu kriegen, seien Sie ein bisschen kreativ! Egal wie ihr Alltag aussieht, tun Sie vor allem sich selbst einen Gefallen und bleiben Sie nicht sitzen.

 

Foto: Raffaele Capasso


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