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Auszeit, Entspannung, So einfach

Frühjahrsputz auf Japanisch

Von Florian Novak am 24. März 2016

Bald ist es soweit: Der Frühling kommt! Primeln, Narzissen und frische, grüne Triebe lassen die ehemals graubraune Winterlandschaft in frischem Glanz erstrahlen. Die Natur putzt sich raus – Und wie schaut es bei Ihnen aus? Haben Sie auch schon den ein oder anderen Staubfänger weggeworfen oder die Bluse, die nach Weihnachten nicht mehr passt, zur Altkleidersammlung gegeben? Jetzt mal ehrlich, wann haben Sie denn das letzt Mal so richtig Frühjahrsputz gemacht? Zugegeben, sich von über die Jahre angesammelten Sachen zu befreien, die man vielleicht gar nicht mehr braucht oder auch nur ungern ansieht, kann schwer sein. Deswegen hat die Japanerin Marie Kondo hat in ihrem Buch „Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ ein paar hilfreiche Regeln aufgestellt, mit denen das Aussortieren gleich viel leichter von der Hand geht.

Unordnung kann ein echter Stressfaktor sein

Unordnung kann ein echter Stressfaktor sein

Der erste wichtige Tipp, den Marie Kondo gibt, ist, sich bewusst zu machen, warum man überhaupt aufräumen will. Vielleicht quillt bei Ihnen ja der Kleiderschrank über, Sie kriegen die Schublade vom Schreibtisch nicht mehr zu oder wollen schlicht und einfach mehr Ruhe in Ihrem Zuhause. Was es auch sein mag, die „KonMari-Methode“ sieht vor, nicht nach Räumen, sondern nach Dingen vorzugehen. Soll heißen, wenn Sie zum Beispiel die eine Schublade aufräumen, wird Sie die Unordnung um die Schublade herum auch noch weiter stören. Besser wäre es, Sie nehmen sich vor, alle Küchengeräte und Haushaltsgegenstände zu sortieren. Marie Kondo schlägt dazu vor, alle Gegenstände einer Kategorie einfach auf einen Haufen zu legen. Dann nehmen Sie jedes Teil in die Hand und stellen sich die Frage: Bringt mir das Freude? Benutze ich es oft und gerne? Spätestens jetzt sollte Ihnen auffallen, ob Sie das Teil oft verwenden, ob es Sie freut, es anzusehen, oder ob Sie es immer mit leichten Schuldgefühlen in die hinterste Ecke schieben. Wenn dem so ist, überlegen Sie, ob Sie es verschenken, spenden, verkaufen, oder vielleicht einfach reparieren können. Alles, was Sie behalten, sollte in ihrem Heim auch einen Platz haben, also geben Sie allen Dingen, die Sie behalten wollen, einen Ort, an dem sie genug Platz haben und an dem Sie es immer finden wenn Sie es brauchen.

Die vermutlich wichtigste Kategorie an Dingen, die im Frühjahrsputz berücksichtigt werden sollte, ist Kleidung. Im Kleiderschrank sammeln sich nur allzu schnell Mottenfänger an, die nicht mehr so ganz passen, emotionalen Wert haben und deswegen nicht weggeworfen werden, oder einfach Fehlkäufe waren. Verfahren Sie bei Ihren Klamotten wie bei allen anderen Dingen: Legen Sie sie auf einen Haufen, nehmen Sie jedes Teil einzeln in die Hand und überlegen sich: Bringt mir dieses Teil Freude? Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sie bis zum Sommer noch schnell zehn Kilogramm abnehmen und wieder in ihre alten Shorts passen, auch wenn Sie noch so schön sind. Jemand anderer würde sich sicher noch mehr über sie freuen, wenn er sie im Second-Hand Shop findet. Eine Ausnahme können Sie bei Sachen wie Pyjamas, Hauskleidung, Unterwäsche und Socken machen. Bei letzteren zwei sollten Sie kaputtes und verwaschenes aussortieren und vielleicht überlegen, wie viel Sie davon wirklich brauchen. Natürlich könnten Sie alle alten, ausgebeulten T-Shirts und Jogginghosen als Hauskleidung behalten. Aber ganz ehrlich: Fühlen Sie sich gut in diesen Klamotten? Würden Sie in ihnen auch vor die Tür gehen? Wenn die Antwort „Nein“ ist: Werfen Sie das Teil weg, spenden Sie es oder verwenden Sie es als Putzlappen. Wenn Sie dann alle Ihre Sachen durchgegangen sind, hängen Sie am besten so viel wie möglich in Ihrem Kleiderschrank auf, so sehen Sie immer, was Sie alles haben und nichts kann in einer Schublade in Vergessenheit geraten.

Diese Methode lässt sich bei so ziemlich allem gut anwenden – egal ob bei Büchern, Schuhen, Geschirr oder Bettwäsche. Am besten nehmen Sie sich genug Zeit für diese Aufräum-Methode. Nehmen Sie sich zum Beispiel vor, jedes Wochenende eine Kategorie an Dingen zu entrümpeln, bis Sie mit allem durch sind und genießen Sie dann ein befreiend aufgeräumtes Heim gefüllt mit lauter Dingen, die Sie lieben.

 

Fotos: Barn Images, Lise Clarke

 


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