Voriger Nächster Channel wählen
Now playing:

So einfach

Ein bisschen weniger Chemie

Von Florian Novak am 17. März 2016

Chemisch erzeugte Produkte, mit Zutaten, die wir gar nicht aussprechen können, sind praktisch überall und gehören schon aus Gewohnheit zu unserem Leben. Die meisten davon kaufen wir komplett automatisch. Einfach weil es praktisch ist und wir es ohnehin nicht anders kennen. Dabei wären einige, vor allem kosmetischen Produkte, sehr einfach und selbst herzustellen. Kosmetik selbst herzustellen, gibt uns mehr Kontrolle darüber, womit wir unseren Körper eigentlich pflegen. Und es gibt uns die Möglichkeit, ein bisschen weniger Chemie an unseren Körper zu lassen. Online und in unzähligen Büchern gibt es dazu viele Ideen und Anleitungen. Es wäre ohne Zweifel gut für uns, uns etwas mehr mit dieser Thematik zu beschäftigen. Als kleine Anregung, haben wir hier schon einmal ein paar kleine Tipps und sehr einfache Anleitungen für Sie.

5203366016_485645a661_oZahnpasta 

Zahnpasta ist eines der Produkte, die wir komplett automatisch fertig kaufen. Gleichzeitig ist sie aber auch vollgepackt mit Chemie. Die Packungen versprechen weißere Zähne, ein gesünderes Zahnfleisch und vieles mehr. Gerade wegen diesen Versprechen halten wir die unaussprechlichen Inhaltsstoffe für normal. Eingelöst werden die Versprechen aber selten. Stattdessen hört man oft von giftigen, oder zumindest sehr ungesunden Zutaten, die wir dann teilweise auch schlucken.

Der einfachste Weg dem zu entkommen, ist ganz einfach auf die fertige Zahnpasta zu verzichten. Als Alternative gibt es wirklich einfache Rezepte um selbst Zahncreme herzustellen. Zum Beispiel aus Kokosöl, Pfefferminzöl und Natron. Das Kokosöl bindet die Bakterien an sich und zieht sie quasi aus dem Mund heraus. Das Pfefferminzöl erfrischt und gibt der Zahncreme etwas Geschmack. Das Natron entfernt Plaque und hellt die Zähne auf. Mischt man alle drei Zutaten zusammen, so hat man die ideale selbst gemischte Zahncreme und weiß auch noch genau, was drinnen ist.


15427259692_aaca03e640_oHautpeelings

Peelings helfen dabei, die Hauterneuerung anzuregen und abgestorbene Zellen loszuwerden. Es gibt sie fast überall zu kaufen und meistens riechen sie sehr gut. Leider ist auch dieser Duft oft einfach nur Chemie, denn für frische Zutaten müssen Peelings natürlich zu lange haltbar sein. Als Alternative lassen sich ganz einfach natürliche Peelings herstellen, die man sogar essen könnte. Dementsprechend können sie nur gut sein für die Haut.

Man kann beispielsweise etwas Olivenöl mit einigen Löffeln Zucker mischen, diese Mischung in die Haut einmassieren und anschließend abwaschen. Dadurch soll die Haut besonders weich und sanft werden. Gegen Cellulite kann man statt Zucker in der selben Mischung Kaffeepulver verwenden, denn Koffein hilft nicht nur dem Kopf wach zu werden.

Um Hautunreinheiten entgehen zu wirken, hilft ein Peeling aus Honig und Meersalz, denn Honig hat eine entzündungshemmende Wirkung. Wer es lieber fruchtig mag, kann den Honig auch mit einer zerdrückten Banane und etwas pürierter Papaya, sowie einem Esslöffel Zucker mischen. Was Peelings betrifft gibt es wirklich unendlich viele Möglichkeiten, sodass es fast schon schade ist, sich einfach welche zu kaufen.

 

5867947412_92d4314344_oHaarpflege 

Auch Shampoowerbungen versprechen uns oft das Blaue vom Himmel. Leider haben die meisten Shampoos aber ihre Nachteile. Man bekommt dadurch zwar mehr Volumen, aber die Haare sind kaum noch zu frisieren oder die Haare werden zwar weicher, aber auch viel schneller fettig. Unsere Haare sind Jahrhunderte lang ohne chemische Produkte ausgekommen, sie brauchen sie auch jetzt nicht wirklich. Es ist reine Gewohnheit, die uns Shampoo kaufen lässt.

Dabei hat es viele Vorteile, Shampoo selbst herzustellen. Wenn man sich ein bisschen einliest, kann man das Shampoo aus den Zutaten machen, die für das eigene Haar am besten sind. Kein gekauftes Produkt kann so auf die Haare abgestimmt sein, wie etwas selbst gemachtes.

Eine der einfachsten und gesündesten Mittel um die Haare zu Waschen ist Lavaerde. Sie ist in Bioläden erhältlich und muss nur mit Wasser angerührt werden. Darin ist definitiv keine Chemie enthalten. Es kann allerdings sein, dass die Haare eine kurze Eingewöhnungszeit brauchen, um von der Chemie zurück zu natürlicherem zu kommen. Es sollte aber nicht länger als zwei Wochen dauern, bis die Haare wieder gewohnt weich und seidig sind. Es lohnt sich auf jeden Fall, chemische Produkte in Sachen Körperpflege zu vermeiden und sich darüber zu informieren, welche Alternativen es gibt und welche davon für einen selbst ideal sind.

Bilder: flickr/ Dan Queiroz; flickr/ Iwan Gabovitch; flickr/ Nadja Tatar


Nach oben