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Genuss, So einfach

Eat to live, not live to eat

Von Florian Novak am 2. März 2016

Essen bestimmt unser Leben. Noch vor 100 Jahren haben die Menschen dann gegessen, wenn sie Hunger hatten und das gegessen, was sie zur Verfügung hatten. Heute ist das bei den Meisten anders. Mittlerweile planen wir unseren Alltag, unseren Tagesablauf rund um Essen. Dabei haben wir vergessen, warum wir eigentlich Nahrung zu uns nehmen.

eattoliveWir sollten essen, um zu leben. Wir sollten essen, um überlebenswichtige Nährstoffe zu uns zu nehmen, unserem Körper Energie zu geben und unseren Hunger zu stillen. Stattdessen leben wir um zu essen. Wir essen um unseren Guster zu stillen, egal ob wir Hunger haben oder nicht. Für uns ist essen zum Hobby, zur Lieblingsbeschäftigung geworden.

Wir wachen schon morgens mit dem Gedanken ans Frühstück auf, planen unsere Arbeit nach Snackpausen und dem Mittagessen. Die meisten Treffen mit Verwandten und Freunden drehen sich um Essen. Egal ob Sushi, Schnitzel, Burger, Pasta, Torte; auf irgendetwas hat man immer Guster, irgendwas geht einem immer durch den Kopf.

Dabei lassen wir aber den wichtigsten Aspekt komplett außer Acht: wir sollten Essen um unseren Körper zu nähren. Unser Körper gibt uns Signale. Hunger, Sättigungsgefühl, Bauchschmerzen, Kopfweh, Energielosigkeit, Sodbrennen, Dehydration. All das sind Signale, die wir leider zu oft ignorieren. Stattdessen konzentrieren wir uns auf unseren Guster, darauf was unser Kopf will und nicht was der Körper braucht.

Wir sollten bewusster darauf achten, wann und vor allem warum wir essen. Ist es Hunger oder Gewohnheit? Braucht unser Körper die Nahrung oder will sie nur der Kopf? Tatsache ist, dass in unserer Gesellschaft unzählige gesundheitliche Beschwerden durch unser Essverhalten verursacht sind. Diabetes, erhöhter Blutdruck, sogar Krebs soll mit der Ernährung in Zusammenhang stehen.

Es gibt bestimmt einen Weg zurück zu einem gesünderen Essverhalten, das unserem Körper gut tut. Dabei helfen schon kleine Veränderungen. Im Supermarkt einfach mal bei den frischen Produkten zu bleiben, statt in die Gänge mit bearbeiteten Produkten einzubiegen. Mit Freunden etwas Sportliches unternehmen, statt immer in Restaurants oder Kaffeehäuser zu gehen. Es würde uns gut tun, einfach wieder zu lernen dann zu essen wenn wir Hunger haben, damit wir essen um zu leben, nicht umgekehrt.

Bild: flickr/ Take Back Your Health Conference


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