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Genuss

Pasta, passt?

Von Florian Novak am 17. Februar 2016

In der Rangliste der „Sünden“ und „Belohnungen“, die wir uns ernährungstechnisch gönnen, steht Pasta sehr weit oben. Es gibt sie ja auch in schier unendlich vielen Farben, Formen und mit den verschiedensten Soßen. Trotzdem versuchen wir meistens eher darauf zu verzichten. Dann doch lieber einen Salat, der ist ja gesünder und macht nicht dick. Aber ist Pasta wirklich so ungesund wie wir glauben?

Glass jar filled with  pasta

Sie muss es jedenfalls nicht sein. Wie kalorienreich Pasta ist, hängt sehr stark von der Soße ab. Auf Schlagobers und viel Käse zu verzichten, macht schon einen großen Unterschied. Dasselbe gilt für die Menge. Eine kleine Portion Pasta hat noch keinem geschadet, leider verleitet sie aber dazu, mehr zu essen. Für solche Fälle ist es auch wichtig, welche Art von Pasta man verwendet. Die meiste weiße Pasta die es bei uns im Supermarkt gibt, besteht aus Weizen. Genauer gesagt aus Hartweizengrieß. Weizennudeln bestehen zu 75% aus Kohlenhydraten und haben relativ viele Kalorien. Das bedeutet nicht, dass sie komplett ungesund sind. Trotzdem ist es keine schlechte Idee, hin und wieder auf Alternativen zurückzugreifen, vor allem wenn man am liebsten täglich Pasta essen würde.

Vollkornnudeln

Alles, auf dem „Vollkorn“ steht, wird uns als gesund verkauft. Vollkornnudeln haben auch tatsächlich mehr Ballaststoffe und ein bisschen weniger Kohlenhydrate als Weizenprodukte. Wenn Sie häufig Nudeln essen, sind Vollkornnudeln eine sehr gute Alternative, denn sie schmecken oft sogar intensiver als Weißmehlnudeln. Bei einer insgesamt gesunden und ausgewogenen Ernährung, macht es aber kaum einen Unterschied, ob die Nudeln mehr oder weniger Ballaststoffe haben. Probieren Sie Vollkornnudeln einfach mal als Alternative aus. Wenn Sie Ihnen schmecken, bleiben Sie dabei! Falls nicht, verbieten Sie sich die normalen weißen Weizennudeln nicht komplett, denn der Unterschied ist geringer als man glaubt.

Dinkelnudeln

Dinkel ist zwar auch eine Weizenart, er bietet aber einige gesundheitliche Vorteile gegenüber dem normalen Hartweizen, aus dem Nudeln sonst hergestellt werden. Dinkel enthält mehr Mineralstoffe und Spurenelemente, mehr Vitamine und mehr Eiweiß. Sogar bei Krebserkrankungen, wird dem Dinkel eine positive Wirkung zugeschrieben. Zusätzlich zu allen gesundheitlichen Aspekten, sind Dinkelnudeln auch noch köstlich und haben eine ganz eigene Konsistenz. Alleine des Geschmackes wegen, sollten Sie Dinkelnudeln unbedingt eine Chance geben, auch wenn sie sich von den Nährwerten her kaum von normalen Weizennudeln unterscheiden.

Glass jar filled with  pasta

Glutenfreie Nudeln

Glutenfreie Nahrungsmittel liegen gerade im Trend. Nicht zuletzt, weil jeder vierte momentan glaubt, eine Glutenintoleranz zu haben. Bei sehr vielen ist das auch so, sicherlich aber nicht bei allen, denn auch Ärzte diagnostizieren eine Glutenintoleranz oft zu schnell. Weil momentan alles voll mit glutenfreien Produkten ist, sind viele der Meinung, sie würden sich gesünder ernähren, wenn sie auf Gluten verzichten. In Wirklichkeit sind glutenfreie Nudeln aber nicht gesünder als normale. Wenn Sie keine Glutenintoleranz haben, sparen Sie sich lieber das zusätzlich Geld und kaufen Sie ganz normale Nudeln!

Kohlenhydratarme Alternativen

Wenn Sie versuchen aktiv auf Kohlenhydrate und Weizenprodukte zu verzichten, ist das noch lange kein Grund, keine pastaartigen Gerichte mehr zu essen. Aus Zucchini und Karotten lassen sich ganz einfach Nudeln herstellen, die zumindest von der Form her sehr ähnlich sind. Dafür gibt es spezielle Spiralschneider, die das Gemüse in Spagetti-Form bringen. Es muss dann nur ganz kurz angebraten werden, kann aber sogar roh verzehrt werden. Die gesunden Alternativen schmecken natürlich anders, aber deshalb nicht weniger gut. Wenn Sie sich einmal in die Zucchini- und Karottennudeln verliebt haben, können Sie eigentlich täglich Pasta essen!

Bild: flickr/ www.homejobsbymom.com


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