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Frischer Kaffee im All – dank ISSpresso

Von Florian Novak am 27. November 2014

Ein frischer Kaffee am Morgen … Ein Genuss, ohne diesen so mancher den Morgen kaum beginnen kann. Wie grausam muss es da für Astronauten sein, monatelang auf den Kaffee am Morgen zu verzichten, dachte sich wohl der italienische Kaffeemaschinen-Hersteller Lavazza. Um den Kaffee-Notstand der Besatzung der Internationalen Raumstation ISS zu lindern, entwickelte der Konzern zusammen mit der Firma Argotech und der italienischen Raumfahrtbehörde ASI eine Kaffeemaschine, die auch bei Schwerelosigkeit funktioniert. 

Italienerin Samantha Cristoforetti durfte diese nun selbst testen. Seit Montag ist sie mit an Bord einer russischen Sojus-Rakete. Mit dabei: das technologische Wunderding mit dem Namen „ISSpresso“.

Unbenannt

ISSpresso wiegt etwa 20 Kilo und ist ein wahres Meisterwerk der Technik. Denn neben der fehlenden Schwerkraft verhält sich auch Flüssigkeit an Bord der ISS ganz anders als auf der Erde. Neben Espresso kann die Maschine auch andere Heißgetränke wie Caffè Lungo, Tee und Brühe für Astronautennahrung liefern. Um die Sicherheit unter hohen Temperaturen und bei hohem Druck zu gewährleisten, ersetzen Stahlleitungen die Kunststoffleitungen der erdgebundenen Geräte. Diese halten einem Druck von über 400 Bar stand.

Geschätzt werden dürfte ISSpresso im All auf jeden Fall, denn Cristoforetti schrieb am Dienstag auf Twitter: „Heute zum Frühstück: schwarzer Kaffee, rehydrierte Eierspeis und entwässerte Pfirsiche. Gar nicht schlecht!“

Bilder: Twitter/@AstroSamantha


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