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Genuss

Gemüse für die Liebe

Von Florian Novak am 22. Juli 2014

Gemüse für die LiebeKleines, Blaues und Rhombenförmiges ist zwar nicht in der Natur zu finden, sondern zum Beispiel günstig im Angebot im Spam-Ordner vielfältiger E-Mail-Accounts. Aber ein anregendes Liebesmahl – ob nun für die Geschmacksnerven oder für mehr – ist ja an sich schon etwas Vielversprechendes. Und wir verraten Ihnen, was aus der Schatzkammer des Gartens dieses Versprechen auch einlösen soll:

1. Sellerie

Sellerie in allen Variationen stand schon bei Casanova am Tisch. Ob Knolle oder Stange, die Sellerie ist ein wahres Multitalent. Wirkungsvoll auf geistige als auch körperliche Fitness, ein Zustand der bei einem regen Liebesleben durchaus von Nutzen ist. Sie kräftigt und stimuliert mit Hilfe von Mineralien und Enzymen, Schwefel und Phosphor, Cholin, Tyrosin und Aspargin. Noch verstärken kann man den Effekt der diversen „Liebesgemüse“, zu denen auch Spargel, Artischocke, Avocado, Kürbis, Fenchel und Karotte zählen, durch ebenso anregende Gewürze.

2. Petersilie

Die Petersilie war schon im alten Rom für ihren Nutzen bezüglich aphrodisischer Genüsse bekannt: Sie enthält reichlich Vitamin C und Apiol, einen amphetaminähnlichen Wirkstoff. Ein kleiner Hinweis jedoch für den weiblichen Teil der Bevölkerung: Geringe Mengen sind hier angeraten, denn ein zuviel kann Krämpfe auslösen. Zu den betörenden Gewürzen zählen außerdem Vanille, Zimt und Safran. Chili und Pfeffer, ganz wie man es von ihnen erwarten würde, haben es wirklich in sich: In allen Variationen enthalten sie Capsaicin und Piperin. Diese setzen im Gehirn Endorphine frei, körpereigene Opiate, welche Glücksgefühle und Lebenslust erzeugen – perfekt für eine aufregende Liebesnacht. Chili und andere scharfe Gewürze können sogar legale Höhenflüge verursachen: Bei Schmerzen jeder Art – und für unseren Körper ist das Brennen in Mund und Rachen durch scharfe Gewürze ein Warnsignal – schüttet der Organismus körpereigene Endorphine aus, welche Schmerzen dämpfen und gleichzeitig eine leichte Euphorie auslösen.

3. Austern

Austern sind ohne Zweifel das bekannteste Liebesgericht und das mit gutem Grund: Sie sind ein konzentriertes Eiweiß-Zinkpaket. Und Männer brauchen Zink für die Testosteronbildung, Frauen übrigens nicht minder. Allerdings schmecken Austern nicht jedem oder jeder, wo also nimmt man – aus der Natur – noch Zink her? Krabben und Garnelen sind eine Möglichkeit. Oder auch Kürbiskerne, Weizenkleie, Sesam, Bergkäse, Linsen sowie Sojabohnen. Die Letzteren stellen vor allem für Frauen eine wahre Wohltat dar. Denn die darin enthaltenen Phytoöstrogene, quasi pflanzliche Östrogene, sind nicht nur förderlich für die Liebe, sondern halten auch jung. Ein opulentes Liebesmahl besteht demnach nicht aus Bergen von Fleisch oder Süßigkeiten, sondern zum Beispiel aus ausgewählten Speisen aus dem Meer, aus dem bekanntlich schon Aphrodite, die Schaumgeborene und Göttin der Liebe, entstiegen ist.

via: Medizin24.at; Foto: stock.xchng/ teodora vlaicu


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