Voriger Nächster Channel wählen
Now playing:

Auszeit

Übernachten in Leuchtturm, Kran oder Rettungsboot

Von Florian Novak am 27. Januar 2014

Harlingen ist ein beschauliches, historisches Städtchen am niederländischen Wattenmeer und bietet drei wirklich außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten.

Übernachten im LeuchtturmÜbernachten im Leuchtturm

Zum Beispiel hoch über der alten Hansestadt, zwischen Land und Watt in einem in den 1920er-Jahren erbauten Leuchtturm. Genauer gesagt – und um in dieser herrlich praxisbezogenen, niederländischen Diktion zu bleiben: 24 Meter über der durchschnittlichen Hochflut.

Drei luxuriös ausgestattete Etagen stehen Dir dort exklusiv zur Verfügung. Durch die Rundumverglasung kannst Du sogar von Bett aus die wundervolle Aussicht genießen. Du kannst dieses Erlebnis aber sogar noch um ein paar Meter steigern – eine steile Treppe führt Dich genau an die Stelle, wo einst die riesige Lampe brannte, die all den Seefahrenden Orientierung bot. Hier, unter der Original-Kupferkuppel kannst Du an einem Tisch für zwei Personen Platz nehmen und äuerst ungewöhnlich dinieren. Oder Du gehst raus, zum gesicherten Umgang, der das Leuchtfeuerhaus umgibt. Ein kleines Extra, um den Aufenthalt nochmal origineller zu gestalten: Über den UKW-Schiffsfunk kannst Du stets die lockeren fachmännischen Gespräche mit dem Hafendienst verfolgen.

Übernachten im HafenkranÜbernachten im Hafenkran

Ein weiterer Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes bildet wohl eine Nacht im Harlinger Hafenkran. Hier trifft sich die unangreifbare Höhe des Turms mit der Freiheit des Wohnens am Wasser. Die Kabine befindet sich in siebzehn Meter Höhe über dem Kai, der höchster Punkt liegt 49 Meter über der durchschnittlichen Hochflut.

Und dazu kommt noch etwas Unglaubliches: Du kannst den Kran sogar eigenhändig drehen! Fünfundsechzigtausend Kilo Stahl setzen sich auf Dein Kommando in Bewegung. Dreihundertsechzig Grad herum und herum und herum. Auf dem Industrie-Denkmal aus dem Jahre 1967 bestimmst nur Due das Panorama. Tag und Nacht. Zwar macht der eigentliche Wohnraum nur 60 Kubikmeter aus, aber der visuelle Raum umfasst dafür mehrere Kubikkilometer.

Übernachten im RettungsbootÜbernachten im Rettungsboot

Und last but not leastd as Rettungsboot in Harlingen – es bietet allen, die regelmäßiges Bücken nicht als störend empfinden, einen komfortablen Aufenthalt. Wer mehr möchte als ein Dach über dem Kopf, kann einen Privat-Kapitän anfordern, der Dir während einer zweistündigen Fahrt demonstriert, wie einsatztüchtig dieser klassische Retter in der Not noch ist. Aber geben wir dem Ding einen Namen: Die Lilla Marras diente von 1955 bis 1979 entlang der englischen Küste als Rettungsboot und rettete 45 Menschen das Leben. Da lässt´s sich doch beruhigt schlummern.

Alle drei Unterkünfte gehören zu Dromen aan Zee (zu deutsch „Träumen am Meer”) und werden am besten weit im Voraus gebucht – im Leuchtturm beispielsweise ist 2014 bereits fast gänzlich ausgebucht!

 


Nach oben