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Smartphone-Check: Ein Kleiner unter den Großen

Von Florian Novak am 18. Dezember 2013

Samsung und Apple dominieren den Smartphone-Markt. Für den aufmerksamen Beobachter  gab es in letzter Zeit aber immer wieder interessante Alternativen, wie das Sony Xperia, das Nokia Lumia oder auch das HTC One. Letzteres bekam jetzt sogar einen kleinen Bruder: Das HTC One Mini. Wir haben uns das neue Smartphone genauer angesehen, und verraten euch ob sich der Umstieg auf das schlankere Modell lohnt.

Eines vorweg: Wie der Name schon verrät, liegt der Fokus bei dem neuen Smartphone aus dem Hause HTC auf einem kompakterem, aber auch etwas reduzierterem Modell. Ob es sich aber trotzdem (oder gerade deshalb) nicht vor seinem Konkurrent aus dem eigenen Hause verstecken muss, zeigen wir in unserem Smartphone-Check.

 

PG1094_PG62554.pdfDer erste Eindruck

Die größte Auffälligkeit am HTC One Mini ist der kleinere Bildschirm. Das Smartphone ist dadurch etwas kleiner als sein Vorgänger. Das merkt man auch am Gewicht, 20 Gramm weniger hat man dadurch zu tragen. Neben der Größe gibt es wenige optische Unterschiede zwischen den beiden Geräten. Die gewölbte Aluminium-Rückseite liegt bei beiden gut in der Hand, das verarbeitete Plastik macht auch einen hochwertigen Eindruck.

Starkes Display

Für das HTC One Mini wurde der Bildschirm um knapp 1cm verkleinert. Während das Display des großen Modells noch mit Full-HD ausgestattet ist, muss man beim kleinen Bruder etwas zurückschrauben. Das HTC One Mini kann nur HD  mit 720p, beim alltäglichen Gebrauch gibt es aber kaum Unterschiede. Die Farben sind auf beiden Bildschirmen sehr satt, die Kontraste sehen bei beiden gut aus. Bis auf die Auflösung gibt es hier keine Unterschiede. Die 720p des HTC One Mini reichen auf den 4,3 Zoll voll aus, mehr hätte hier auch keinen Sinn gemacht.

htc-one-mini-silver-en-f04-01_01Durchnitts-Schnappschüsse

Beide Geräte verfügen über eine 4 bzw. 4.1 Megapixel-Kamera. Durch verbesserte Sensoren im Kamerachip kann das große HTC One trotzdem mit ansehnlichen Fotos und Videos punkten. Beim Reinzoomen erkennt man aber kleine Unschärfen. Zum Vergleich haben das Samsung oder Apple mit ihren Smartphones auf jeden Fall besser hingekriegt. So besticht etwa Samsungs Galaxy S4 mit einer 13 Megapixel-Auflösung und Dual Shot Funktion, mit der zwei Perspektiven gleichzeitig aufgenommen werden können oder mit Sound & Shot- einer Funktion die Fotos inklusive der Umgebungsgeräusche aufnimmt. Auch Apples neuestes Produkt, das iPhone 5s, besticht mit einer 8 Megapixel Kamera, Bildstabilisatoren und diversen Funktionen, die ein Kameraerlebnis versprechen.   

Im Vergleich hinkt das HTC One Mini seinen Vorbildern hinterher. Die Bildqualität wirkt teilweise etwas blass und schwach. Außerdem verzichtet HTC in dem neuen Gerät auf einen Bildstabilisator. In Sachen Kamera-Qualität hat das Vorbild-Modell eindeutig die Nase vorne.

Aus Quad- wird Dualcore

HTC halbiert die Anzahl der Rechenkerne auf dem Snapdragon-Chipsatz für das One Mini. Das klingt im ersten Moment nach weniger Leistung, macht sich im Alltag aber kaum bemerkbar. Durch die geringere Auflösung wird auch weniger Power benötigt. Wodurch das kleine HTC eine längere Akkulaufzeit hat – dem  kleineren 720p-Bildschirm sei Dank.

htconef8ebb916f4Lohnt sich der Umstieg?

Das HTC One Mini muss sich nicht verstecken. Durch den kleineren Bildschirm schrumpft das ganze Gerät und die verbrauchte Leistung und das Android Betriebssystem lässt sich angenehm bedienen. Der einzige Kritikpunkt ist die mittelmäßige Kamera, hier hätte HTC einiges mehr herausholen können. Neben den beliebten Apple und Samsung Modellen haben viele Anbieter auch die HTC Modelle im Sortiment: Derzeit bekommt man das HTC One Mini bei Red Bull Mobile um 0 Euro mit 19,90 pro Monat bei 24 monatiger Vertragsbindung. Auch A1 und Drei bieten das kleine Smartphone zu günstigen Konditionen an.

Der Gesamteindruck stimmt jedoch: HTC bietet uns ein handliches, schickes und technisch anspruchsvolles Smartphone. Setzt man jedoch auf pure Leistung und eine gute Kameraqualität, sollte man beim großen Vorbildmodell bleiben.

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