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Genuss

Blumen zum Anbeißen

Von Florian Novak am 27. April 2013

Die anregendste Jahreszeit ist nun endlich da – der Frühling beflügelt bekanntlich unsere Phantasie und öffnet unser Herz. Wir krabbeln wieder aus den Tiefen unserer Winterdepression hervor und erfreuen uns an der milden Brise und den bunt wachsenden Frühlingsboten. Diese eignen sich übrigens für allerlei Dinge, nicht nur für Dekoration.

Einer dieser Anwendungsbereiche ist beispielsweise die Küche. Die vielfältigen Aromen verschiedener Blumen können Salate, Suppen und andere Speisen nicht nur optisch sondern auch geschmacklich bereichern. Solange man dabei gewisse Spielregeln beachtet, erfreuen sich unser Auge und unser Gaumen an diversen Blüten. Von allen essbaren Blumen sollte man nur die Blüten verwenden, also vorher den gesamten Stiel wegschneiden. Anschließend werden die Blüten sorgsam mit kaltem Wasser abgespült und vorsichtig getrocknet. Sie sollten weiters nicht erhitzt werden. Dass die Blumen aus wirklich sauberer Umgebung stammen sollten, also auch keine Pestizide aufweisen, versteht sich von selbst. Aufgrund der geringen Haltbarkeit sollten die Blumen vormittags gepflückt und möglichst sofort verarbeitet werden, um die größtmögliche Aromenvielfalt zu erhalten.

essbare Blumen

Die blauen Blüten des Borretsch haben ein leichtes Gurkenaroma und eignen sich besonders für Salate. Der aus den Blüten und Blättern gewonnene Tee wirkt entzündungshemmend und beruhigend.

Ein wahrer Allrounder ist der strubbelige Löwenzahn, da von dieser Pflanze alle Teile verwendet werden können. Sein leicht bitteres Aroma bietet sich unter anderem für Saucen und gegrilltes Fleisch an und kann auch angedünstet oder in die Suppe gemengt werden.

Auch aus Veilchen kann man nicht nur Tee machen, der übrigens schmerzlindernd und schleimlösend wirkt, sondern die zarte lila Blüte für Salate, Sorbets oder zu Fleisch verwenden. Der leicht süßliche Geschmack inspirierte Menschen seit jeher zu verschiedensten interessanten Rezepten.

Aus der sehr dekorativ aussehenden Kapuzinerkresse lässt sich vielerlei machen, denn der leicht scharfe Geschmack der hübschen gelben Blüte eignet sich für Salate, belegte Brote, Kartoffelgerichte und die Herstellung von Essig. Verarbeiten kann man die Blüten im Ganzen oder gehackt.

Zum Würzen von Essig oder Likören kannst Du Rosenblütenblätter verwenden, welche einen sehr zarten süßlichen Geschmack haben. Besonders beliebt sind sie in kandierter Form. Bowlen oder Marmelade sind weitere Einsatzmöglichkeiten für die beliebte Blume. Verwende allerdings nicht die Rosen aus dem Blumenladen.

Primeln sind besonders beliebte Frühlingsboten und ihre frischen Blütenblätter sind eine besondere essbare Dekoration von Süßspeisen sowie Marmeladen. Im getrockneten Zustand ist die gelbe Blume besonders geeignet, um Husten zu stillen.

Das strahlende Gelb der Ringelblumen wird immer wieder gerne zum Einfärben von Suppen, Saucen, Reis, Butter oder Kuchen verwendet. Ihr Aroma verleiht verschiedensten Gerichten einen milde, aromatische Würze.

Der leicht nussige Geschmack der allseits bekannten Gänseblümchen passt hervorragend in Salate oder aufs Butterbrot und hat nebenbei eine reinigende, entschlackende Wirkung. Probiere doch einfach einmal eine Gänseblümchensuppe.

Der spargelartig schmeckende Huflattich kann Gemüsepfannen, Salate oder Spinat bereichern und als Sirup den Bronchien gut tun.

Es gibt natürlich noch einige andere essbare Blumen. Informiere Dich ganz genau, bevor Du zugreifst, da es einige Blüten gibt, die man besser nicht essen sollte. Doch mit einer Liste von genießbaren, schmackhaften Blüten den nächsten Spaziergang anzutreten und den Frühling nicht nur zu fühlen und zu riechen, sondern auch zu schmecken, kann ein wunderbares Erlebnis sein.

Bild: flickr/George M. Groutas


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