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Auszeit

Salar de Uyuni – der größte Salzsee der Welt

Von Florian Novak am 16. April 2013

Spieglein, Spieglein, da im Sand, bist Du nicht der größte im bolivischen Land?

Spiegelsee

Wer weiß, vielleicht ist der Salar de Uyuni für narzisstisch veranlagte Menschen seit Jahrtausenden ein vielgerühmter Pilgerort. Schriftliche Überlieferungen als Beweismaterial sind leider nirgendwo zu finden. Doch das ist nebensächlich, denn auch für Reisende, die schlicht und einfach neugierig auf die spektakulären Wunder der Natur sind, besitzt dieser Ort eine besondere Anziehungskraft.

Salar de Uyuni

Das salzigste Gewässer, das aus europäischer Sicht geographisch noch relativ nahe liegt, ist bekanntlich das Tote Meer im Westjordanland. Dieses liegt erstaunliche 422 Meter unter dem Meeresspiegel und unterscheidet sich vom Salar de Uyuni demnach nicht nur durch seine kontinentale Lage und seine Größe, sondern auch durch etliche Höhenmeter: Um den größten Salzsee der Welt in Bolivien zu bewundern, muss man die auf 3653 Meter Höhe sich befindende Hochebene Altiplano besteigen. Hat man den beschwerlichen Weg auf sich genommen, erwartet einen ein einzigartiges Naturschauspiel. In den Monaten zwischen Juni und Dezember ist der See trocken und als Salzkruste, die sich über, wie es scheint, endlose, mehr als 10.000 Quadratkilometer weit erstreckt, begehbar. Zugunsten des technologischen Fortschrittes birgt der Salar de Uyuni einen unbezahlbaren Schatz in Form von Lithium. Dieses Element kann aufgrund seiner hohen Energiedichte in vielen elektronischen Geräten zum Einsatz kommen.

SpiegelSee

In den Monaten der Regenzeit, von Dezember bis in den Frühling hinein, verwandelt sich der Salar dann in den größten und faszinierendsten Spiegel der Erde. Ganz flach liegt er dann da, als könne er, im wahrsten Sinne des Wortes, kein Wässerchen trüben. Doch es ist sogar ein klein wenig Vorsicht geboten: Das Zusammenspiel der Salzkristalle mit dem gleißenden Sonnenlicht und der glatten Wasseroberfläche kann intensive optische Halluzinationen bescheren, die einen so leicht nicht mehr loslassen. In jedem Fall ist dieser einzigartige Platz einen Besuch wert. Mit solch intensiven Eindrücken im Gepäck wird man dann beflügelt weiterreisen – um weitere Geheimnisse unserer Erde zu entdecken und sie zu bestaunen.

via: inhabitat.com, Bilder: Flickr/travelbusy, Flickr/miradas.com.br


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