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Entspannung

Tokio: Ein Café zum Schlafen, nur für Frauen

Von Florian Novak am 13. April 2013

teekanneEs summt und brummt wie in einem Bienenkorb in der Riesenstadt Tokio. Fleiß und Disziplin sind in der japanischen Mentalität stark verankert, was sich im Verhalten der arbeitenden Bevölkerung deutlich widerspiegelt.

Trotzdem oder gerade deswegen existiert in Japan ein großes Bewusstsein dafür, dass jeder Mensch, der viel arbeitet, auch viel Entspannung braucht, um das körperliche und das geistige Wohlbefinden zu steigern. Ist man gesund und ausgeruht, geht jede Arbeit leichter von der Hand. Mit der Aussicht auf Unterbrechung des Arbeitsalltags durch regelmäßige Erholungspausen steigt die Produktivität ebenso wie die Motivation.

bettZur Regeneration hat man in Japan also nicht nur die Möglichkeit, wenn man dort auf Wellnessurlaub ist. Badeanstalten, die um heiße Quellen herum errichtet sind, genannt Onsen, sind bei der japanischen Bevölkerung jeden Alters seit vielen Jahrhunderten sehr populär. Die oftmals wunderbar puristische Einrichtung der Häuser und Wohnungen entspannt das Auge und somit auf direktem Wege auch das Gehirn.

Doch meist ist in der Mittagspause nicht genug Zeit vorhanden, um ein ausgedehntes Bad zu nehmen oder nach Hause zu fahren. Die emsigen Bienen, die die Metropole untertags zum Summen bringen, müssen ihre wertvollen Ruhepausen woanders zubringen. Im Tokyoter Stadtteil Akasaka gibt es hierfür beispielsweise das Qusca Sleeping Café – aber Vorsicht, die Herren – Zutritt haben dort nur Frauen.

makeupHier können sie ganz unter sich entspannen und ein Mittagsschläfchen in einem nach Heilaroma duftenden Schlafzimmer halten. Und selbst für die nimmermüden Damen ist das Café ein idealer Rückzugsort – egal, ob Sie nur kommen, um sich im Make-Up-Raum, in dem Kosmetika und Stylingprodukte zur Verwendung bereitstehen, frischzumachen, oder sich mit ein paar Gratissnacks und -getränken zu stärken. Wer die Arbeit doch nicht ganz vor der Tür lassen will, oder die Pause nützen möchte, um private Kontakte zu Pflegen, hat hier WLAN zur Verfügung.

Um all die beschriebenen Services nutzen zu können, bezahlen Besucherinnen etwa 150 japanische Yen – umgerechnet 1,25 Euro – für jeweils zehn Minuten. Für Hungrige gibt es gegen einen Aufpreis täglich ein gesundes Mittagsmenü.

Frisch gestärkt und energetisiert gehts für die Frauen dann wieder zurück an die Arbeit – auf dass sie 100 Jahre alt werden.

via: springwise.com, Bilder: sxc.hu/flaivoloka, sxc.hu/leoercole, sxc.hu/araddia


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