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So einfach

Silvester ohne Hype

Von Florian Novak am 28. Dezember 2016

Silvester ohne HypeWir alle kennen die in der Weihnachtszeit wohl am häufigsten gestellte Frage: „Und was machst du zu Silvester?“. Die Antwort auf diese Frage scheint von Jahr zu Jahr extremer zu werden. Aus dem gemütlichen Fondue und Bleigießen mit Freunden ist eine Partynacht in Budapest geworden und aus dem mit Sekt anstoßen im eigenen Garten eine Villa mit Whirlpool in Schladming.

Um die Silvester-Nacht hat sich ein deratiger Hype entwickelt, dass schon fast ein Zwang daraus wird. Man muss förmlich jedes Jahr wieder die Nacht seines Lebens durchfeiern und damit das letzte Jahr übertreffen. Aber warum tun wir uns das an?

Denken Sie mal einen Moment nach und beantworten Sie sich selbst ein paar Fragen: Haben Sie sich auch schon mal um 00:05 am 1.1. in Ihr warmes kuschliges Bett gewünscht? Sind Ihre Erwartungen an DIE Nacht Ihres Lebens jedes Jahr aufs Neue enttäuscht worden? Sind Ihre ambitionierten Neujahrspläne für den 1.1. regelmäßig an Ihrem Kater gescheitert? Macht Ihre Silvester-Pläne für gewöhnlich jemand anderer als Sie selbst?

Falls ja, brechen Sie dieses Jahr doch einfach mal aus dem Zwang aus! Sagen Sie nein zum Hype, blasen Sie Ihre Pläne ab, schnappen Sie sich eine Tasse Tee und ein gutes Buch und genießen Sie. Genießen Sie die Stille und die Einsamkeit. Genießen Sie, dass Sie Zeit zum Genießen haben.

Tun Sie mal eine Silvester-Nacht lang nur was Sie tun wollen, nicht was geplant war und nicht was jemand anderer will. Machen Sie diese Nacht zu Ihrer Nacht. Nutzen Sie diese Nacht, um innerlich mit dem Jahr abzuschließen, statt gleich auf das Nächste zu trinken.

Gehen Sie bald nach Mitternacht ins Bett und schlafen Sie zu den Geräuschen der Feuerwerke ein. Starten Sie Ihren 1.1. mit einem Morgenspaziergang und einem guten Frühstück, statt mit Kopfschmerzen und Übelkeit.

Überzeugen Sie sich selbst von der Wirkung eines Silvesters ohne Hype. Vielleicht wollen Sie dann auch nie wieder zurück zu Ihren alten Plänen.

Bild: flickr/Walter-Wilhelm


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