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Genuss

Kaffee und Espresso: Wo liegen die Unterschiede?

Von Florian Novak am 28. September 2016

8459301889_ba4f9be257_kWer in Italien einen Kaffee bestellt, genauer gesagt einen „Caffè solo“, bekommt einen Espresso vorgesetzt. In Österreich bringt der Kellner in der Regel eine Tasse gefilterten Bohnenkaffee.

Aber wo liegen die Unterschiede zwischen einem aromatischen Espresso und einem cremigen Kaffee?

Die Röstung

Ein Unterschied von Espresso- und Kaffeebohnen liegt in der Röstung der Kaffeebohnen, und zwar konkret in der Röstdauer. Während die Bohnen bei einer Trommelröstung ca. 13 Minuten benötigen, bis sie zur Kaffeezubereitung geeignet sind, werden bei einer Röstung für Espressobohnen etwas weniger als 20 Minuten benötigt. Optisch äußert sich dies in der Helligkeit des Bohnenbildes. Durch die längere Röstung sind Espressobohnen deutlich dunkler und haben eine glänzende Oberfläche. Der Glanz entsteht hierbei durch die in der Bohne enthaltenen Öle, die während der Röstung an die Oberfläche treten. Kaffeebohnen sind – bedingt durch die kürzere Röstdauer – eher hell und matt.

Des Weiteren werden bei der Röstung zusätzlich die in den Rohkaffeebohnen enthaltenen Säuren abgebaut. Durch eine längere Röstdauer der Bohnen enthält Espresso weniger Säure als Kaffee und ist dadurch schonender für empfindliche Mägen.

Zubereitung – Unterschiede bei Druck und Mahlgrad

Neben dem Röstverfahren der Kaffeebohnen unterscheiden sich Espresso und Kaffee außerdem stark in der Art der Zubereitung. Espresso – ursprünglich erfunden, um einen schnelleren Barbetrieb zu ermöglichen – wird unter besonders hohem Druck zubereitet. Für einen Espresso muss das Wasser mit mindestens 9 bar durch das zuvor gepresste Kaffeemehl fließen und eine Temperatur von etwa 88 bis 94°C haben. Bei der Kaffeezubereitung hingegen wird eine höhere Wassertemperatur verwendet (ca. 92 bis 96°C) und es muss kein künstlicher Druck erzeugt werden. Der hohe Druck bei der Espressozubereitung ist übrigens ein Grund dafür, dass keine Papierfilter verwendet werden, da diese einem solchen Druck nicht Stand halten würden.

Und, was ist Ihr Lieblingskaffee?

Alle Beiträge zum Nachhören finden Sie hier.

Bild: cahadikin

 


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