Voriger Nächster Channel wählen
Now playing:

So einfach

Wie die Zukunft noch grüner wird

Von Florian Novak am 3. Februar 2016

Es grünt so grün im Linzer GroßstadtdschungelImmer mehr Menschen wollen nachhaltig leben und arbeiten. Was alles möglich ist – hier sind zehn Vorschläge zur Optimierung des grünen Gewissens.

1.  Grün Heiraten 

Wer heute noch in „Weiß“ heiratet, ist von gestern: Eine „grüne“ Hochzeit ist DER Trend schlechthin. Die Kunst dabei: trotz „reduce, reuse und recycle“ Spaß zu haben. Wie das geht? Trauung, Feier und Übernachtung in unmittelbarer Nähe zueinander stattfinden lassen. Den Oldtimer durch eine Kutsche ersetzen; regionale Caterer engagieren, die lokale Produkte verwenden. Hochzeitseinladungen und Danksagungen per E-Mail verschicken und bei der floralen Deko auf Fairtrade-Blumen setzen.

2 Grüne Airlines

Nachhaltig reisen beginnt nicht mit dem Reiseziel, sondern schon auf dem Weg dorthin. Selbst Fluglinien sind heutzutage „grün“. Aktuellstes Beispiel: Die Lufthansa Group betankt seit 22. Jänner 2016 ihre Flugzeuge auf dem Flughafen Oslo mit einer Biokerosimischung.

3 Grün Essen

Man könnte meinen, dass vegane Ernährung der Megatrend ist. Doch still und heimlich kommt auch bei „eingefleischten“ Mischkostkonsumenten verstärktes Umweltbewusstsein auf. Und das bedeutet, dass es immer mehr sogenannte Flexitarier gibt. Darunter versteht man Esser, die sich nur hin und wieder ein Stück Fleisch gönnen, das dann allerdings in hoher Qualität.

4 Grüne Kleidung

Wer „grün“ heiratet, will sich natürlich auch im Alltag entsprechend kleiden. Was man darunter versteht: Das T-Shirt wird vom Anpflanzen der Baumwolle bis zum Handel nachhaltig und umweltfreundlich produziert. Selbst Designer haben sich diesem Thema bereits angenommen, etwa Michael Michalsky, Vivienne Westwood und Stella McCartney.

5 Grünes Wohnen

Hier spielt vor allem die Lust am Recyclen gebrauchter Möbel und Materialien eine große Rolle. Ökologisches Design ist längst trendy. Wiederverwertet werden etwa Glasabfälle; Originelles entsteht aus alten Fahrradschläuchen, Olivendosen und Luftballons. Das Motto: „From Cradle to Cradle“.

6 Grüner Online Handel

Man könnte meinen, dass umweltfreundlicher Versand nicht möglich ist, muss doch das Paket von A nach B gebracht werden. Doch Studien haben ergeben, dass Bestellen insofern umweltfreundlicher ist, da der Kunde direkt beliefert wird und nicht auch noch zum Geschäft fahren muss. Zusätzlich versuchen die Zustellunternehmen, „grüne“ Fahrzeuge einzusetzen, die ihrerseits sparsam in puncto Energieverbrauch und Emissionen sind.

7 Grünen Strom erzeugen

Immer mehr Bürger erzeugen ihren eigenen Strom. 40 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien – Photovoltaik-, Wind- und Biogasanlagen – stammen beispielsweise in Deutschland von Privatpersonen. In Österreich gibt es aktuell 2.800 Kleinwasserkraftwerke, die CO2-freien Ökostrom in das öffentliche Versorgungsnetz einspeisen. Sie decken rund neun Prozent des heimischen Strombedarfs ab und versorgen 1,7 Millionen Haushalte, was mehr als der Hälfte entspricht.

8 Grünes Besitzdenken

Sharing wird heutzutage immer beliebter. Und es ist unglaublich, was man alles mittlerweile „sharen“ kann – nicht nur auf Facebook, sondern auch in der Realität. Das Auto, das Gästezimmer, Werkzeuge, Bücher, Wissen, Arbeitsplätze, Kleider, Lebensmittel und selbst Jobs.

9 Grünes Entwerfen

Neben Mode und Möbeln werden auch Autos so designt, dass sie dem grünen Image entsprechen: Hier kommt die so genannte „Generation Environment“ – kurz genE – ins Spiel. Und auch die Architektur passt sich entsprechend an – ökologische Materialien und Technologien haben inzwischen eine tragende Rolle inne. Beispiel: DENK DREI. Weil man heute nicht nur „hackelt“, sondern die Arbeit als fließenden Teil innerhalb seines Lebenskonzepts betrachtet, wurde diese Insel der Werktätigen mitten in Wien entsprechend geschaffen – eingebettet in viel Grün, den Prater in Griffweite, ist eine Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Leben entstanden.

10 Grüne Kreditkarten 

Sogar zahlen können wir heute schon „grün“ – und das könnte künftig weiter zunehmen. So bietet etwa die deutsche Triodos-Bank ihren Kunden eine grüne Kreditkarte an. Das Grüne daran ist ein Bonus, den man sich entweder auszahlen lassen oder in ausgewählte soziale und ökologische Projekte investieren kann. Auch die britische Barclay Bank gibt eine solche heraus. Sie spendet automatisch 0,5 Prozent des Kreditkartenumsatzes an verschiedene Projekte.

Via: Lufthansa Group – grünes Fliegen, Kleinwasserkraft Österreich, BAR – Denk Drei, Triodos – Grüne Kreditkarte


Nach oben