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Entspannung

8 Tipps zur Kampfansage an den inneren Schweinehund

Von Florian Novak am 12. Juni 2014

Nach einem langen Arbeitstag nachhause kommen, das Abendessen vor dem Fernseher konsumieren, sich nicht aufraffen können, um doch noch das Badezimmer zu putzen – die Motivation hat sich still und heimlich verdrückt. Eine Situation, die in der ein oder anderen Form jeder und jedem bekannt ist. Doch wie überwindet man denn nun den altbekannten inneren Schweinehund, der unsere Ziele und Vorhaben ausbremst und uns gnadenlos im Nacken sitzt?

Fehlende Energie führt zwangsläufig dazu, dass wir uns Versuchungen hingeben, die sehr viel einfacher und angenehmer sind, als das, was wir uns vorgenommen haben. Übermäßiger Genuss dieser Versuchungen macht all dies noch schwieriger und ehe wir es uns versehen, befinden wir uns mittendrin im Teufelskreis.

Tipps zur Kampfansage an den inneren Schweinehund

Aber jetzt geht es dem inneren Schweinehund an den Kragen: Zunächst klären wir also am besten, was unseren Motivationsmangel verursacht und in welchen Bereichen er besonders groß ist, um anschließend einen individuellen Weg zu finden, uns selbst auszutricksen.

Fehlende Motivation kann vielerlei Gründe haben. Soziale Zurückweisung kann beispielsweise zu Gleichgültigkeit führen, wodurch man in weiterer Folge die Selbstbeherrschung verliert, keine Motivation mehr verspürt und sich schlussendlich zu nichts mehr aufraffen kann.

Ein rein physischer Faktor wiederum, der zu Motivationsschwäche führen kann, ist Glukosemangel. Gestresste Menschen neigen dazu, einzelne Mahlzeiten zu vernachlässigen, wodurch dem Körper wichtige Ressourcen fehlen und der Tatendrang daher nachlässt.

Außerdem macht es unser Gehirn müde, wenn wir zu viele Entscheidungen treffen müssen. Dabei müssen diese nicht unbedingt weltbewegend sein; es reicht schon, eine Vielzahl von kleinen Entscheidungen aneinanderzureihen, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Mit diesem Wissen finden wir nun also heraus, welche Faktoren es sind, die uns die Motivation rauben und können so unsere individuelle Kampfansage gegen den inneren Widersacher formulieren. Hier nun einige Punkte, um den Schweinehund kleinzukriegen:

  • Eine to-decide-Liste erstellen, die täglich zu treffende Entscheidungen hinsichtlich der Deadline und der Priorität auflistet und so helfen kann, dem Gehirn nicht zuviel zuzumuten.
  • Eine Belohnung festlegen, wenn man das erreicht hat, was man sich vorgenommen hat – die Aussicht auf etwas Erfreuliches kann dazu beitragen, den inneren Schweinehund zu überwinden.
  • Das Ziel in Etappen darstellen. So steht man nicht vor einem unüberwindbar scheinenden Berg, sondern vor kleinen Steinen, über die man viel leichter hinwegsteigen kann.
  • Visuelle Typen können sich die Empfindung früherer Erfolgserlebnisse ins Gedächtnis rufen, um positive Gefühle zu wecken, die Lust darauf machen, sich zu überwinden.
  • Die fünf-Minuten-Regel anwenden, sich also nur für fünf Minuten der zu bearbeitenden Aufgabe widmen, um bloß einen kleinen Schritt gehen zu müssen. Dies erfordert sehr viel weniger Überwindung.
  • Liste über Erfolge führen. Diese kann man sich bei Motivationsmangel ansehen, um sich daran erinnern zu können, wie einfach es war, anfangs schwer bezwingbare Aufgaben zu erledigen.
  • Jemandem von dem Vorhaben erzählen und so den Druck auf sich selbst zu erhöhen.
  • Manchen hilft es auch, sich auszumalen, welche Nachteile daraus resultieren können, wenn man dem Schweinehund nachgibt.

Sollte in einer bestimmten Situation aber gar nichts helfen, muss man hin und wieder auch einfach akzeptieren, dass der Mensch keine Maschine ist und Pausen braucht. Der nächste Tag kann dann wieder voller Tatendrang angegangen werden.

via: Lifehacker, Bild: flickr/Alex E. Proimos


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