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Auszeit

Paradiesische Lagunen unter der Erde

Von Florian Novak am 14. März 2014

Wunder der Natur birgt die mexikanische Halbinsel Yucatán an sich schon zahlreiche. Aber ganz besonders hervorzuheben sind die sogenannten Cenoten, schachtartigen Einsturzlöcher in den Decken von Kalksteinhöhlen, welche darunter wunderschöne kleine Becken oder Lagunen beherbergen.

Cenoten in Yucatán

Der Begriff Cenote stammt von den Maya und oftmals bergen diese magischen Tropfsteinhöhlen eine vollkommen einzigartige Fauna und Flora, da manche Höhlen komplett abgeschlossen von der Außenwelt sind.

Cenoten in Yucatán

Eine der bekanntesten Cenoten ist Xkeken, welche auch touristisch erschlossen wurde. Durch kleinen Öffnungen an der Höhlendecke gelangen ein paar Sonnenstrahlen herein und präsentieren das türkise, glasklare Süßwasser. Ein wahres Paradies für Tauchende aber auch überhalb der Wasseroberfläche und dennoch unterhalb der Erde kann man sich kaum satt sehen.

Cenoten in Yucatán Cenoten in Yucatán

Hunderte wenn nicht tausende, dieser zum Teil noch unerforschten und daher regelrecht mystischen Höhlen birgt die Region. Im Durchschnitt etwa 20 Meter tief und mit Regenwasser gefüllt, reichen einige vereinzelte Cenoten sogar ein paar hundert Meter bis zum Grundwasserspiegel hinab.

Vermutlich stehen diese auch mit dem größten zusammenhängenden Unterwasserhöhlensystem der Erde in Verbindung, welches der ausschlaggebende Grund für die Entwicklung der ansässigen Maya-Zivilisation sein dürfte. Andere Hochkulturen profitierten von Flüssen wie dem Nil oder dem Euphrat, die Maya hatten eben ein unterirdisches Brunnen- und Bewässerungssystem. Und auch heute noch rettet das weitläufige Höhlensystem die üppige Vegetation bei lang anhaltenden Dürreperioden.

Cenoten in Yucatán

via: National Geographic;
Bilder: flickr/ Christian Horcel, Alaskan Dude, dMap Travel Guide


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