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Musik

CD-Tipp: Malia & Boris Blank – Convergence

Von Michael Lachsteiner am 14. Februar 2014

maliaSchon mit ihrem Debutalbum „Yellow Daffodils“ sorgte die in Malawi geborene Britin Malia 2002 für Aufsehen – ihre an Billie Holiday und Nina Simone erinnernde Stimme, gepaart mit Cool Jazz á la Sade sorge für eine Frischzellenkur für die Grenzbereiche zwischen Pop und Jazz. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die immer wieder auftretenden musikalischen Elemente aus ihrer afrikanischen Heimat. Ihr 2012 veröffentlichtes Album „Black Orchid“ war ganz ihrem großen Vorbild Nina Simone gewidmet und wurde nicht nur von Kritikern aus aller Welt hochgelobt, sondern fand auch seinen Weg zu einem breiteren Publikum.

 

Malia-Boris-Blank-Album-Convergence-2014Ihr neues Album, betitelt „Convergence“ zeigt Malia auf ganz neuen Pfaden – sie ist noch immer soulig, sinnlich, wandungsfähig und voller Ausdruck, aber die Musik ist diesmal vollelektronisch – und das ist in diesem Fall auch gut so. Denn niemand geringerer als Boris Blank, Gründer der legendären und visionären Schweizer Elektronik-Formation YELLO, sorgt für die elegante und atmosphärische Leinwand, auf der Malia diesmal alle Farben ihrer Stimme aufträgt. Man könnte meinen, er nimmt den Faden wieder auf, den YELLO seinerzeit mit ihrer Hitsingle „The Rhythm Divine“ mit Gast-Star Shirley Bassey aufgenommen und wieder fallen gelassen hatten. Eine sehr gute Entscheidung, wie wir finden!

„Convergence“ ist durchwegs atmosphärisch, subtil, verführerisch, voller Soul und vor allem sehr entspannt und elegant – und wird dabei nie langweilig, denn auch nach mehreren Hördurchgängen lässt sich immer wieder etwas Neues entdecken – Tipp!

Wie wir auch soeben erst erfahren haben, wird Malia dieses Jahr auch das Jazz Fest Wien beehren, und zwar am 2. Juli im Porgy & Bess – doch dazu bald mehr!


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