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Entspannung

Zufriedenheit für Fortgeschrittene

Von Florian Novak am 9. April 2013

Zuerst einmal scheint es uns nutzlos und sogar unsinnig, uns selbst freiwillig in unangenehme Situationen zu begeben. Warum sich das Leben schwer machen, wenn es so schön sein kann? Ganz einfach: Weil man dadurch negativen Emotionen wie Angst und Enttäuschung vorbeugen, aber auch lernen kann, dankbarer zu sein und mit verschiedensten Lebenslagen zurechtzukommen. Menschen beschweren sich andauernd über die Zustände, in denen sie sich befinden, sei es Hunger, Kälte oder Stress. Setzt man sich aber regelmäßig absichtlich gewöhnungsbedürftigen Dingen aus, weiß man einerseits das Leben mehr zu schätzen und andererseits, mit widrigen Bedingungen gut umzugehen. Steigere also Deine Toleranzgrenze, was Unbequemlichkeit angeht.

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Ein Beispiel: Wenn Du am Morgen keine Zeit mehr hattest zu frühstücken, wirst Du Dich wahrscheinlich unzufrieden fühlen und nicht in der Lage sein, voller Energie durch den Tag zu gehen. Hast Du Dich aber über einen längeren Zeitraum stets unbequemen Umständen ausgesetzt, ist es für Dich kein Problem, einmal mit weniger Nahrung auszukommen. Du weißt dann, dass es gar nicht so schlimme Auswirkungen auf Dich und Deine Leistungsfähigkeit hat und fühlst Dich dadurch selbst in dieser eigentlich ungewohnten Situation wohl.

So gehst Du vor: Du könntest beispielsweise einmal in der Woche kälter duschen, als es eigentlich angenehm wäre. So wirst Du lernen, die Tage zu schätzen, an denen Du warm duschen kannst und gleichzeitig wird Dir bald kaltes Wetter nicht mehr so viel ausmachen. Denn Du hast gelernt, Dich in ungemütlichen Situationen wohler zu fühlen. Und schließlich kann kühles Wasser doch sehr erfrischend sein.

Außerdem könntest Du hin und wieder weniger essen, als Du gewöhnt bist. Die Menge an Nahrung gelegentlich zu reduzieren, lehrt Dich nicht nur, den Überfluss zu schätzen, sondern vor allem auch dann zufrieden zu sein, wenn Du einmal keine Gelegenheit hast, etwas zu essen. So kannst Du üben, mit weniger sehr glücklich zu sein.

Ein anderes Trainingsfeld wäre es, auf einem härteren Untergrund zu übernachten. Das kann eine harte Matratze oder aber der Boden sein. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, wie wunderbar sich Dein Bett für Dich anfühlen wird, wenn Du eine Nacht auf dem Holzboden verbracht hast. Wenn Du wiederholt Deine Wohlfühl-Grenzen überschreitest, wirst Du Dich nicht so schnell wieder über eine unangenehme Kleinigkeit beschweren.

Deiner Fantasie sind bei diesem Spiel keine Grenzen gesetzt. Versuche einfach, Deine Komfortzone zu verlassen. Jede ungewohnte Lebenslage, in die Du Dich versetzt, verhilft Dir zu einem zufriedeneren Leben, in welchem Du nach und nach zu einem Menschen wächst, der es schafft, mit jeder Situation gut umgehen zu können – und das mit guter Laune. Wenn das nicht Ansporn genug ist?

via: lifehack, Bild: flickr/mikebaird


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