Entspannung, So einfach
Entspannung an! Trainere deinen Algorithmus neu

Ja, der Algorithmus kennt deine Gewohnheiten – aber nicht deine Sehnsüchte. Er weiß, was du gestern gehört, geschaut und gelesen hast. Aber nicht, was dich wirklich weiterbringt. Das gilt für Musik genauso wie für Social Media, Nachrichten oder Meinungen. Und je länger du dich passiv berieseln lässt, desto enger wird die Blase. Denn digitale Systeme lieben Wiederholung – und spielen immer wieder dasselbe aus.
Die gute Nachricht: Diese Blase ist nicht fix. Sie lässt sich jeden Tag ein bisschen verschieben. Dafür braucht es nur etwas Neugier.
So gibst du dem Algorithmus neue Signale
- Biege einmal pro Woche „falsch“ ab. Klicke einmal pro Woche bewusst auf etwas, das nicht zu dir „passt“. Folge Accounts, die du nicht sofort einordnen kannst oder die nicht in deiner Wohlfühlblase.
- Hör ganze Alben. Nicht nur die Single-Auskopplung. Nimm dir vor, regelmäßig Songs eine Chance zu geben, die du noch nicht kennst.
- Lies andere Meinungen. Auch in Medien, denen du nicht automatisch zustimmst. Verteufeln kannst du sie später immer noch, aber lass die andere Sichtweise erstmal zu.
Und immer im Kopf behalten: Nicht nur dein „Like“ oder „Klick“ füttern den Algorithmus, sondern auch der Umstand, wie lange du hängenbleibst. Bleibe also bewusst länger bei Inhalten, die dich fordern, nicht nur bei denen, die dich bestätigen.

