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Genuss, Musik

Sade – „Love Deluxe“: loungig, dunkel und zeitlos

Vorab: Sade ist Name und Stimme

Viele sagen einfach „Sade“ und meinen damit die Sängerin – zu Recht, weil diese Stimme alles trägt. Streng genommen ist Sade aber auch der Name der Band rund um Sade Adu. Für diesen Text nehmen wir Sade als die Künstlerin, die du hörst: diese ruhige, unverwechselbare Präsenz im Zentrum.

Kein Konzeptalbum – eher ein Zustand

„Love Deluxe“ ist kein Konzeptalbum mit rotem Faden und Storybogen. Es wirkt eher wie ein durchgehender Zustand: Licht gedimmt, die Welt langsamer, Gedanken weicher. Genau das macht es so stark – du musst nichts „verfolgen“, du lässt dich einfach hineinziehen.

1992 – und trotzdem komplett im Jetzt

Das Album erschien 1992 – und klingt bis heute nicht nach einer „Ära“. Keine Trend-Geräusche, kein Zeitgeist-Kostüm. Stattdessen diese souveräne Eleganz, die nicht beweisen will, wie modern sie ist. Darum wirkt „Love Deluxe“ so zeitlos: weil es an Atmosphäre hängt, nicht an Mode.

Der Sound: After-Hours-Eleganz

Die Grooves sind zurückgelehnt, die Arrangements luxuriös, aber nie überladen. Bass und Drums sitzen tief, die Gitarren sind oft eher Andeutung als Statement, und alles hat diesen nächtlichen Glow. Und über allem: Sades Stimme – nah, würdevoll, fast schwerelos. Sie drückt nicht, sie zieht.

Liebe mit Schatten

Auch inhaltlich ist das kein reines Wohlfühl-Album. Es geht um Liebe, Sehnsucht, Verletzlichkeit – und um diese leise Dunkelheit, die dazugehört, wenn Gefühle ernst werden. Sade macht daraus kein Drama. Sie lässt die Emotionen wirken, kontrolliert, klar, und genau dadurch treffen sie.

LoungeFM Hör-Tipp

Am besten am Stück hören. Nicht, weil es ein Konzeptalbum wäre, sondern weil es einen Flow hat, der sich unauffällig aufbaut. Perfekt für späte Stunden, Regenfahrten oder Momente, in denen man nicht mehr Input will – sondern mehr Gefühl.

Fazit (LoungeFM): „Love Deluxe“ ist 1992 erschienen und klingt bis heute wie frisch polierter Samt: loungig, elegant, melancholisch – ein Album, das nicht laut sein muss, um lange zu bleiben. Wer den hits aus dem Weg gehen möchte, schnappt sich Feel No Pain.

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