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Genuss

Kaffee-Anbau und Ernte – Woher kommt unser Genussgetränk?

Von Florian Novak am 26. September 2016

8313323623_676402751a_kLieben Sie Kaffee so sehr wie wir? Eine warme Tasse des koffeeinhaltigen Heißgetränk kann so manche Sorgen in die Ferne schicken. Weil am 1. Oktober der „Tag des Kaffees“ ist, machen wir Sie in dieser Woche zum wahren Kaffeeexperten.

Aber woher kommt der Kaffee eigentlich?

Die besten Kaffeeanbau-Länder befinden sich rund um den Äquator. In wilder Form kommen diese nur noch in Äthiopien vor.  Es gibt 60 Kaffeesorte, von denen jedoch nur zwei zum Anbau genutzt werden. Die Arabica- und die Robustabohne. Arabica-Kaffee wird hauptsächlich in den höheren Lagen zwischen 600 und 1200 Metern angebaut. Diese Hochlage garantiert ein besonderes Aroma und beste Qualität. In den etwas tieferen Lagen und im Flachland zwischen 300 und 600 Metern fühlen sich dagegen die Robusta-Pflanzen wohler. Sie können besser mit Hitze und hohen Niederschlägen umgehen.

Im höher gelegenen Flachland und auf den Hochebenen finden Kaffeepflanzen beste Bedingungen zum Wachsen und Reifen. Damit die Ernte möglichst üppig und qualitativ hochwertig ausfällt, brauchen die Kaffeepflanzen ein ausgeglichenes Klima mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad.

Dieser Bereich sollte möglich konstant sein, denn starke Schwankungen und Temperaturen über 30 Grad sowie unter 13 Grad schaden der Kaffeepflanze. Bei Minusgraden beispielsweise würde sie sofort eingehen. Auch zu starker Wind oder zu viel Sonne können Arabica und Robusta schlecht vertragen.

Es dauert circa vier Jahre, bis die Kaffeepflanze die ersten Erträge bringt. Kaffeesträucher werden bis zu 3,5 Meter groß und kommen in wilder Form nur noch in Äthiopien vor. Die Sträucher tragen Früchte, die wir Kaffeekirschen nennen. Kaffeebohnen sind die Samen dieser Kirschen. Anders als bei hiesigen Kirschen besteht der Kern aus zwei Teilen bzw. zwei Kaffeebohnen. Ihre beste Zeit hat sie mit sechs bis acht Jahren,  dann fallen die Ernteerträge am höchsten aus. Ins „Rentenalter“ kommt die Kaffeepflanze dann, wenn sie über 20 Jahre alt ist. Die Anzahl der geernteten Kaffeebohnen fällt dann deutlich geringer aus. Im Durchschnitt kann man sagen, dass eine Kaffeepflanze zwischen einem halben und einem ganzen Kilo Rohkaffee pro Ernte liefert.

Alle Beiträge zum Nachhören finden Sie hier.

Foto: m.prinke


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