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So einfach

Raus aus dem Netz

Von Florian Novak am 25. Januar 2016

„Heute habe ich einen Mann in einem Kaffeehaus gesehen.  Er hatte kein Smartphone, Tablet oder Laptop. Er saß nur da und hat Kaffee getrunken. Wie ein Psychopath.“

Smartphone

Smartphones sind zu unseren besten Freunden geworden. Wir schlafen mit ihnen ein, verlassen uns darauf, dass sie uns morgens aufwecken und fühlen uns leer, wenn sie nicht da sind. Wenn wir Facebook, Twitter und Co. länger nicht gecheckt haben, werden wir nervös. Jede unbeantwortete Nachricht schwebt wie ein Damoklesschwert über unseren Köpfen. Jede E-Mail, die wir bekommen, könnte überlebenswichtig sein.

Zugegeben, Smartphones erleichtern uns das Leben enorm. Wir können von überall mit der ganzen Welt kommunizieren. Über Social Networks können wir uns mit Fremden von jedem Kontinent austauschen. Aber während wir dadurch viel gewinnen, geht uns auch etwas verloren.

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Wir kommunizieren kaum noch mit den Menschen, die neben uns sitzen, weil wir mit der ganzen Welt kommunizieren wollen. Daran sollten wir etwas ändern. Wir sollten öfter das Smartphone zur Seite legen. Nein, eigentlich sollten wir es ausschalten und so dafür sorgen, dass es weniger über uns bestimmt.

Vielleicht müssen wir einfach wieder lernen, das Leben ohne unseren besten Freund, das Smartphone, zu genießen. Wir müssen lernen uns an schönen Dingen zu erfreuen, ohne sie nur durch die Handykamera zu sehen. Wir müssen lernen, dass ein Gespräch mit der besten Freundin wichtiger ist als die Tweets von Fremden. Wir müssen lernen, dass wir vom echten Leben mehr verpassen, als wir das online tun würden.

Wenn wir ehrlich sind, gibt es doch nichts Schöneres als ein angeregtes Gespräch mit Augenkontakt, eine bequeme Bank mit einem guten Buch oder einen Spaziergang durch die Natur. All das kann uns nur die reale Welt bieten. Mal ehrlich, wird es nicht endlich Zeit unser Smartphone wegzuwerfen?

Bild: flickr/ James Stimpson; flickr/ Farhad Sadykov


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