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So einfach

Start up, Unternehmensgründer!

Von Florian Novak am 10. Juli 2014

start270663_5358Wer sich selbständig machen will, ist besonders dann erfolgreich, wenn er sämtliche Möglichkeiten zur Unterstützung ausschöpft – auch und vor allem finanziell. Dazu zählen Investoren ebenso wie Förderungen.

Für Thomas Miksits und Alexander Jiresch begann die Beschäftigung mit Nachhaltigkeit, als sie eine Firma gründeten, die Automaten mit ausschließlich biologischen Produkten herstellte. Was sie vermissten: Ein Getränk, das ihren Vorgaben entsprach. Also entwickelten sie es selbst und brachten es mittels Crowdfunding auf den Markt. Ausgerechnet hatten die beiden, dass sie mindestens 50.000 Euro über die Online-Plattform von CONDA lukrieren wollten; geworden sind es etwas mehr als 190.000 Euro von 250 „Sponsoren“, mit deren Unterstützung das Grüntee-Getränk „all i need” in über 1.700 Geschäfte österreichweit gebracht wurde.

 

ffgheaderTechnologie fördern

Crowdfunding ist eine Variante, um als Existenzgründer an den Start gehen zu können, Förderungen zu suchen und zu beantragen. Die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft beispielsweise unterstützt technologieorientierte Unternehmen. Die Bewerber dürfen maximal sechs Jahre seit der Gründung hinter sich haben, der Jahresumsatz muss unter 50 Millionen Euro und die Mitarbeiterzahl unter 250 liegen. Außerdem darf die Beteiligung durch ein Großunternehmen maximal 25 Prozent erreichen. Sind diese Kriterien gegeben, erwarten Start-Ups Projektfinanzierungen bis zu 70 Prozent, eine Stundung von Darlehen erst nach fünf Jahren und Unterstützung bei der Erstellung von Machbarkeitsstudien.

Dienstleistung fördern

Auch das Austria Wirtschaftsservice greift Unternehmern in spe unter die Arme. Aktuell fördert es mit dem aws Innovative Services Call Dienstleistungs-Start-ups mit bis zu 100.000 Euro in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses, setzt aber gleichzeitig thematische Schwerpunkte wie Gesundheit und demografischer Wandel, Ernährungssicherheit, nachhaltige Landwirtschaft und Bioökonomie oder integrative, innovative & reflexive Gesellschaft. Gefördert werden unter anderem die Kosten für Studien- und Konzepte, Personal und Büroflächen.

Know-how vermitteln

Start-Ups werden auch vom Business Inkubator INiTS vor allem in Sachen Netzwerken und Büroräumlichkeiten unterstützt. Ums Eingemachte des Gründens geht es beim Startup-Camp. In 100 Tagen lernen Gründer die so genannte “Lean Startup Methode“, mit der sie Schritt für Schritt den Markt für sich einnehmen lernen. Wie es funktioniert hat, weiß das universitäre Gründerservice INiTS sehr gut: Es bringt die Erfahrung von rund 150 Start-Ups mit, denen man seit 2003 auf die Beine geholfen hat.

 

BARlifescience1Büroflächen fördern

Aber nicht nur in Sachen Unternehmensgründung selbst stehen die jungen Unternehmer vor Fragen über Fragen. Gerade wenn es um eine Bleibe für die eigenen Unternehmung geht, fühlen sich viele Unternehmensgründer überfordert – Stichwort Miete. Doch nicht verzagen: Co-Working heißt ein Hoffnungsschimmer. Früher kurz als „Bürogemeinschaft“ bezeichnet, sammelt Co-Working all jene ein, die meist als Einzelkämpfer auch einmal in Gesellschaft arbeiten und sich mit anderen, auch Branchenfremden, austauschen wollen. Diese Gemeinschaftsarbeitsplätze finden sich in Salzburg ebenso wie in Vorarlberg, Oberösterreich oder Kärnten. Am größten ist das Angebot naturgemäß in Wien. Mehrere Fäden in der Hand hält das Wirtschaftsservice Wien mit Mingo. Neben vielen kostenlosen Serviceangeboten kann man hier an neun verschiedenen Standorten günstige Büros mieten. Wer schon einen Schritt weiter ist, nistet sich in neu errichtete und schwerpunktorientierte Bauten ein. Einige werden mit Blick auf eben solche Startups geplant: Das Bio Tech II Zentrum Life Science Vienna von BAR zum Beispiel. Dieses wird künftig unter anderem mit Chemielabors ausgestattete Büros beinhalten. Das dürfte vor allem für Startups mit wenig Eigenmittel interessant sein, da man sich nicht extra um das Anmieten eines Labors sorgen muss, geschweige denn selbst eines einrichten. Der Austausch mit anderen Unternehmen im Gebäude, die in derselben oder einer verwandten Branche tätig sind, ist ein zusätzlicher Pluspunkt.

Via: Österreichische Förderungsgesellschaft, aws Innovative Services Call, INiTS, BAR, freeimages.com/arkitekt,

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