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So einfach

Allmächtig ist das Internet: Erfolgreiche Online Geschäftsideen

Von Florian Novak am 19. November 2013

Ein Pixel wird auf einer Homepage für einen USD verkauft, den Hairstyle von Elvis gibt es im Online-Versand und das Stofftier aus Kindertagen wird über eine Reiseagentur in den Urlaub geschickt: Findige Geschäftsideen boomen im World Wide Web.

Egal wie ungewöhnlich ein Einfall im ersten Moment auch scheint, im Internet lässt sich heutzutage so ziemlich alles vermarkten. Das dachte sich 2005 auch der amerikanische Student Alex Tew. Auf www.milliondollarhomepage.com bot er eine 1.000 x 1.000 Pixel große Werbefläche an. Jeder Pixel war um einen US Dollar zu erwerben. Und die Geschäftsidee ging auf: Tew wurde zum Millionär.

original-stallduft-in-der-doseVon Stallduft, Kuscheltieren und Problemen
Weideflächen, Bauernhöfe, das vereinzelte Muhen einer Kuh – manch ein Städter sehnt sich beizeiten nach ländlicher Idylle. Wer sich jedoch den Urlaub außerhalb von Verkehrslärm und Betonbauten nicht allzu oft gönnt, kann sich niederbayerischen Stallduft in der Dose auch einfach nach Hause holen. Der Kuhstallgeruch in Dosen ist ein wahrer Verkaufsschlager und verbreitet dank Industriewatte ein ganzes Jahr lang seinen Duft.

Manch einer kann sich noch an den französischen Kinohit „Die fabelhafte Welt der Amélie“ erinnern. In der Liebesgeschichte wurde ein Gartenzwerg auf Reisen geschickt und sein Besitzer bekam von den verschiedensten Städten Erinnerungsfotos zugeschickt. Diese Idee wurde mittlerweile aufgegriffen: Seit 2010 gibt es eine eigene Reiseagentur für Stofftiere. Ausreden, warum das Kuscheltier noch nie auf Urlaub war, gelten also nicht mehr.

rodin-thinker-silhouette-1022921-mAber was wollen eigentlich Menschen, die schon alles haben, und bei denen das Leben ohne größere Komplikationen abläuft? Drei Schweizer kamen auf die Lösung: Probleme. Auf Need a Problem finden sich Probleme zu unterschiedlichen Preisen und Schwierigkeitsgraden. Bereits ab einem Euro kann man sich das Leben schwerer machen, schwierig wird es ab 500 Euro und um 5.000 erhält man ein fast unlösbares Problem.

Frisuren, Friseure und Doggles
Einmal wie Elvis Presley oder Clark Gable aussehen? Mit den richtigen Utensilien kein Problem: Seit 2008 gibt es unter Pomadeshop originale Haarpflege- und Stylingprodukte aus den 1920er bis 50er Jahren. Und wenn die Frisur doch nicht sitzen will? In Amerika gibt es mittlerweile einen Friseur-Vorab-Termin via Skype. Kunden, denen es schwerfällt, sich im Friseursalon für einen neuen Stil zu entscheiden, lassen sich online von dem Friseur ihres Vertrauens beraten. So wird der nächste Friseurbesuch mit Sicherheit stressfreier.

Auch die Vierbeiner sollten stiltechnisch auf dem Laufenden sein. Alles was das Hundeherz begehrt, soll bei doggles.com zu finden sein. Besonders beliebt sind die „Doggles“ selbst: Brillen für Hunde in allen möglichen Farben und Formen.

homemade-pizza-pie-1424503-mLieferdienste
Lieferservice war schon von Anfang an eine Erfolgsidee und es besitzt bis heute ein großes Potential. Alles begann bereits im 19. Jahrhundert als die italienische Königin Margherita sich Pizza ins Königspalast liefern ließ. Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts gibt es Pizza-Lieferanten in Europa und in den USA. Nun mit dem Beginn der Internet-Ära erleben die Lieferdienste erneut ihre Blütezeit. So sind in Österreich seit 2008 einige Essensbestellplattformen zu finden: willessen.at, mjam.at und lieferservice.at gehören heutzutage zu den Pionieren. Mjam.at berichtet, dass Pizza am häufigsten bestellt wird, was in zahlreichen Suchanfragen wie Pizzaservice in Wien besonders sichtbar wird. Und hier wird die Tatsache, dass die online Lieferservices meistens Hunderte von Partnerrestaurants haben, zu einem großen Vorteil. So viel Auswahl auf einen Blick hatte der Kunde noch nie zuvor. 

Drang zum Individualismus
Online sind vor allem Unternehmen beliebt, bei denen Kunden ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Bei beispielsweise Mymuesli kann sich jeder sein persönliches Wunschmüsli aus 80, teils außergewöhnlichen Zutaten wie Plantago-Samen oder Goji-Beeren, zusammenstellen. Kaffeeliebhaber kommen bei www.meinkaffee.de auf ihre Kosten. Hier können eigene Kaffeekreationen erstellt und die Verpackung nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden. Und sollte einen das Teesortiment im Supermarkt nicht überzeugen, wird man bei www.allmytea.de mit Sicherheit fündig. Nach dem Auswählen einer Basismischung (Früchte-, Kräuter-, Grün- oder Schwarztee), kann diese mit weiteren Zutaten wie Früchten oder Blüten verfeinert werden. Bei über 200 möglichen Zutaten ist der Wunschtee garantiert dabei.

 Hat man also eine Geschäftsidee – egal wie ungewöhnlich sie vielleicht auf den ersten Blick scheint – sollte man sein Glück im Internet versuchen. Wer hätte schließlich gedacht, dass man sein Geld mit dem Verkaufen von Problemen verdienen kann…?

Bilder via stallduft.de, www.sxc.hu/krilm, www.sxc.hu/kimeknight

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