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Genuss

Tipps gegen die Winterdepression

Von Kristin Natalie Urbanek am 26. Januar 2017

5820866907_c33ec64a30_bWie viele Monate hat dieser Monat eigentlich noch?

Eine Frage, die wohl vielen Menschen derzeit durch den Kopf spukt. Der Jänner ist meistens ein Monat, der langsam vergeht, denn das Wetter ist trist und grau, die Feierlichkeiten wie Weihnachten und Silvester sind vorbei und der Stress lässt nach. Also – eine Art von Stress. Der Stress, den die Festlichkeiten mitbringen, mag vielleicht weg sein, allerdings beginnt für viele nun der Kopfstress. „So, jetzt im neuen Jahr muss ich meine Neujahrsvorsätze auch durchziehen. Ich habe so viel aufgeschoben in den letzten Monaten, jetzt wird es Zeit!“

Keine Motivation

Es ist nicht selten, dass im Jänner über ein Motivationstief geklagt wird. Es mag viele Gründe haben, es kann aber auch die Winterdepression sein, die sich langsam angeschlichen hat.

Sie kann jeden treffen und auch, wenn es für Außenstehende nicht so dramatisch wirkt, so können die Betroffenen wahnsinnig schnell in ein Tief befördert werden, aus dem sie alleine nicht rauskommen.

Also was tun? 

Die Winterdepression hat vor allem einen Grund: Zu wenig Licht. Es mag nicht so wichtig erscheinen, aber das ist es.  Den Zusammenhang zwischen Tageslicht und Stimmungslage kann man mittlerweile erklären: An kurzen und dunklen Wintertagen trifft zu wenig Tageslicht auf die Netzhaut der Augen. Aufgrund einer Nervenverbindung der Netzhaut mit der Zirbeldrüse (Epiphyse) bekommt auch diese mit, dass es an Tageslicht fehlt. Sie reagiert mit einer ungebremsten Ausschüttung von Melatonin. Dieses Hormon ist unter anderem für die Aufrechterhaltung des Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich. Die Folge der übermäßigen Melatoninkonzentration im Gehirn: Die innere Uhr gerät außer Takt. Die Menschen werden müde, schlapp und die Laune sinkt.

Es ist also erklärbar, was vielleicht gerade mit Ihnen passieren mag. Bitte bedenken Sie, wenn Sie merken, dass Ihnen nichts mehr Freude bereitet und Sie alleine nicht weiterkommen, suchen Sie sich professionelle Hilfe. Winterdepression kann alleine besiegt werden, sie kann aber auch Hilfe von außen benötigen.

Schon kleine Änderungen im Alltag, können große Veränderungen bringen:

Stehen Sie früh auf 

Stehen Sie mit dem Tageslicht auf. Das ist natürlich und gesund, denn darauf sind wir programmiert. Ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus kann einiges bewirken.

Keine Jalousien

Schlafen Sie mit dem Nachtlicht ein und erwachsen Sie mit dem Tageslicht. Wenn Sie aufwachen und in einem dunklen, kalten Zimmer liegen und es draußen ohnehin trist und dunkel ist, wird Ihre Laune umso mehr sinken. Wenn Sie mit dem wenigen Tageslicht, dass es gibt aufstehen und dieses nutzen, so wird sich Ihr Gemütszustand verbessern.

Nutzen Sie das Tageslicht – Raus mit Ihnen!

Es mag kalt, dunkel und ungemütlich sein, trotzdem ist „echtes“ Tageslicht drei Mal so intensiv wie Zimmerlicht. Gehen Sie jeden Tag zumindest für 20 Minuten raus. Gehen Sie spazieren oder joggen und tanken Sie Tageslicht, denn das ist es, was Ihnen fehlt.

Den richtigen Wecker wählen

Keiner steht gerne auf, wenn der Wecker uns aus dem Bett schreckt mit seinen qualvollen Tönen. Suchen Sie sich einen Weckton aus, der Ihnen gefällt und den Sie (vergleichsweise) gerne hören. Am besten nehmen Sie einen Song, der Sie motiviert, sodass Sie direkt aus dem Bett springen können. Umso schneller Sie aufstehen, umso einfacher und umso besser ist es.

Nutzen Sie den Morgen 

Gerade im Winter sollten Sie sich den Alltag schön gestalten. Wenn Sie aufstehen, könnten Sie direkt eine Runde spazieren gehen und schon haben Sie Tageslicht getankt. Da Sie früher aufgestanden sind, können Sie noch in aller Ruhe einen Kaffee trinken und sich ein warmes Frühstück zubereiten – am besten mit frischen Früchten, denn gesund essen ist wichtig im Winter! Danach vielleicht ein wenig Yoga, ein bisschen meditieren oder sich seine Lieblingsmantras vorsagen. Was auch immer Ihnen gefällt – bauen Sie es in Ihren Alltag ein.

Schaffen Sie sich Highlights

Die Wintermonate vergehen langsam, quälend, ermüdend. Wenn Sie ständig nur auf bessere Zeiten warten, dann wird sich die gefühlte Zeit verdoppeln. Schaffen Sie sich deswegen mindestens einmal in der Woche ein Highlight, auf dass Sie sich freuen. Gehen Sie Indoorklettern, Schwimmen, in die Therme, Rodeln, Skifahren, ins Kino, zur Massage, …

Bild: paul bica

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