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Auszeit, Entspannung, So einfach

Tiefste Entspannung

Von Nina Bayer am 19. August 2018

Wie finde ich die richtige Matratze? Was man beim Matratzen-Kauf beachten sollte:


Wie-einfach.de verrät uns: Laut Statistik verschlafen wir etwa 24 Jahre und 4 Monate unseres Lebens. Weil eine geruhsame Nacht so wichtig für unsere Regeneration ist, muss auch die Schlafstätte stimmen. Wer in sein Wohl investieren will steht vor einem breiten Angebot. Verschiedenste Modelle an Wasser- und Boxspringbetten, knallharte Futons, Unterlagen aus Latex oder klassische Federkern-Matratzen stellen den Verbraucher vor die Frage, was genau denn dem Körper wirklich gut tut. Eines vorab: Es gibt keine pauschalen Empfehlungen! Jeder muss eine individuelle Lösung finden, die für das Wohlbefinden ideal ist. Damit dies gelingt, bietet wie einfach wichtige Tipps rund ums Bett und sagt, worauf Sie unbedingt achten sollten, damit Sie die richtige Matratze kaufen.

Matratze kaufen: Der Härtegrad ist entscheidend

Welche Matratzenart am besten zu einem passt, richtet sich in erster Linie nach dem individuellen Schlafverhalten und der bevorzugten Schlafposition. Darauf sollten die unterschiedlichen Typen achten:

Seitenschläfer

Wer die Nacht bevorzugt in der „anspruchsvollen“ Seitenlage verbringt, sollte sich für eine hochflexible Schlafunterlage entscheiden, da die Hüfte in die Matratze einsinken muss, während die Taille von unten gegengestützt werden muss. Weshalb die Matratze ein Höchstmaß an Elastizität und Flexibilität aufweisen sollte. Stichwort hohe Punktelastizität!

Bauchschläfer

Bauchschläfer hingegen müssen darauf achten, dass die Matratze im Lendenwirbelbereich nicht zu weich ist, damit der Körper über Nacht nicht in eine Hohlkreuzlage gerät. Eine ausgeprägte Punktelastizität ist nicht erforderlich.

Rückenschläfer

Wer am liebsten in der Rückenlage schläft, benötigt eine Matratze, die die Wirbelsäule in eine entspannte Position bringt und diese von unten gut stützt. Eine hohe Punktelastizität ist auch beim Rückenschläfer nicht nötig.

Wichtig: Es gibt keine genormte, herstellerübergreifende Härtegrad-Definition. Diese Angaben variieren von Anbieter zu Anbieter. Darüber hinaus weist jedes Material unterschiedliche Härte-Eigenschaften auf. Aber aufgrund spezifischer Angaben wie Körpergröße, Körpergewicht, bevorzugte Liegeposition, eventuelle Rücken- und Wirbelsäulen-Probleme lässt sich mit mithilfe eines Matratzenspezialisten ganz gut ermitteln, welche Matratze speziell für Sie die Richtige ist.Tipp: Lieber vor Ort beraten lassen und Probe liegen, als falschen Online-Produktversprechungen zu vertrauen.



Kaltschaum, Federkern oder Latex?



Federkernmatratzen


Federkernmatratzen haben einen Kern aus Spiralfedern. Am hochwertigsten sind so genannte Taschenfederkernmatratzen, in denen die einzelnen Metallfedern in eine Tasche eingenäht sind. Diese gewährleistet ein punktuelles Einsinken und entlastet den Körper besser als herkömmliche Federkernmatratzen.

Latexmatratzen

Latexmatratzen zeichnen sich durch eine hohe Elastizität aus, die sie besonders weich und anpassungsfähig macht. Gut zu wissen: Matratzen aus Synthese-Latex weisen ein weitaus geringeres Feuchtigkeits-Transportvermögen sowie eine geringere Belüftung auf als 100% Naturlatex-Matratzen. Ein grundsätzlicher Nachteil ist, dass Latexmatratzen wesentlich schwerer als Schaumstoffmatratzen sind, was das regelmäßige Wenden der Matratze schwieriger gestaltet. Deshalb unbedingt darauf achten, dass diese Matratzen integrierte Tragegriffe haben.

Schaumstoffmatratzen

Früher hatten Schaumstoffmatratzen einen eher schlechten Ruf, doch so genannte Kaltschaummatratzen stehen Latexmatratzen in Sachen Elastizität in nichts nach. Allerdings gibt es große Qualitätsunterschiede: Hochwertige Schaumstoffmatratzen verfügen meist über mehrere Schichten, wobei die mittleren Lagen härter sind als die Außenschichten. Ein Qualitätsmerkmal ist das Raumgewicht der Matratze: Pro Kubikmeter sollten es laut Experten mindestens 40 Kilogramm Schaum sein.

Spezial-Matratzen für Rückenerkrankungen und Allergien

Inzwischen gibt es zahlreiche orthopädische Spezial-Matratzen für Menschen mit Halswirbel- oder Lendenwirbel-Problemen, sowie Matratzen mit speziellen waschbaren Bezügen für Allergiker, die beispielsweise unter Hausstaub-Allergien oder Neurodermitis leiden. Besonders bei Problemen mit der Wirbelsäule wäre ein mehrtägiges „Probeschlafen“ sinnvoll.
Tipp: Ab einer Matratzenbreite von 140 Zentimetern sollten Paare lieber auf zwei separaten Unterfederungen und Matratzen im Doppelbett schlafen, statt auf einer durchgängigen Matratze. Denn auf einer gemeinsamen Matratze wird der Schlaf immer wieder durch die Bewegungen des Partners (im Durchschnitt dreht sich jeder Mensch etwa 60-mal pro Nacht) gestört. Zudem sorgt das – in der Regel – unterschiedliche Gewicht für eine einseitige Absenkung der Matratze.

Entscheidend fürs Bett: Das richtige Lattenrost

Damit sich Rückenmuskulatur und Bandscheiben in der Nacht möglichst gut regenerieren können, sollte auch das Lattenrost die Wirbelsäule in jeder Schlafstellung entlasten. Experten raten zu Lattenrosten mit hochflexiblen Schichtholz-Leisten, die sich jeder Liegeposition anpassen können und den Lendenwirbelbereich optimal stützen. Unflexible Leisten fördern eine Kuhlenbildung der Matratze und vermindern die Lebensdauer der Schlafunterlage. Optimal sind Bettensysteme, bei denen Lattenrost und Matratze vom selben Hersteller stammen und aufeinander abgestimmt sind.

Garantie und Umtauschrecht beim Matratzenkauf

Qualitativ hochwertige Matratzen begleiten uns rund 25.000 Stunden durch die Nacht – das entspricht bei durchschnittlich 8 Stunden Schlaf pro Nacht gute 8 Jahre. Die Haltbarkeit hängt jedoch auch von der Art der Matratze ab: Kaltschaummatratzen können mit der Zeit an Härte verlieren und zur Kuhlenbildung neigen. Bei Latexmatratzen tritt die Kuhlenbildung kaum auf, weshalb sich diese Matratzen besonders für schwerere Menschen eignen. Deshalb sollte man beim Kauf nach Möglichkeit 10 Jahre Garantie vereinbaren. Ob eine Matratze ergonomisch wirklich die Richtige ist, weiß man erst, wenn man darauf darauf geschlafen hat. Im Schnitt benötigt man etwa 4 bis 6 Wochen um, um eine klare Aussage treffen zu können. Daher sollte man ein Umtauschrecht vereinbaren, welches mindestens 6 Wochen gilt.

Hygiene und Pflege

Damit die Matratze gleichmäßig belastet wird und die Elastizität auch über viele Jahre erhalten bleibt, muss sie regelmäßig gedreht und gewendet werden – am besten bei jedem Bettwäschewechsel. Regelmäßiges und gründliches Lüften der Matratze beugt einer Keim- und Schimmelbildung vor. Außerdem empfiehlt es sich, die Matratze hin und wieder mit einer weichen Bürste zu reinigen. Ein kurzes Sonnenbad wirkt Wunder, da die UV-Strahlen die Keime in der Matratze abtöten.

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