Die Idee zum Blog “We upcyle - 30 Tage 30 Dinge” entstand im Zuge einer Diplomarbeit an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Die beiden Studentinnen Lisa Schultz und Magdalena Akantisz machten es sich zur Aufgabe über 30 Tage hinweg, täglich nützliche und schöne Dinge aus Abfall zu bauen und diese auf ihrem Website vorzustellen. Damit wollen sie zeigen, dass Müll nicht wertlos ist und jede beziehungsweise jeder selbst wertvolle Dinge aus scheinbar Unbrauchbarem herstellen kann. Die Idee des Upcycling ist mittlerweile weit verbreitet und bezeichnet im Prinzip nichts anderes als Recycling mit meist sehr angenehmen Nebeneffekten: Denn Produkte aus Materialen und Objekten, die wir sonst wegwerfen würden sind - wenn selbstgemacht - natürlich kostenlos und benötigen zur Herstellung einen weit geringeren Energieaufwand als neue Produkte. Und sind nebenbei ebenso ein Zeichen des Protests gegen die Wegwerfgesellschaft. So kann eine schicke Handtasche aus gebrauchten Espresso-Kapseln entstehen, eine alte Waschmaschinenschüssel zur hübschen Obstschale umfunktioniert werden und nicht mehr verwendbare Kletterseile zu einer wandelbaren Sitzgelegenheit “verhäkelt” werden.

Mit ihrem Blog wollen die beiden Studentinnen die Menschen zum Mitmachen und Selbermachen motivieren. Wer selbst Upcycling-Ideen und -Designs hat, ist eingeladen, diese an die beiden Initiatorinnen zu senden. Für jeden gesendeten Beitrag wird der Blog um einen Tag verlängert. Dass auch dieses Konzept des Mitmachens für die Plattform ganz gut funktioniert, lässt sich ganz einfach am mittlerweile 352. Beitrag (Stand 1. April - kein Scherz) feststellen. Das neue Ziel “365 Tage 365 Ideen” scheint also in nicht allzu weiter Ferne zu sein.
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