Über Entscheidungen eine Nacht zu schlafen, hilft tatsächlich
Es ist nicht nur ein so dahin gesagtes Sprichwort, nein, wichtige Entscheidungen noch einmal zu verschieben und dazwischen eine Nacht zu schlafen, hilft uns tatsächlich dabei uns für das Richtige zu entscheiden. Wissenschaftlich bewiesen haben dies nun die Sozialpsychologen Maarten Bos und Amy Cuddy und berichten darüber im Blog der Harvard Business Review.
Denn sämtliche Informationen, die um das aktuelle Problem kreisen, werden von unserem Hirn auch unbewusst verarbeitet. Selbst in der Zeit, wenn wir uns nicht mit der Thematik befassen oder idealerweise sogar wenn wir überhaupt nicht daran denken. Und nicht bewusst gedacht wird schließlich vorwiegend bei der sanften Nachtruhe.
Experimente mit Studierenden zeigten, dass unsere Schaltzentrale Gehirn dahindösend Unwichtiges von Wichtigem trennen kann. Die Teilnehmenden dieses Experimentes von Bos sollten sich nach Präsentation diverser Autotypen für das ihrer Meinung nach Beste entscheiden. Hierfür wurde ihnen eine Vielzahl von Aspekten zur Verfügung gestellt, jedoch relativ viele positive, dafür irrelevante Aspekte und nur wenige Essenzielle. Bei denjenigen, die sich sofort entscheiden mussten, fiel die Wahl zum überwiegenden Teil auf das Gefährt mit den meisten unwichtigen Eigenschaften. Diejenige, die vor Entscheidungsfindung mit anderen Tätigkeiten abgelenkt wurden, trafen die sinnvolleren Entschlüsse aufgrund der relevanteren Faktoren.
Idealerweise also besorgt man sich vor voreiligen Beschlüssen sämtliche Fakten, die es dazu zu wissen gibt, legt sich anschließend gemütlich nieder und läßt sein Unterbewusstsein eigenständig arbeiten. Am nächsten Tag noch einmal die Informationen durchgegangen, hat man die besten Chancen mit der eigenen Entscheidung wirklich glücklich zu werden.
Wenn die Zeit allerdings nicht reichen sollte für einen Schlummer zwischendurch, dann empfiehlt sich Ablenkung anderer Art: Sport, Musik oder ein Buch. Hauptsache, das Hirn ist kurz befreit von der drängenden Aufgabe.
via: imgriff.com; Bild: Flickr/ flattop341









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