Jetzt auf LoungeFM

Mashup 95 Mashup 95
DISCO DELUXE

Download

Über Entscheidungen eine Nacht zu schlafen, hilft tatsächlich

Michaela Ambos, 27. Januar 2012, Jetzt kommentieren

Über Entscheidungen eine Nacht zu schlafen, hilft tatsächlichEs ist nicht nur ein so dahin gesagtes Sprichwort, nein, wichtige Entscheidungen noch einmal zu verschieben und dazwischen eine Nacht zu schlafen, hilft uns tatsächlich dabei uns für das Richtige zu entscheiden. Wissenschaftlich bewiesen haben dies nun die Sozialpsychologen Maarten Bos und Amy Cuddy und berichten darüber im Blog der Harvard Business Review.

Denn sämtliche Informationen, die um das aktuelle Problem kreisen, werden von unserem Hirn auch unbewusst verarbeitet. Selbst in der Zeit, wenn wir uns nicht mit der Thematik befassen oder idealerweise sogar wenn wir überhaupt nicht daran denken. Und nicht bewusst gedacht wird schließlich vorwiegend bei der sanften Nachtruhe.

Experimente mit Studierenden zeigten, dass unsere Schaltzentrale Gehirn dahindösend Unwichtiges von Wichtigem trennen kann. Die Teilnehmenden dieses Experimentes von Bos sollten sich nach Präsentation diverser Autotypen für das ihrer Meinung nach Beste entscheiden. Hierfür wurde ihnen eine Vielzahl von Aspekten zur Verfügung gestellt, jedoch relativ viele positive, dafür irrelevante Aspekte und nur wenige Essenzielle. Bei denjenigen, die sich sofort entscheiden mussten, fiel die Wahl zum überwiegenden Teil auf das Gefährt mit den meisten unwichtigen Eigenschaften. Diejenige, die vor Entscheidungsfindung mit anderen Tätigkeiten abgelenkt wurden, trafen die sinnvolleren Entschlüsse aufgrund der relevanteren Faktoren.

Idealerweise also besorgt man sich vor voreiligen Beschlüssen sämtliche Fakten, die es dazu zu wissen gibt, legt sich anschließend gemütlich nieder und läßt sein Unterbewusstsein eigenständig arbeiten. Am nächsten Tag noch einmal die Informationen durchgegangen, hat man die besten Chancen mit der eigenen Entscheidung wirklich glücklich zu werden.

Wenn die Zeit allerdings nicht reichen sollte für einen Schlummer zwischendurch, dann empfiehlt sich Ablenkung anderer Art: Sport, Musik oder ein Buch. Hauptsache, das Hirn ist kurz befreit von der drängenden Aufgabe.

via: imgriff.com; Bild: Flickr/ flattop341

Das könnte Dich auch interessieren

Das aufklappbare Büro

Marianne Schoen, 25. Januar 2012, Jetzt kommentieren

Wer hat sich an einem schönen, warmen Tag nicht schon einmal gedacht, lieber draußen in der Natur als drinnen im Büro zu sein? Eine originelle Lösung für alle, die trotzdem arbeiten müssen, hat Designer David Ajasa-Adekunle geschaffen: Tetra-Shed, ein Gartenbüro oder -atelier.

Ein aufgeklapptes Tetrashed-Büro, innen buchenfurniert.

Konzentriert arbeiten mit einer großen Portion Frischluft fürs Gehirn und trotzdem nicht das Gefühl des Eingesperrtseins haben ist das Ziel dieses Konzepts. Die “Fenster” lassen sich beliebig ausklappen und in verschiedensten Variationen kombinieren.

Das aufklappbare BüroDas aufklappbare Büro

Wer mehr Platz als für zwei Personen braucht, kann auch mehrere Module aneinanderkoppeln und somit zum Beispiel einen Schulklassenraum erschaffen. Die Außenwand muss auch nicht schwarz sein, wie auf den hier zu sehenden Abbildungen, sondern ist in jeder Ral-Farbe verfügbar.

Ein geschlossenes Büro, das aussieht wie ein schwarzes Kubus.

Konzipiert ist das Outdoor-Büro nicht nur für den Sommer, sondern für das ganze Jahr - wo da aber die Heizung versteckt ist, wäre noch eine lohnenswerte Frage. Auf den Markt kommen soll Tetra-Shed 2012, vorerst in Großbritannien.

Infos: www.treta-shed.co.uk, via: www.notcot.org

Das könnte Dich auch interessieren

Der durchsichtige Mensch oder Astronautenfutter für alle

Marianne Schoen, 06. Januar 2012, Jetzt kommentieren

Mojito-Kugeln, Schlagobers-Würfel, ein wabenförmiges Papaya-Sorbet mit Yoghurtmantel. Klingt eigenartig? Nein, wir phantasieren nicht, sondern wir spielen gerade eventuelle Zukunftsmusik. Philips Design hält dies nämlich für eine Möglichkeit, wie wir in 15 bis 20 Jahren unsere Mahlzeiten gestalten könnten.

Der durchsichtige Mensch oder Astronautenfutter für alle

Einzig durch Drücken von Tasten kann man also zukünftig festlegen, welche Substanzen man in seinem Essen haben möchte und wieviel. Ebenso kann man das Aussehen bestimmen - eine Gerüststruktur, Kugeln und Quader sind nur einige mögliche Formen. Die gewünschte Minimalspeise wird zusätzlich auf die Bedürfnisse des Körpers zugeschnitten sein, die mit dem zweiten Konzept dem “Nutrition Monitor” ermittelt werden.

Der wäre aber wohl umstritten, da er zu einem “gläsernen” Menschen führen würde, wo der Computer sämtliche Körperfunktionen kennt und überwacht. Bei dem Konzept von Philips würde man eine Kapsel schlucken, die den Körperhaushalt zum Beispiel auf Wasser, Fett oder Salz prüft und dies auf einem externen Gerät anzeigen kann, das die jeweilige Tagesverfassung auch für einige Tage speichert. Somit soll man in Erfahrung bringen können, was der Körper gerade braucht und genau das diesem zuführen.

Der durchsichtige Mensch oder Astronautenfutter für alle

Klingt interessant, aber bedenklich. Fix ist dennoch nix, denn Ziel dieser teils provokanten Konzepte ist nicht eine Eins-zu-Eins-Umsetzung für den Markt, sondern vor allem die Diskussion darüber um dadurch Inputs erlangen, die dem Konzern dabei helfen, Signale frühzeitig zu erkennen und auf die richtigen Trends setzen zu können.

Bilder: © Philips – Philips Design, Food Design Probes, via: www.todayandtomorrow.net

Das könnte Dich auch interessieren

Multitasking? Ich taske mono.

Isabell Rehm, 04. Januar 2012, Jetzt kommentieren

Multitasking? Ich taske mono.Wieviele Menschen müssen sich die Kritik anhören, sie seien nicht multitasking-fähig? Doch jetzt dürfen genau diese aufatmen, denn ein Experiment der “University of Oregon” hat ergeben, dass “Monotasking” nicht nur mehr Konzentration sondern auch andere Vorteile mit sich bringt.

Multitasking bedeutet, sich mit mehreren Dingen gleichzeitig zu beschäftigen, beispielsweise während einer Konferenz E-Mails zu beantworten. Peter Bregman zeigt jedoch, welche Nachteile Multitasking beinhaltet und stellt sich freiwillig der Herausforderung, es doch mal monotask zu versuchen.

Der schönste Nebeneffekt des Fokussierens die Intensität. Egal mit wem oder was man seine Zeit verbringt, man ist ausdrücklich mit demjenigen beschäftigt und genießt das Zusammensein auf einer ganz neuen Ebene. Da auch nichts anderes gerade Aufmerksamkeit benötigt, geht man viel gemütlicher und ruhiger mit seinem Gegenüber um.

Des Weiteren nutzt man seine Zeit bedachter. Dinge, die besonders viel Konzentration benötigen, schiebt man oft vor sich her und erledigt lieber die kleinen Aufgaben. Als Mono-Tasker stellt man sich diesen Projekten schneller, fokussiert allein auf diese Arbeit und lässt sich nicht so leicht von anderen Erledigungen ablenken. Dadurch befreit man sich ebenfalls vom dauernden Stress, alles auf einmal machen zu müssen, weil man seinen Tag konzentrierter regelt und diesem Ablauf folgt.

Bild: Flickr/ Daquella manera, via imgriff.com

Das könnte Dich auch interessieren

Zukunftsvision: Der autarke Energiekreislauf für Zuhause

Marianne Schoen, 01. Januar 2012, Jetzt kommentieren

Alchemiekundige versuchten durch die Jahrhunderte unedle Metalle zu Gold werden zu lassen. In unsere Zeit umgesetzt, bedeutet das, Müll in Energie zu verwandeln. Eine futuristische Entwicklung eines autarken Energiekreislaufes wurde Ende Oktober von Philips Design bei der Dutch Design Week 2011 in Eindhoven vorgestellt: Microbial Home, ein in sich geschlossenes Umweltsystem zu Hause, das Abfälle verwertet, damit Energie produziert und die Geräte somit selbst versorgen kann.

Das Microbial Home-Konzept in einem Raum.

Dessen Bio-Kocher besteht aus einem Gasherd und einer Arbeitsplatte mit integriertem Abfallzerkleinerer für organische Produkte. Betrieben wird der Herd mit Methangas, das von den Bakterien erzeugt wird, die für die Zersetzung der Stoffe zuständig sind. Aus dem Abwasser der Toilette werden Abfallstoffe gefiltert und damit Bio-Gas erzeugt. Ein Beleuchtungskörper wird ebenfalls mit dieser Energie gespeist.

Die Upcacling-Maschine, die aussieht wie ein Gitarrenkörper mit Einfüllstutzen.

Ein Tisch mit integrierten, unterschiedlich dicken Terracotta-Behältern zur Aufbewahrung verschiedenster Lebensmittel - auch Fleisch - soll den Kühlschrank ersetzen. Eine Upcycling-Maschine wiederum kann Kunststoffe abbauen um damit essbare Pilze anbauen zu können. Allerdings nur solange diese Taschen oder Verpackungen keine giftigen Substanzen beinhalten.

Zur eigenen Honigerzeugung liefert die Firma ein Konzept für einen privaten Bienenstock. Der auf der Außenmauer eines Gebäudes befestigte Teil bietet den Bienen die Möglichkeit draußen Honig zu sammeln. Über einen Verbindungstunnel gelangen sie in den im Wohnbereich befindlichen Part, die Wabe, von der dann geerntet werden kann.

Der Bienenstock, zweigeteilt. Außen der Blumenkasten in Form eines rieseigen Prozellantropfens, innen die spiralförmige Wabe in einer Glashaube.

Interessant ist die künstlerische Gestaltung zwischen wüstem Futurismus und Gerätschaften, die an Doc Emmet Browns Frühstücksmaschine aus „Zurück in die Zukunft III” erinnern. Dadurch wirkt das Konzept etwas uneinheitlich und in den Kinderschuhen befindlich, setzt aber vollkommen auf die richtigen Ideen für eine Zukunft, in der man auf die Rohstoffe achten muss. Wiederverwendbarkeit und Nachhaltigkeit sind die Stichwörter.

Bilder: ©Philips - Philips Design, Microbial Home; Infos unter: Philips Design und Dutch Design Week, via: LilliGreen

Das könnte Dich auch interessieren