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Die Kunst des Essens

Alexandra Koch, 02. September 2010, Jetzt kommentieren

Die Kunst des EssensEssen ist nicht nur irgendein Faktor unseres Lebens, sondern einer der Wichtigsten. Genau deswegen ist es besonders entspannend, gesund und wohltuend, sich für die Mahlzeiten Zeit zu nehmen und aufmerksam zu essen. Das geht auch ganz einfach in wenigen Schritten:

  1. Versuchen Sie, Ihrem Essen die ganze Aufmerksamkeit zu schenken und nebenbei nichts anderes zu tun.
  2. An einem Tisch isst es sich wesentlich besser als im Stehen oder unterwegs und so ist man auch weniger zum „Snacken” zwischendurch verführt.
  3. Schon allein das Vorhandensein einer Mahlzeit und das geschmackvolle Aussehen sollte genossen und gewürdigt werden.
  4. Jede Mahlzeit wird durch aufmerksames Essen ein Erlebnis und jede einzelne Geschmacksknospe kann sich daran erfreuen.
  5. Häufiges Kauen verstärkt nicht nur den Geschmack, sondern hilft auch den Verdauungsorganen.
  6. Wenn eine Mahlzeit in kleine Stücke zerteilt ist, dann sieht die Portion gleich größer aus und es fällt auch leichter, weniger zu essen.
  7. Mit anderen Personen zu essen macht Spaß.
  8. Die Qualität der Speise ist wichtiger als deren Quantität.
  9. Es ist immer ein gutes Gefühl, zu wissen, was in einem Gericht enthalten ist. Deswegen sollten wir uns alle zumindest ab und zu Zeit zum Kochen mit frischen Zutaten nehmen.

Mit ein bisschen Aufmerksamkeit wird auch Ihr Essen ganz einfach zu einer Kunst und jede Mahlzeit zu einem Erlebnis. Und haben wir uns das nicht alle verdient?

via: zenhabits.net; Bild: stock.xchng / Robertz65

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Abenteuer recycelt und nun auch tragbar

Michaela Ambos, 30. August 2010, Jetzt kommentieren

The Real Deal BrazilWir freuen uns immer, wenn Leserinnen oder Leser uns Vorschläge zusenden - ganz besonders gefallen hat uns dabei The Real Deal Brazil. Denn hierbei werden im übertragenem und dann im getragenem Sinne Abenteuer recycelt. Zumindest spielen sich diese im eigenen Kopf ab, auf dem man vielleicht schon eines derer Modelle trägt: Hüte und Taschen, hergestellt aus LKW-Planen, die in ihrem einstigen Arbeitsleben auf Lastern quer durch ganz Brasilien im Einsatz waren und allen tropischen Witterungen getrotzt haben.

Und herauskommen absolute Einzelstücke sowie Kleidung mit einer wirklichen Geschichte. Welchen Wettereinflüssen hat das Material wohl getrotzt, was wurde damit transportiert oder hat sich einmal ein wildes Tier darauf niedergelassen? Fragen, die man sich bei herkömmlichen Produkten wohl kaum stellen wird. Aber vielleicht hat ja dieser Hut oder dieser Rucksack schon mehr erlebt, als Sie selber?

The Real Deal BrazilThe Real Deal Brazil

Jedoch klingt das Ganze nicht nur abenteuerlich sondern ist darüberhinaus ziemlich gut durchdacht und beweist Umweltfreundlichkeit und Fairness gegenüber seinen Herstellenden: Jedes einzelne Accessoire wird in Handarbeit von brasilianischen Familien gegen fairen Lohn und unter guten Arbeitsbedingungen hergestellt. Und jede Plane bekommt hiermit ein zweites Leben geschenkt wodurch unsere Umwelt ebenso profitiert.

Weitere Informationen: www.realdealbrazil.eu

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Die Rettung naht - Ars Electronica 2010

Michaela Ambos, 25. August 2010, Jetzt kommentieren

Ars Electronica 2010Tagtäglich erreichen uns neue Katastrophenmeldungen, die jedoch zumeist von uns Menschen selbst geschaffen wurden - sei es durch Umweltverschmutzung, Globalisierung oder sonst eines der ebenso häufig zu hörenden Schlagworte. Daher versammelt die heurige Ars Electronica unter dem Motto „REPAIR - sind wir noch zu retten” Pioniere und Visionäre aus aller Welt, die an Auswegen aus diesem selbstgegrabenen Dilemma suchen. Und absolut optimistisch setzt man auf den Slogan bewusst kein Fragezeichen, denn die Veranstaltenden sind davon überzeugt, dass diese nun hier nicht gestellte Frage, gemeinschaftlich mit einem klaren “Ja” beantwortet werden kann.

Ohne Pessimismus, sondern inklusive einem begeisterten und begeisternden Lustmachen auf einen Paradigmenwechsel werden in über 200 Konferenzen, Ausstellungen, Performances und Konzerten neue Technologien präsentiert, diese jedoch ebenso im Vorfeld kritisch hinterfragt.

Ein riesiger Pluspunkt zeigt sich dieses Jahr zudem in der Location: Wurden früher verteilt an verschiedenen Orten in Linz die Projekte vorgestellt, kann man 2010 das gesamte Festival ausschließlich in der Linzer Tabakfabrik, einem der schönsten Industriebauten Österreichs, erleben. 1930 bis 1935 erweitert von den Architekten Peter Behrens und Alexander Popp, wurde mit dem weitläufigen Fabrikkomplex eine der konsequentesten Industriebauten des Funktionalismus geschaffen und ist mit über sämtliche alle Etagen verteilten, unglaublichen 80.000 Quadtratmeter nicht nur Bühne, sondern als denkmalgeschütztes Bauwerk selbst Ausstellungsstück.

Auf ein Treffen mit Asimo

Ein weiterer Höhepunkt ist sicherlich ein persönliches Kennenlernen mit ASIMO, einem der am weitesten entwickelten Roboter der Welt. Und mit diesem stellt sich auch die Frage, wie Roboter unser alltägliches Leben in Zukunft beeinflussen werden? Was, wenn jeder und jede von uns bald einen ASIMO an seiner beziehungsweise ihrer Seite hat?

Verabschieden jedoch werden wir uns von Plastiktüte, Fernsehröhre, Verbrennungsmotor sowie Glühbirne. Und jenen und anderen einstigen Symbolen für Moderne und Fortschritt wird das „Requiem for Dying Species” gewidmet. Spannend darüberhinaus sind diverse Präsentationen zur Wahrnehmungsforschung, worin sich die Grenzen zwischen digitalem und realem Raum auflösen und welche beispielsweise Anwendung bei Computerspielen oder sonstigen Unterhaltungsindustrie findet.

Und auch die Musik kommt nicht zu kurz - von akustischen Instrumenten bis Elektronik ist alles vertreten: Mit der Langen Konzertnacht 2010 beispielsweise begibt man sich auf einen akustischen Spaziergang durch die Linzer Tabakfabrik, wobei auch die verschiedenen Räume als Instrument benutzt werden, wie etwa im Hochregallager, wo der Hall über zwölf Sekunden lang zu hören ist.

Der Fixpunkt Klangwolke visualisiert am 4. 9. ein vielleicht bahnbrechendes Eisenbahnprojekt der Zukunft. Zum Soundtrack von Peter Valentin wird dem Publikum ein Überschall-Event-Experiment vorgestellt: Baby Jet, ein unterirdischer Magnetzug, der im Vakuumtunnel mit Überschallgeschwindigkeit fährt und mit 1200 km/h zum Beispiel in neun Minuten von Wien nach Linz fahren könnte. Und dabei handelt es sich nicht einmal um Zukunftstechnologie, sondern all dies wäre bereits machbar und könnte in den nächsten Jahren den Flugverkehr, der ja auf bald knapp werdenden fossilen Ölreserven basiert, ablösen.

Und wem nach all diesen Erkundungstouren die Füße etwas schmerzen, der findet ebenso schnelle und entspannte Abhilfe im festivaleigenen Wellness-Bereich, wo man sich die zurückgelegten Kilometer einfach wieder wegmassieren lässt.

Weitere Informationen: Ars Electronica 2010
REPAIR - sind wir noch zu retten, 2. - 11. September / Linz, Tabakfabrik

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Ein Film übers Glücklichsein

Michaela Ambos, 23. August 2010, Jetzt kommentieren

Fragen Sie irgendjemand auf der Straße, was sein oder ihr Ziel im Leben ist, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit “Glücklichsein” als Antwort bekommen. Aber was macht uns eigentlich glücklich? Was macht Glück aus? Geld? Freunde? Familie? Arbeit? Oder doch etwas ganz anderes? Genau diesen Fragen und noch mehr versucht die Dokumentation “HAPPY” auf den Grund zu gehen:

Auf einer Reise quer über den Globus befragt Regisseur Roko Belic einerseits Wissenschafter und Wissenschafterinnen, die sich in neurologischer und psychologischer Hinsicht mit dem Phänomen Glück beschäftigen, ebenso wie “einfache” aber dennoch außergewöhnliche Menschen aus 14 verschiedenen Ländern und versucht auch mittels derer berührenden Geschichten hinter das Geheimnis, des am meisten herbeigesehnten Gefühls der Welt zu kommen.

via: SwissMiss

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Eine erste Vorschau auf die kommende Viennale

Michaela Ambos, 20. August 2010, Jetzt kommentieren

Viennale 2010Vom 21. 10. bis 3. 11. 2010 ist es wieder soweit und fast ganz Wien sitzt verzaubert vor der großen Leinwand. Denn dann heißt es Viennale und heute gab es in einem Presse-Gespräch schon eine kleine Vorschau auf das, was uns im Herbst Cineastisches erwarten wird: Nämlich rund 130 Filme, die im Rahmen des Festivals zum größten Teil Österreich-Premiere feiern und dann auch das einzige Mal im Kino zu bewundern sind. Schließlich findet ein Großteil der Filme all zu oft keinen österreichischen Verleih und so ist die Viennale in vielen Fällen die einzige Chance, diese Perlen der Filmwelt im Kinosaal zu erleben.
Darüberhinaus gab es selten soviele Kurzfilme im Programm - doppelt so viele wie im letzten Jahr und darunter viele Vertreter aus heimischen Gefilden.

Ein großer Vorteil der Viennale ist, dass sich diese selbst kein übergeordnetes System in der Auswahl der Filme auferlegt. So ist jeder Film gleichwertig das Herz des Festivals. Oder um es mit den Worten von Viennale-Direktor Hans Hurch zu sagen: “Es ist Besonderheit und Luxus zugleich, dass sich die Viennale keinen allgemeinen Einschränkungen oder Reglements zu unterwerfen hat. Die Viennale ist weder Wettbewerbsfestival noch ist es ihr Anspruch, internationale Uraufführungen zu präsentieren. Sie ist weder auf spezifische filmische Formate wie dokumentarisches Kino, Kurzfilm oder Experimentalfilm spezialisiert noch ein klassisches Genre- oder Autorenfestival. Die Viennale ist nichts von alledem und dennoch all dies in einem zugleich. Darin besteht der Luxus, dass man sich frei bewegen kann in all den Formen, Formaten, Ideen und Vorstellungen von Kino. Frei, uneingeschränkt und neugierig.”

Trotzdem lassen sich in der heurigen Selektion ein paar Strömungen ausmachen, wie beispielsweise ein Fokus auf Komödien oder Erzählungen über Jugend in den verschiedensten Kulturen. Als besonders sehenswert erweist sich sicherlich die Retrospektive Eric Rohmers, in Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum: Einer der ganz großen Regisseure der Filmgeschichte, der nicht nur das französische Kino geprägt hat aber nichtsdestotrotz viel zu unbekannt geblieben ist. Sein gesamtes Werk gibt es vom 7.10. bis 4.11. 2010 zu bewundern und soll somit lebendig gehalten und einer jüngeren Generation vorgestellt werden.

Darüberhinaus können wir uns auf ein Tribut an die zu unrecht vergessene Ikone Larry Cohen, den stoischen Kameramann William Lubtchansky sowie Special Programs für noch junge Künstler wie den kanadischen Filmemacher Denis Côté oder den österreichischen Avantgardefilmemacher Siegfried A. Fruhauf freuen.

Und wer nun wieder Lust auf Kino bekommen hat: Der Vorverkauf beginnt am 16. Oktober 2010 - weitere Informationen finden sich auf Viennale.at.

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