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Knock On Wood Knock On Wood
Amii Stewart

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Der Tag danach: Try to get your head clear

Martin Zellhofer, 31. Mai 2010, Jetzt kommentieren

Wie Sie den Kater wieder los werdenDas nächste Fest, die nächste Party oder das nächste Wochenende kommen bestimmt. Und da wird wieder gefeiert, getanzt, gelacht und getrunken - mitunter auch zu viel getrunken. Doch was tun, wenn am nächsten Tag der Kopf brummt und der Magen grummelt und man dieses Gefühl wieder loshaben will?

Wir haben uns umgehört, was denn im Bekanntenkreis so gegen einen Kater getan wird: Simone schwört darauf, nach einem feucht-fröhlichen Abend noch vor dem zu Bett gehen ein extra großes Glas Wasser zu trinken, um einen möglichen Brand im Vorfeld zu bekämpfen. Das hält auch den Kopf klar, behauptet sie. Philipp nimmt beim Niederlegen im Fall des Falles zwei Aspirin, Edith schwört auf ein Reparatur-Seidl am Tag danach, Elisabeth frühstückt Rollmops… Alle diese Varianten haben jedoch auch Nachteile. Viel Wasser im Bauch könnte in der Nacht aus dem Bett zwingen, ob zwei Aspirin gesund sind, sei dahingestellt, ein Reparatur-Seidl ist nicht nur bedenklich, sondern in der Früh auch schwer vorstellbar, ebenso der Fisch auf nüchternen oder in unserem Fall eben nicht-nüchternen Magen. Ich für meinen Teil schlafe ja gerne länger, aber was tun, wenn die Arbeit ruft?

Eine Alternative für’s fit werden am Tag danach bietet die „Too drunk Emotibomb” von Lush, eine kleine Bombe voll mit kurierenden Inhaltsstoffen, die man sich in die Dusche mitnimmt.

Das Unternehmen Lush, das seit den späten 1970ern ursprünglich in Großbritannien - unter verschiedenen Namen und Geschäftsmodellen - handgemachte Kosmetika herstellt, betreibt heute mehr als 400 Shops in 35 Ländern. Und diese Kosmetika sehen nicht nur zum Anbeißen aus und duften wie Blumenwiesen und Bonbongeschäfte, sie entsprechen auch selbst auferlegten ethnischen Grundsätzen: Lush stellt fast 300 Produkte her, davon sind alle vegetarisch, 171 zusätzlich vegan und 154 sind ohne Konservierungsstoffe. Keines der Produkte wird an Tieren getestet. Wird ein für die Herstellung notwendiger Bestandteil unter widrigen Umständen gewonnen oder hergestellt, verzichtet die Firma ganz auf dessen Verwendung. So geschehen zum Beispiel bei Palmöl, für dessen Produktion sehr viel Regenwald geopfert wird.

Die „Too drunk Emotibomb” besteht aus so schönen Zutaten wie Zitronensäure, Pfefferminzöl, Tagetesöl, Orangenöl, Fenchelöl, Schokolinsen und diversen ätherischen Ölen. Zusammengesetzt ergibt das ein kleines, handliches, nach Frische riechendes Teil, das ich erst mal ein paar Tage in meinen Zimmer angenehmen Geruch verbreiten lasse - das steigert die Vorfreude. Dann ist es so weit: Nach einer Party miaut der Kater in meinem Kopf und ich nehme die Bombe mit in die Dusche. Es zischt, es sprudelt und prickelt, es riecht intensiv und frisch und ich atme tief durch. Das erfrischt für kurze Momente auch innerlich, leider dauert der Spaß nicht lang. Rasch fließt das vermeintliche Wundermittel in den Ausguss…

Und der Kater? Bleibt. Zum Frühstück esse ich dann zur Sicherheit doch auch einen Rollmops. Und später lege ich mich wieder hin. Frisch geduscht und gut riechend. Gearbeitet wird später…

Bild: flickr/ boliston

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Im Interview mit 78plus: Alter Schlager trifft zeitgemäße Elektronik

Martin Zellhofer, 16. Januar 2010, Jetzt kommentieren

Das heimische Quartett 78plus verbringt viel Zeit mit dem Hören von alten Schellacks - dem Vorläufer der Vinylschallplatte - aus den 1920ern bis hinein in die 1950er Jahre, extrahiert aus diesen einzelne Klänge oder Akkorde und bastelt daraus, durchmischt mit einer Prise Elektronik, zeitgemäße und zumeist tanzbare Musik im Spannungsfeld zwischen Pop, House, Drum & Bass, Chanson, Swing und Jazz. LoungeFM hat die vier zum Interview gebeten und dabei einiges über Schellacks und die Arbeitsweise der Ästhetiker erfahren.

78plus

LoungeFM: Alte Schellacks sind die Ausgangsbasis für Eure musikalische Arbeit, alte Schlagerklänge die Grundlage Eurer Stücke. Wie seid Ihr denn auf die Idee gekommen, damit zu arbeiten?

78plus: Als Elektroakustiker ging es uns anfangs primär um den Klang der Schellacks, um die Beschäftigung mit dem Medium an sich, insbesondere im Kontrast zu digitaler Bearbeitung. Allein schon die tausenden verschiedenen Arten von Rauschen und Knistern - ein Traum für jeden Klangtüftler! Erst durch die Beschäftigung damit wurde uns bewusst, was für eine Welt an Musik sich da auftat: Nicht nur die Entstehung des Jazz, sondern die Entstehung der Popularmusik überhaupt wurde plötzlich nachvollziehbar. Außerdem hat die Schellack durch ihre auf circa drei Minuten begrenzte Spieldauer pro Seite bis heute das Format des Songs geprägt.

LoungeFM: Wie kommt der Schlager in Eure Stücke? Verbringt ihr eure Tage damit, euch durch alte Schellacks zu hören?

78plus: Teilweise ist das tatsächlich so, allerdings passiert das oft ein bisschen unbewusst, da wir die Schellacks schon digitalisiert haben und dann einfach auf CD oder im Mp3-Player durchhören. Dabei sticht immer wieder etwas Besonderes ins Ohr, das sich samplen lässt. Oft ist das nur ein einzelner Klang oder Akkord, manchmal eine kurze Phrase oder ein Groove, aber nie eine komplette Melodie. Letzteres würde unserer Ethik des Samplens widersprechen, wir wollen ja etwas Eigenständiges komponieren.

LoungeFM: Wie bezeichnet Ihr denn die Musikrichtung, die Ihr da kreiert habt?

78plus: Der Grundkontext, in dem unsere Musik entsteht, liegt irgendwo zwischen Pop, House, Electro, Drum & Bass, Chanson, Swing und Jazz. Wer will, kann Pop dazu sagen.

LoungeFM: Hört man sich Eure Stücke an, merkt man, dass auch die Texte eine Mischung aus Altem und Neuen sind. Gibt es eine inhaltlich verbindende Klammer, wollt Ihr mit euren Texten etwas ausdrücken?

78plus: Unserer Meinung nach sollten diejenigen, die Texte schreiben, auch etwas zu sagen haben. Zwar ist der Klang der Worte genauso wichtig, aber eine gewisse Aussage ist immer vorhanden, sei sie auch noch so abstrakt. Beim ersten Album „Im Denkturm” ging das mehr in eine politisch-sozialkritische Richtung, beim zweiten Album „Wandelwelt” gab es sogar ein Thema, das sich durch alle Stücke zog, nämlich das Verhältnis von Mensch und Technik.

LoungeFM: 2008 ist Euer bis dato letztes Album „Wandelwelt” erschienen, wann kann man mit neuem Material rechnen?

78plus: Da sind wir gerade dran! Es gibt zwar noch keinen genauen Masterplan, aber wir werden 2010 definitiv etwas herausbringen. Was genau das sein wird, entscheidet sich noch.

LoungeFM: Aktuell steuert Ihr die Musik zu dem Theaterstück „Welche Krise?” des aktionstheater ensemble bei, das im März auch in Wien im 3raum - Anatomietheater gezeigt wird. Könnt Ihr uns kurz umreißen, worum es in diesem Stück geht?

78plus: In „Welche Krise?” geht es um das Gelingen und Scheitern von Lebensentwürfen. Die Schauspielerinnen erzählen aus ihren Biografien, im Verlauf des Stücks wird unversehens eine Handlung erkennbar. Unsere Musik ist keine bloße Untermalung, sondern treibt diese Dramaturgie voran, indem wir nicht einfach Zwischenmusik einstreuen, sondern Teil der Handlung sind.

Das gesamte, ausführliche Interview lesen Sie hier.

78plus hier zum Reinhören und Downloaden:
78plus

Bild: (c) Florian Auer

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Gut, frisch, gesund, bio und frei Haus

Martin Zellhofer, 12. Januar 2010, Jetzt kommentieren

Täglich frisches GemüseSie achten auf Herkunft und Geschmack Ihrer Lebensmittel? Sie haben es gerne frisch und bio, der Weg zum Markt ist Ihnen aber zu weit? Dann haben wir eine Alternative für Sie entdeckt: Der Biohof Adamah liefert Obst und Gemüse aus kontrolliert biologischem Anbau direkt vor Ihre Haustüre.

Eine Fahrt durch die „Kornkammer Österreichs”, das Marchfeld, lässt schnell erkennen: In diesem Landstrich wird intensiver, wenig abwechslungsreicher Ackerbau betrieben. 1997 haben Sigrid und Gerhard Zoubek dort einen Hof übernommen und mit der zuvor praktizierten und im Marchfeld nach wie vor üblichen Ackerbauweise - wenige Feldfrüchte großflächig angebaut und mit wenig Personal maschinell bearbeitet - radikal gebrochen. Die beiden haben ihre Landwirtschaft sofort auf biologische Wirtschaftsweise umgestellt und ihren Hof „Biohof Adamah” getauft. Der Begriff „Adamah” stammt aus dem Hebräischen und bedeutet „Ackerboden”, „lebendige Erde” oder auch „Mensch”. Auf ihren Hof übertragen, ergänzen Sigrid und Gerhard die Bedeutung um die Begriffe „gesunder Boden, gesunde Produkte und gesunde Menschen”.

Erklärtes Ziel des Hofes ist es, möglichst vielen Menschen ehrlich und authentisch Information über biologische Landwirtschaft zu vermitteln, mit Kunden und Kundinnen neue Qualitätsstandards zu erarbeiten -  nicht die äußere Optik eines Produkts zählt, sondern die inneren Werte - und diese sanft auf eine mögliche konsumkritische Haltung hinzuweisen.

Angebaut werden nicht die ertragreichsten Sorten, sondern die geschmacklich besten, viel Wert wird zudem auf den Anbau älterer und die Kultivierung von bis dato nicht in der Region vorkommenden Kulturen gelegt. Im Sommer gedeihen am Hof bis zu 60 verschiedene Kulturen Frischgemüse und diverse Getreidesorten. Roggen, Weizen und Dinkel werden täglich zu frischem Brot und Gepäck verarbeitet, die Rosenberger Mühle stellt daraus Teigwaren her. Was der Hof nicht selbst produziert, wie beispielsweise Obst und Spargel, wird in Kooperation mit lokalen Biobauern und -bäuerinnen bereit gestellt, was nicht in Österreich wächst, wird im Bio-Großhandel zugekauft.

2001 begann der Hof mit der Zustellung der „Adamah Kistl” vor die Haustüre. Idee dahinter war die Ansicht, „dass es der Landwirtschaft viel besser gehen würde, wenn diese auch Verantwortung für die Vermarktung übernehmen würde. Für mich war es wichtig, dass die Produkte, die auf ADAMAH erzeugt werden, möglichst direkt zum Kunden hin vermarktet werden”, so Gerhard Zoubek, denn Lebensmittel sollen nicht als anonyme Ware betrachtet werden.

Das Kistl kann in verschiedenen Größen zu verschiedenen Preisen mit verschiedenen Inhalten erworben werden. Winterbedingt finden sich darin jetzt lagerfähige Produkte wie Karotten, Sellerie, Pastinaken, gelbe Rüben, Petersilwurzeln, rote Rüben oder verschiedene Kartoffelsorten und als Draufgabe Rezepte. Das lieferbare Angebot scheint aber schier unerschöpflich zu sein: Wurst, Fleisch, Käse, Brot, Eier, Milchprodukte, Kräuter und Öle, Säfte - eine genaue Liste findet sich auf der Website des Hofes.

Bei mir steht das Kistl regelmäßig vor der Tür. Ich schätze die Abwechslung, die manchmal „exotischen” Früchte, den sanften Druck all die gesunden Dinge auch zu essen wenn sie schon mal im Haus sind und den Vorteil, das nicht alles selbst in den fünften Stock tragen zu müssen.

Den gesunden Service des Biohof Adamah haben übrigens auch andere Anbieter im Portfolio, wie beispielsweise der Biohof Achleitner oder Biowichtl.

via: Biohof Adamah; Bild: stock.xchng/ Dawn Allyn

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Jetzt haben wir den Salat

Martin Zellhofer, 23. Dezember 2009, Jetzt kommentieren

Wer kennt das nicht? Die Mittagspause ist kurz, die Nahrungsaufnahme muss schnell vor sich gehen, man greift zum Fast-Food. Pizza, Burger, Hot-Dog und Kebap mögen köstlich sein, die darin enthaltenen Stoffe Fett, Zucker und Cholesterin sind auf Dauer aber natürlich ungesund.

Dass es schnell und trotzdem auch anders gehen kann, beweist der Saladroom in der Wiener Innenstadt. Dort bereiten Salat-Artisanen und -Artisaninnen vor den Augen ihrer Kundschaft aus einer großen Auswahl an Zutaten in einer garantierten Wartezeit von allerhöchstens acht Minuten einen Salat nach Wahl zu.

Genießen im Saladroom

Die Idee dazu kam dem 31-jährigen WU-Absolventen Andreas Kotal im Rahmen eines längeren Aufenthalts in Kanada, wo er in Toronto Salatbistros kennen und schätzen gelernt hat. Weil solche Lokale in Wien nicht existierten, Andreas aber zuhause nicht auf gesunden und schnellen Salat verzichten wollte und schon lange von einem eigenen Unternehmen geträumt hat, griff er zur Selbsthilfe und eröffnete im März 2009 kurzerhand sein eigenes Salat-Fastfood-Bistro.

In seinem Lokal in der Weihburggasse im Ersten Bezirk wählt die Kundschaft entweder zwischen frisch zubereiteten Empfehlungen des Hauses oder sie stellen sich aus unzähligen Leckereien einen Salat nach Wunsch zusammen. Beim Anblick der ansprechenden, über sechs Meter langen Salatbar bleibt die Qual der Wahl zwischen klassischen und exotischen Zutaten wie getrockneten Cranberries, Shi-Take Champignons, braunem Reis, schwarzen Bohnen oder grünen Äpfeln. Auch die Auswahl an dazugehörenden Dressings ist beachtlich. Salat-Wraps, warme Burritos, warme Reis-Bowls, Suppen und süße, leichte Joghurts ergänzen das Angebot. Wenn möglich kommen die Zutaten aus Österreich, sind bio und frisch.

Eilige bestellen telefonisch oder per E-Mail vor oder lassen sich ihre Mahlzeit innerhalb Wiens zustellen. Wer nicht vor Ort essen möchte, lässt seine Speisen einfach einpacken. Der Familienbetrieb beschäftigt im Moment fünf Mitarbeitende und konnte sich bereits eine zufriedene Stammkundschaft aufbauen - auch wir sind begeistert. Kommendes Jahr wird das Angebot um ein Catering-Service und zwei weitere Standorte in Wien erweitert, 2011 soll in die Bundesländer expandiert werden.

Weitere Infos: Saladroom

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