Kommt Erholung einfach von selbst?
Es wird immer wichtiger, in der Freizeit neue Kraft zu tanken, gesund und leistungsfähig zu bleiben. Doch wie erholt man sich am besten von der Arbeit?
Um herauszufinden, welches die richtige Erholung für gestresste Menschen ist, führten zwei Psychologinnen von der Universität Konstanz ausführliche Umfragen in Deutschland und der Schweiz durch. Die Wissenschafterinnen interessierte, wie sich abendliche Freizeitaktivitäten auf die Stimmung am Morgen auswirken.
Die Studie ergab: Wie sich die Teilnehmenden morgens fühlten, hing davon ab, was sie abends in ihrer Freizeit gemacht und wie gut sie geschlafen hatten. Klingt eigentlich logisch. Teilnehmende, bei denen die Gedanken abends noch um die Arbeit kreisten, fühlten sich am nächsten Tag müde und schlecht. Als erholt empfanden sich hingegen jene, die am Abend abgeschaltet und in der Nacht tatsächlich geschlafen hatten. Ebenso völlig nachzuvollziehen.

Positiv auf die Stimmung am Morgen wirkte sich weiterhin aus, wenn sich die Teilnehmenden am Abend durch einen Spaziergang, Musikhören oder Meditation bewusst entspannt hatten oder einer herausfordernden Freizeitbeschäftigung - Sport, einem neuen Hobby oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit - nachgegangen waren. Erholung tritt in der Freizeit also definitiv nicht von selbst ein.
Die Studie rät also, am Feierabend von der Arbeit abzuschalten und sich einem Hobby oder der Familie und Freundeskreis zu widmen. Und wirklich ganz bewusst eine Grenze zwischen Arbeit und Freizeit zu ziehen.
via: Harald Sturm bewegt Menschen; Bilder: stock.xchng/ Johanna Ljungblom; flickr/ pfala



„Die Stille ernährt, der Lärm verbraucht”, hat Reinhold Schneider einmal gesagt. Wir sehnen uns heute vielleicht deshalb so sehr nach Stille, weil der Lärm der Gegenwart, der mit seinem hektischen Anspruch rund um die Uhr auf uns eindringt, so kräftezehrend ist. Die Erfahrung Reinhold Schneiders ist dabei nichts Neues.
Denken Sie beim Stichwort To-do-Listen an Menschen, die Organisation zum Selbstzweck machen? Oder an eigene Listen, die Sie nur in solchen Momenten aufstellen, in denen Sie sich so gar nicht zu einer „ordentlichen Arbeit” aufraffen können (und die Sie hinterher nie wieder in die Hand nehmen)? Die Antwort ist: Listen sind echte Organisationsprofis.
Zu wenig Schlaf, zu wenig Kraft, zu viel zu erledigen, zu bedenken, zu entscheiden. Zu wenig Erholung und Entspannung, zu viel Stress und Zeitdruck. Wir sollten unsere eigene Energie, eine knappe, aber erneuerbare Ressource viel besser managen. Es geht dabei jedoch nicht darum zu einer Energiesparlampe zu mutieren. Es kommt viel mehr darauf an, wieder Energiespitzenwerte zu erreichen, die verfügbare Kraft gezielter einzusetzen, sie effektiv für richtige Dinge einzusetzen.