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Unser Album der Woche: Valerie - Ich Bin Du Bist

Eduard Mastalski, 19. Dezember 2011, Jetzt kommentieren

Valerie - Ich Bin Du BistDer Chanson hat eine lange Geschichte. Traditionell aus Frankreich stammend, haben einige Deutschsprachige ihn - nicht ohne Lehrjahre in Frankreich und auf französisch singend - versucht zu adaptieren und waren dabei äußerst erfolgreich, man denke nur an Reinhard Mey. Valerie Sajdik liefert auf der CD “Ich Bin Du Bist” ihre Interpretation des deutschsprachigen Chansons, auch wenn sich zwei französischsprachige Beispiele darauf wiederfinden lassen.

Mit ihrer lieblichen und verspielten Stimme dominiert Valerie die 14 Lieder des Albums, was ja auch gerechtfertigt ist, schließlich ist die Musik im Chanson immer schon Nebensache gewesen, was bitteschön nicht heißt, dass sie nicht überzeugen würde. Es muss der Hörerin und dem Hörer eben bewusst sein, dass hier keine Gitarren- oder anderweitige Instrumentsoli zu erwarten sind. Trotzdem bleiben die Kompositionen sauber und transportieren die notwendige Grundlage für den Text.

Gerade bei letzteren kann einen die Platte überraschen: Wenn Valerie zum Beispiel bei “Drei Minuten” zu einer zuckersüßen Melodie mit einer ebensolchen Stimme darüber singt, wie “drei Minuten purer Hass” Medizin sind und Möglichkeiten aufzählt, unangenehme Mitmenschen im Gedanken zu foltern, dann schwingt sie ihre Ironieklinge sehr nah an solchen Größen des Absurden wie Die Ärzte.

In der Tracklist findet sich eine deutliche Trennung zwischen den ersten sieben Liedern - im Booklet erfährt man, dass es sich um den “Ersten Teil” handelt - und den zweiten sieben Liedern, folgerichtig dem “Zweiten Teil”. Die Trennung wird textlich klar: Der Erste Teil - dem Titel des gesamten Werks folgend könnte man ihn mit “Ich Bin” überschreiben -  nutzt Introspektive und Perspektivismus und beherbergt dabei einen herrlich unterhaltsamen Durchschnitt aus Gesellschaftskritik und Reflexion. Im Gegensatz dazu steckt der Zweite voll von notwendigen Geschichten und Überlegungen zum Zwischenmenschlichen.

So spricht jeder der zweiten sieben Songs zu einem imaginären Gegenüber, ob es nun um die Bitte geht, nicht immer Antworten haben zu müssen (”Einmal Im Leben”) oder das “Du” direkt angesprochen wird (”Wie Du bist”) oder die Welt zuletzt in eine Affektionsbeziehung gesetzt zum endlosen Gegenüber wird, auf dem man ist “um sie sich anzusehen” (”Mimosenkleid”). Damit wird wiederum die Brücke zum ersten Teil geschlagen und das Album abgerundet.

Insgesamt ist “Ich Bin Du Bist” ein starkes Stück Musik: Einerseits kann man es im Hintergrund hören und wird ruhig durch den Tag getragen. Wenn man sich aber andererseits dazu entschließt, sich näher auf die Werke einzulassen, entdeckt man spannende Erzählungen, witzige Betrachtungen und unkitschige Liebesszenen, die für Kurzweil sorgen. Die Texte der ersten Hälfte sind einige der geistvollsten, die die deutschsprachige Musik in den letzten zehn Jahren hervorgebracht hat. Und jene der zweiten Hälfte stoßen nicht einmal einem eingefleischten Liebeslied- und Schnulzenhasser sauer auf.

Alles in allem eine unterhaltsame Platte, die den deutschsprachigen Chanson genauso umsetzt, wie er wohl von den Franzosen erdacht wurde.

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Kabelsalat war gestern

Eduard Mastalski, 18. Dezember 2011, 1 Kommentar

Kabelsalat war gesternDas Ladekabel fürs Smartphone, das USB-Kabel für die Digitalkamera, das Firewire-Kabel für die externe Festplatte und überhaupt die Stromkabel für Computer, Bildschirm, Modem und so weiter und so fort: Es sieht oft furchtbar aus unter unseren Schreibtischen. Und dass eben jenes Gewirr das Putzen nicht gerade einfacher macht, trägt zur Lösung dieses Umstands nicht gerade bei.

Hilfe kommt von Cablox: Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Organizer für Pin-Nadeln ist eigentlich ein geniales Kabel-Sortiersystem. In den Zwischenräumen der flexiblen Plastik-”Stängel” lassen sich alle Kabel durchschnittlicher Haushaltsgröße nach Belieben führen und bleiben fest an ihrem Ort, so dass Kabelsalat nicht mehr möglich ist. Die Rückseite des Cablox ist noch dazu selbstklebend, womit auch sicherer Halt des Gadgets auf oder unter dem Schreibtisch gewährleistet ist.

Kabelsalat war gesternEin wenig mehr Ordnung für unsere Arbeitsplätze, die noch dazu in stylischem Gewand daherkommt - was will man mehr. Nur das eine Mal unter den Tisch kriechen und alle Kabel auseinander wirren, das bleibt uns trotzdem nicht erspart.

Bilder: cablox.com via: ilovegadgets.de

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Wer wird denn gleich so abweisend sein?

Eduard Mastalski, 12. Dezember 2011, Jetzt kommentieren

Winter, Schnee und vor allem Matsch: Ein Albtraum für jeden Schuh-Afficionado, besonders wenn man auf die sportlichen - allerdings leider auch sehr sommerlichen - Sneaker steht. Man kann imprägnieren wie man will: Vielleicht bleiben die Zehen ja trocken, jedoch der Straßendreck, der im Schneematsch steckt, bleibt und ruiniert den Schuh. Oder zwingt einen zumindest stundenlang zu putzen.

Aber hier kommt die Rettung: Neverwet hat ein Spray entwickelt, das sich auf Kleidung auftragen lässt und sie “super-hydrophob” macht. Das heißt im Klartext: Flüssigkeiten jeglicher Art haben keinerlei Chance, auf der behandelten Oberfläche haften zu bleiben. Im Gegensatz zum imprägnieren kann also eine Flüssigkeit gar nicht auf einer Oberfläche Halt finden, wobei die Imprägnierung nur das “Durchdringen” des Stoffes durch die Flüssigkeit verhindert. Mehr als deutlich zeigt die Wirkungsweise das folgende Video:

Nebenbei wird es sogar für Bakterien schwerer sich festzusetzen und zu vermehren, was die Anwendungsgebiete des Sprays nochmals ausweitet. Also: Sneaker wieder raus aus dem Schrank, warme Einlagen rein und den Winter gemütlich und sauber überstehen.

via: chilloutzone.net

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Die beste Kamera ist die, die man immer dabei hat…

Eduard Mastalski, 09. Dezember 2011, Jetzt kommentieren

… und was man immer in der Tasche hat, ist wohl das Smartphone. Die kleinen Alleskönner sind Telefon, MP3-Player, Notizbuch und Taschenkalender in einem. Und eben auch Kamera. Allerdings wird letztere noch immer stiefmütterlich gebraucht, da die Qualität meist zu wünschen übrig lässt und Speicherplatz oft knapp bemessen ist. Aber es gibt doch immer wieder Schnappschüsse, die man möglichst bald seinen Freundinnen und Freunden zeigen möchte, hat dann allerdings ein Problem: Der Moment, den man eingefangen hat, sieht als Foto einfach nicht so toll aus wie man dachte. Irgendetwas fehlt. Foto-Apps können da weiterhelfen und wir stellen heute zwei günstige - eine davon ist gar gratis - für Android-Handys vor:

Retro Camera: Insgesamt stehen in dieser Gratis-App sechs verschiedene “Kameras” zur Wahl, die die jeweiligen Spezifika ihrer Vorbilder aus der analogen Welt emulieren und immer ein wenig verrückte Namen haben: So sehen die Bilder, die mit der App-Kamera “Xolaroid 2000″ geschossen werden, aus wie digitale Ebenbilder von kultigen Polaroids. Jene, die mit der “Bärbel” gennanten Kamera der App gemacht werden, ähneln den Resultaten, die man mit einer “Lomo” erzielen konnte.

Es ist zwar - wie ebenso bei den analogen Vorbildern ohne dementsprechende Objektive - nicht möglich zu zoomen und die Konfigurationsmöglichkeiten für die einzelnen Kameras sind nicht sehr umfangreich, aber das sind Kleinigkeiten, die das Erlebnis und den Spaßfaktor kaum trüben. Die einfache Bedienung - zum Beispiel kann man meist durch einen Klick auf einen Schalter an der “Kamera” zwischen Schwarz-Weiß und Farbe wechseln - macht daraus eine perfekte Einsteiger-App für alle, die ihre Fotos ein wenig aufpeppen wollen.

Paper Camera: Wem das zu altmodisch ist, der bekommt im Android Market um ein paar Cent die Paper Camera. Die App lässt einen Fotos durch die verschiedensten Filter schießen, die allesamt einen eher comic-haften- ja gezeichneten Touch haben. Insgesamt elf verschiedene Filter bietet die Anwendung, von “Aquarello”, der einen impressiven Stil kreiert, bis hin zu “Gotham Noir”, ein düsterer Schwarz-Weiß-Filter, der Stimmungen wie aus Batmans Heimatstadt erzeugen soll.

Das beste Feature an der App ist, dass man auch bereits geschossene Fotos in sie hineinladen und durch die diversen Filter verändern lassen kann. Leider fehlt jedoch hier der Zoom und diverse Handy-Blitze werden nicht unterstützt, aber alles in allem ein spaßiges und günstiges Spielzeug, das durchaus sehenswerte Ergebnisse bringt.

Bilder: Eduard Mastalski

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Mixtape-Wichteln

Eduard Mastalski, 05. Dezember 2011, Jetzt kommentieren

Mixtape-WichtelnNoch keine Idee, wie man die Vorweihnachtszeit im Büro feiern soll? Probiert es doch mit “Wichteln” - in Österreich bekannter unter dem Namen “Engerl-Bengerl” - , einer Möglichkeit, sich gegenseitig zu beschenken, ohne dass dabei persönliches Interesse im Vordergrund stehen könnte und eine spaßige noch dazu, wenn man versucht herauszufinden, wer der oder die Schenkende war.

Einen Schritt weiter geht die Facebook-Gruppe “Mixtape-Wichteln“: Die Grundidee ist dieselbe, jedoch gibt es eine Themenvorgabe und passend zu dieser soll man nun ein “Mixtape” - es kann natürlich auch eine “Mix-CD” sein -  zusammenstellen und an zufällig ausgeloste Teilnehmende der Aktion verschicken. Grundsätzlich gilt dabei, dass man, wenn man ein Mixtape bekommen will im Gegenzug auch eines schicken muss und dass die personenbezogenen Daten nur zum angegeben Zweck benutzt werden. Also warum nicht jemand Fremdem eine Freude mit einer kleinen Auswahl aus dem persönlichen Musikfundus zum vorgegeben Thema machen?

Wem das Weitergeben seiner Adresse an Dritte überhaupt nicht recht ist, die Idee aber gut gefällt, der oder die kann Folgendes überlegen: Wieso nicht am Arbeitsplatz, in der Klasse oder im Freundeskreis ein privates “Mixtape-Wichteln” organisieren, vielleicht passend zur Jahreszeit mit dem Thema “Weihnachten”. Und dann hoffen, dass “Last Christmas” nicht erklingt, sobald man das Geschenk in den Player einlegt.

via: neon.de Bild: flickr.com/Daniel Oines

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