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Heidi Bruehl                 Heidi Bruehl
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Kartenprojektion für unterwegs

Bernhard Schinwald, 10. Januar 2011, Jetzt kommentieren

Orientierungsinn ist ja bekanntlich keine Gabe, die jedem Menschen in gleichem Ausmaße mitgegeben wurde. Oft amüsiert es uns, Geschichten von Menschen zu hören, die sich auf peinlichste Weise verlaufen und manchmal sind wir selbst die Protagonisten dieser Geschichten. Irren ist menschlich, am Weg irren also allemal.

Diesem Problem Abhilfe zu verschaffen war aber nie ein Ding der Unmöglichkeit - viel eher ein Ding der Umständlichkeit. Denn Landkarte oder Stadtplan sind nicht immer bei der Hand und stets auf die Anweisungen und Ratschläge fremder Passanten und Passantinnen angewiesen zu sein, macht auch keinen Spaß.

Kartenprojektion für unterwegs

Aber: Jedem Problem sein lösendes Gadget. Und das liefert uns in diesem Fall Maptor. Dieses Ding, obwohl kaum größer als ein Feuerzeug, weiß dank integriertem GPS immer wo man sich gerade befindet und verrät es einem auf einer virtuellen Karte, die sich auf jede beliebige Fläche projezieren lässt. Sollte sich allerdings keine finden lassen, reicht auch schon mal die eigene Handfläche, um sich zeigen zu lassen, wo man sich denn gerade befindet und wie der weitere Weg auszusehen hat. Bildgröße lässt sich, genauso wie der Zoomfaktor, beliebig erweitern und verringern. Zusammengehalten wird der Maptor von biologisch abbaubarem Plastik. Gut Ding, also.

Sich nie wieder zu verlaufen, ist zwar keineswegs garantiert - mit dem Maptor wieder nach Hause zu finden, ist dann allerdings kein Problem mehr. Vorausgesetzt natürlich die kleine Hilfe bleibt kein Konzept sondern wird tatsächlich einmal auf den Markt gebracht.

via: Yanko Design

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Das Licht, das Licht verschwindet nicht

Bernhard Schinwald, 02. Januar 2011, Jetzt kommentieren

Das Licht, das Licht verschwindet nichtIn einer ihrer umstrittensten Verordnungen hat die EU-Kommision vor einigen Jahren festgestellt, dass handelsübliche Glühbirnen den Großteil ihrer Energie der Wärmeabgabe und nur einen kleinen Teil dem Leuchten - also ihrem eigentlichen Zweck - widmen, daher nicht mehr als Lampe verkauft werden können und somit in kommenden Jahren schrittweise aus den Ladenregalen verschwinden werden.

Für Siegfried Rotthäuser, leitender Mitarbeiter der Essener Ingenieursgesellschaft IgH, war diese Vorordnung - und speziell deren Wortlaut - Inspiration für eine “neue Erfindung”. Bereits kurze Zeit später präsentierte er den “Heatball”. Hierbei handelt es sich um einen Miniaturheizkörper in Form einer gläsernen Birne, der mithilfe eines Gewindes in eine Fassung eingedreht werden kann. Dadurch kann Strom in die Birne fließen, einen kleinen Metallfaden erhitzen und somit Wärme erzeugen.

Es drängt sich die Frage auf, was diese Neuheit von einer Glühbirne unterscheidet? Nun ja … nichts. Lediglich die Bezeichnung ist eine andere. Denn die EU-Anweisung besagt keineswegs, dass Glühbirnen verboten werden, sie verbietet lediglich ihren Verkauf als Leuchtkörper.

Gegen diese Miniaturheizung wird also nur schwer etwas einzuwenden sein, schließlich wird die Energie primär zur Wärmegewinnung genutzt. Dass der “Heatball” dabei auch leuchtet, sei ein “technisch bedingter Nebeneffekt”, der vom Produzenten nicht kontrolliert werden könne und bei bewusstem Kauf somit auch “keinen Reklamationsgrund” darstelle, wie Rotthäuser nicht versäumt klarzustellen. Einen Unterschied gibt es allerdings doch: Im Gegensatz zu den Glühbirnen, verfügt der Heizkörper nicht über eine künstlich begrenzte Lebensdauer: “Der Heatball kann viel länger heizen”, so der Vater des Projekts.

Die Idee entstammt eigentlich einer Blödelei unter Kollegen, wurde aber schnell ernst, als Rotthäuser die EU-Verordnung ein weiteres Mal und genauer las. Die ersten 1000 Stück an 75- und 100-Watt-Birnen (beide im heimischen Handel nicht mehr erhältlich) ließ er in China produzieren und waren nach kurzer Zeit vergriffen.

Wann und ob es eine neue Lieferung geben wird und ob sich der Essener Ingenieur künftig dauerhaft mit dem kleinen Heizelement seine Brötchen verdienen will oder ob seine Unternehmung nur als Beitrag satirischer Aktionskunst zu verstehen ist, bleibt vorerst offen. Sicherheitsheitshalber hat sich Siegfried Rotthäuser aber schon mal den Heatball als Marke schützen lassen.

via zeit.de/martenstein und ftd.de, Bild: flickr.com/kubina

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Spielerisch Energie gewinnen

Bernhard Schinwald, 28. Dezember 2010, Jetzt kommentieren

Was wissen wir über Energie? Energie braucht man unter anderem um etwas erwärmen oder bewegen zu können. Und wie entsteht Energie? Energie entsteht nicht, sie wird umgewandelt. Das heißt wenn sich etwas bewegt oder etwas erwärmt wird, wird beispielweise Energie nicht erzeugt, sondern umgewandelt. Und wie kann man Energie zu elektrischen Strom machen? Indem man die Energie einfängt und die elektrischen Strom umwandelt. Dafür sind aber sicher aufwendige technische Geräte nötig, oder? Nein, keinesfalls! Ein bisschen Kreativität und Innovationsgeist reichen da schon mal aus.

Wie zum Beispiel die Mint Energy Rechargeable Battery. Diese wird doch bloßes Schütteln oder Wackeln aufgeladen. Bewerkstelligt wird das Ganze von Generatoren, die in die Batterien integriert sind und die Energie der Bewegung in Strom umwandeln. Große Geräte oder Geräte, die permanent Strom brauchen, können mit diesen Batterien zwar nicht viel anfangen, aber für die Fernbedienung soll es allemal reichen.

Einen noch spielerischen Zugang, um Batterien aufzuladen, bietet das E-Rope. Dabei handelt sich um nichts anderes als ein herkömmliches Springseil, mit dem Unterschied, dass sich in den Griffen an den beiden Enden des Seiles Aufladestationen verbergen, die mit der Energie des schwingenden Seils Akkus wiederaufladen. Zwanzig Minuten sollen reichen, um zwei AA-Batterien wiederzubefüllen und nebenbei hat man noch was für den eigenen Körper getan.

Für den eigenen Körper kann man aber auch was machen, indem man Fahrrad fährt. Wie man diese Bewegung in Strom umwandelt kann, weiß jeder und jede, der oder die schon einmal sein Fahrradlicht mit einem Dynamo betrieben hat. Nun ist es aber nicht immer notwendig mit Licht zu fahren - den Dynamo kann man aber trotzdem benutzen, beispielsweise um den Akku des Handys aufzuladen. Nokia liefert dafür das nötige Gadget. Das kann sich auch schon mal als praktisch erweisen, wenn einen unterwegs der Akku verlässt: Einfach ein paar Runden fahren und man kann in Ruhe weitertelefonieren.

Wie man sieht, kann es also ziemlich leicht sein, spielerisch oder mit Alltäglichem Strom zu gewinnen. Also einfach nach ähnlichen Gerätschaften Ausschau halten, denn diese sind nicht nur praktisch und erleichternd, sondern auch ganz im Sinne der Nachhaltigkeit von Energie und somit gut für unsere Umwelt.

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Wenn der Ohrwurm wieder einmal tief sitzt…

Bernhard Schinwald, 21. Dezember 2010, Jetzt kommentieren

Wenn der Ohrwurm wieder einmal tief sitzt...Allseits bekannte Situation: Man ist den lieben langen Tag unterwegs mit einer Melodie im Ohr, deren Titel und Interpreten man nicht kennt oder einem einfach nicht einfallen will. Klar, man kann es anderen Menschen vorsingen, um an die ersehnten Informationen zu kommen. Ein Unterfangen, dass jedoch erfahrungsgemäß entweder an der mangelnden Fähigkeit des oder der Zuhörenden, die Melodie zu erkennen oder an der mangelnden Fähigkeit, die Melodie ordnungsgemäß wiederzugeben, scheitert.

Um etwaigen Peinlichkeiten zuvor zu kommen, singen Sie Ihren Ohrwurm doch einfach dem japanischen Internetdienst Midomi vor. Der hört sich das in Ruhe an, verzichtet dabei auf Grimassen des Unverständnisses oder Grauens und sagt Ihnen mit erstaunlich hoher Trefferquote, um welches Lied es sich handelt. Zur Sicherheit bietet er einen Ausschnitt des Originals oder Interpretationen aus der Internetgemeinde zum Vergleich.

Midomi verfügt über eine umfangreiche Musikdatenbank, die von den Usern der Plattform durch eigene Aufnahmen im Midomi-Studio gefüllt werden. Sollte ein Stück also nicht erkannt werden, kann man - ganz im Sinne des Web 2.0 - die Lücke mit eigenem Beitrag füllen. Einmal registriert steht einem darüberhinaus das Standardset an Social-Media-Funktionen (eigenes Profil, Freunde/Fans, Messaging, Feedback etc.) zur Verfügung, um redlich am Communityleben teilhaben zu können. Natürlich sind alle Dienste auch als Apps für die gängisten Smartphones verfügbar.

Also wenn der Ohrwurm wieder einmal tief sitzt, einfach rauslassen und damit obendrein noch eine ganze Webcommunity bereichen. So einfach ist das!

Bild: Flickr/ Julian Rodriguez Orihuela

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Die Neuerfindung des Skiflugs

Bernhard Schinwald, 12. Dezember 2010, Jetzt kommentieren

Die Extremsportsszene ist ja nicht dafür bekannt, lange auf neue verrückte Sportarten warten zu lassen. Erlaubt ist alles, hauptsache es ist spektakulär anzusehen und das Adrenalin kommt nicht zu kurz. Irgendwie lässt sich immer wieder einer neuer, aufregender Weg finden, von irgendwo herunterzuspringen.

Die frischeste Art sich von einem Berg fallen zu lassen, nennt sich Speed Flying und das hat innerhalb weniger Wintersaisonen bereits im gesamten Alpengebiet Einzug gehalten. Speed Flying ähnelt dem Paragleiten mit dem Unterschied, dass nicht angelaufen wird, um abzuheben, sondern ein übliches Paar Ski und eine halbwegs steile Piste die Startvoraussetzungen bilden. Einmal die richtige Geschwindigkeit erreicht, betätigt man die Ruder des Gleitschirms und beginnt sanft über die Felsvorsprünge des Berges zu schweben. Durch die Anfahrt mit Skiern können allerdings im Gegensatz zum Paragleiten hörere Geschwindigkeiten, teilweise bis zu 120 km/h, erreicht werden. Ein spezieller Gleitschirm sorgt darüberhinaus für mehr Wendigkeit und Flexibiliät in der Bewegung.

In verschiedenen Skigebieten in Österreich, Frankreich und der Schweiz wurden bereits die nötigen Umstände geschaffen und Speed Flying offiziell angeboten. Allerdings ist für einen legalen Flug eine Gleitschirmlizenz notwendig. Denn so einfach es auch aussehen mag, wäre es für Unerfahrene doch noch zu gefährlich - für Profis allerdings ein weiterer Weg den hohen Adrenalinbedarf zu decken.

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