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Auszeit, Entspannung

Wie man aufhört sein Smartphone zu checken

Von Kristin Natalie Urbanek am 4. Oktober 2018

Wie lange bleibt eine Arbeits-E-Mail im Durchschnitt ungelesen? Was würden Sie sagen? 5 Minuten? 30? 1 Stunde? 
6 Sekunden. Im Durchschnitt bleiben 70 Prozent der E-Mails, die die Arbeit betreffen, 6 Sekunden lang ungelesen.

Unsere ständige Erreichbarkeit nimmt uns einen großen Teil unserer Entspannung und täglichen Auszeit, denn E-Mails und Anrufe können auch nach Feierabend jederzeit mit ein paar Klicks beantwortet werden. Das Wort „Abschalten“ verliert immer mehr an Bedeutung – sei es für Sie selbst oder für Ihr Mobiltelefon. Manche Menschen entwickeln sogar eine richtige Angst davor, nicht erreichbar zu sein. Mittlerweile gibt es dafür sogar einen Begriff: Die Nomophobie – die Angst vor der Unerreichbarkeit.

Was können wir tun, um wieder im Hier und Jetzt anzukommen und aufhören, ständig auf unser Telefon zu starren und es alle paar Minuten zu checken, ob wir eh nicht eine besonders wichtige Nachricht verpasst haben? 

Wie man aufhört sein Telefon zu checken:

  1. Sagen Sie ich „will“ und nicht ich „muss“ 
    So wie Sie auf Ihre körperliche Hygiene achten, sollten Sie auch auf Ihre gedankliche Hygiene achten. In Studien wurde festgestellt, dass Frauen, die ein Ziel im Fitnesscenter erreichen wollten um 80 Prozent bessere Ergebnisse erzielten, wenn Sie sagten „Ich will dieses Workout nicht verpassen“ anstatt „Ich muss dieses Workout machen“.
  2. Distanz schaffen
    Wenn Sie Ihr Telefon nicht unbedingt benötigen, dann legen Sie es weg. Am besten an einen Ort, an dem es gut erreichbar aber aus dem Sinn ist, wie beispielsweise Frankreich. Spaß beiseite. Wann immer Sie Ihr Handy entbehren können, legen Sie es in ein anderes Zimmer oder auf die andere Seite des Zimmers. Wenn Sie es nicht in Griffweite haben, ist es leichter nicht daran zu denken, was Sie eventuell gerade verpassen könnten.
  3. Verwenden Sie eine „Stopp-Regel“ 
    Haben Sie schon mal gesagt „Ich schau nur schnell…“ – und dann ist eine Stunde vergangen? (Nein, Sie haben nicht das Zeitreisen entdeckt.)
    Sie schauen Ihre Emails an, auf Facebook, Twitter und Instagram… und nach dem Sie das alles getan haben, ist es Zeit ihre Emails, Facebook, Twitter und Instagram nochmals zu überprüfen. Sie nennen es vielleicht „Ihren Platz der Freude“. Forscher nennen es „Ludic loop“ (lächerlicher Kreislauf) Es ist das Prinzip wie Spielautomaten funktionieren. Stellen Sie sich einen Countdown-Timer und beenden Sie das „schnell schauen“ nach der eingestellten Zeit. Treffen Sie klare Aussagen „Ich schaue nicht mehr als zwei Episoden einer Serie hintereinander.“ 
  4. Sie brechen keine Gewohnheiten. Sie ersetzen diese.
    Wenn Sie auf der Couch sitzen, legen Sie ihr Telefon weit weg und ein Buch in Reichweite. Sie ersetzen so eine gute Angewohnheit für die schlechte.  Jedes Mal, wenn Sie Instagram und Co nutzen deinstalieren Sie es danach wieder. Ihre Kindle-App sollten Sie prominent am Smartphone platzieren. 
  5. Dr. Jekyll, bereiten Sie sich auf Mr. Hyde vor
    Sie kennen die Geschichte? Der Hauptcharakter weiß, dass er sich in ein Monster verwandelt und kettet sich im Keller an. Auf diese Weise kann er niemandem schaden. (Ja, Sie sind der Held UND das Monster in dieser Geschichte) 
    Wenn Sie im Vorhinein bei einem Problem kluge Entscheidungen treffen, stellen Sie sicher, dass Sie nichts Dummes tun. Wenn Sie bei Freunden zum Abendessen sind, lassen Sie Ihr Smartphone in der Jackentasche an der Garderobe. Sie werden so nicht alle fünf Minuten aufstehen und auf das Display starren. 
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