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So einfach

Warum ein 3-Tage-Wochenende gesünder und besser ist

Von Kristin Natalie Urbanek am 6. Oktober 2017

„Ich brauche einen Tag zwischen Samstag und Sonntag.“

Ein mittlerweile bekannter Spruch, der gerne auf T-Shirts, Kaffeehäferl und dergleichen gedruckt wird. Warum? Weil es stimmt. Ein 2-Tages Wochenende ist sehr kurz. Machen Sie etwas am Samstag, so ruhen Sie sich vermutlich am Sonntag aus und auf einmal ist das geliebte Wochenende schon wieder um und der Montag steht vor der Tür. Der Sonntag ist durch den Montag bereits vorbelastet und reicht nicht, um richtig auszuspannen.

Ein 3-Tage Wochenende wäre gesunder und besser

Das haben Wissenschaftler der Ohio State University herausgefunden.

Sie haben über 32 Jahre lang 7500 Leute untersucht. Und die Ergebnisse waren eindeutig: Wer mehr als 60 Stunden die Woche arbeitete, verdreifachte sogar sein Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, Krebs, Diabetes oder Arthritis zu bekommen. 72 Prozent der Untersuchten gaben bereits an, mehr als 40 Stunden die Woche zu arbeiten. Es geht uns nicht nur gesundheitlich schlechter, wenn wir mehr arbeiten, wir sind mit steigender Zahl der Arbeitsstunden ohnehin weniger produktiv, fand der Forscher John Pencavel 2014 heraus.

Eine vollgefüllte Arbeitswoche und ein nur zwei Tage dauerndes Wochenende gehen auch stark zu Lasten unserer persönlichen Entfaltung, warnt Wirtschaftsprofessor David Spencer in einem Interview: “Die meisten Menschen stecken so tief in ihrer Arbeit, dass sie gar keine Energie und keine Zeit mehr für sich selbst haben. Kurz: Unsere Fähigkeit, unsere Talente und unser Potential auszuleben leidet unter dem beruflichen Druck”.

Wenn wir also fünf Tage die Woche acht Stunden arbeiten und nur zwei Tage Wochenende haben, geht es uns schlechter, wir sind unproduktiver und unsere Selbstverwirklichung bleibt auf der Strecke.

Die Lösung?

Recht simpel: Weniger arbeiten. 

Wir wissen, das ist leicht gesagt und Zeit ist bekanntlich Geld. Einfach weniger zu arbeiten erscheint für viele unmöglich. Trotzdem interessieren sich immer mehr Menschen für Teilzeitstellen. Der Trend in Richtung Simplicity und Minimalimus steigt stetig an. Immer mehr Menschen reisen lieber mit einem Wohnmobil oder Bus und schlafen auf Campingplätzen oder freien Natur. Immer mehr Menschen verwerten praktisch und Upcyceln damit Ihren Weg zu neuen Produkten. So wenig Geld wie möglich auszugeben liegt im Trend. Sie können beispielsweise alte Kleidung umnähen und damit eine Onlinebestellung weniger im Monat aufgeben. Vielleicht mit dem Rauchen aufhören? Camping statt Luxushotel?

Ja, dieser Lebensstil mag nicht für Jedermann- oder frau zufriedenstellend sein. Fakt ist allerdings: Geld können wir immer wieder neu verdienen. Nicht gelebte Zeit hingegen niemals wieder zurückbekommen.

Inspiration via: mymonk.de

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