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Ubuntu – die Essenz des menschlichen Daseins

Von Victoria Posch am 7. September 2017

Ubuntu ist eine afrikanische Lebensphilosophie. Das Wort kommt aus den Bantusprachen der Zulu und Xhosa und bedeutet so viel wie Menschlichkeit oder Nächstenliebe. Demnach unterstreicht die Philosophie, dass der Mensch nicht in Isolation leben kann, sondern Einheit eines Ganzen, einer Gemeinschaft ist.


Desmond Tutu und Ubuntu

Geprägt wurde der Begriff insbesondere von dem südafrikanischen Erzbischof Desmond Tutu, der ebenso wie Nelson Mandela einen Friedensnobelpreis für seine Bemühungen im Kampf gegen die jahrelange Apartheid in Südafrika erhielt . Er beschreibt Ubuntu wie folgt:

«Ein Mensch mit Ubuntu ist für andere offen und zugänglich. Er bestätigt andere und fühlt sich nicht bedroht, wenn jemand gut und fähig ist, denn er oder sie hat ein stabiles Selbstwertgefühl, das in der Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen verankert ist.»

Ubuntu im Lauf der Geschichte und der heutigen Zeit

Ubuntu beschreibt das Bestreben nach einer friedlichen Gesellschaft und das Leben in Harmonie – kurz das Zusammenleben. Es unterstreicht eine positive Lebensweise, in der Großzügigkeit sowie Respekt und Anerkennung maßgebend sind, denn viel zu oft denken wir nur an uns selbst und nicht an unsere Mitmenschen. Das Wesen von Ubuntu blickt auf eine lange Geschichte zurück, und zwar auf die Zeit der Sklaverei und der lange herrschenden Apartheid. Ubuntu soll quasi bei politischen Entscheidungen helfen und berücksichtigt werden. Auch heute noch gilt Ubuntu als Grundlage des Überlebens in den Townships, den armen, meist rein schwarzen Siedlungen des Landes.

Wir finden, Ubuntu könnte auch bei uns ruhig ein wenig öfter berücksichtigt werden.

 

 

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