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Auszeit

Waldspaziergänge erhöhen die Anzahl krebsbekämpfender Proteine im Körper

Von Kristin Natalie Urbanek am 25. Mai 2017

Mit Natur in den Kampf gegen Krebs

Die Kraft der Natur begeistert uns mal wieder aufs Neue. Natürliche Killerzellen erkennen abnormale Zellen wie zum Beispiel Tumore und sind dazu ausgelegt, diese abzutöten. Sie gehören dem angeborenen Immunsystem an und können, laut eines neuen Studienergebnisses, durch intensive Waldspaziergänge aktiviert werden.

Der Effekt hält mehr als eine Woche nach dem Spaziergang an

Wissenschaftler aus Japan haben entdeckt, dass sich die Zahl der natürlichen Killerzahlen im menschlichen Blut nach Waldspaziergängen erhöht. Zuerst schickten sie männliche Studienteilnehmer auf einen dreitägigen Waldurlaub. Später auch einige Frauen im Alter zwischen 25 und 43 Jahren. Das Blut der Probanden wurde täglich getestet und schon am ersten Tag, nach einem zweistündigen Aufenthalt im Wald, hatte sich die Anzahl der Killerzellen um die Hälfte erhöht. Am zweiten Tag standen zwei ausgiebige Spaziergänge an. Danach enthielt das Blut sogar noch mehr Killerzellen, darunter auch viele krebsbekämpfende Proteine. Sieben Tage nach diesem naturnahen Urlaub fand sich immer noch eine deutlich erhöhte Anzahl an Killerzellen im Körper der Studienteilnehmer. Das heißt also, der Effekt hält mehr als eine Woche lang an – sogar nach der Rückkehr in eine so turbulente Stadt wie Tokio.

Keine Überdosierung möglich!

Der intensive Kontakt mit der Natur schützt unsere Gesundheit und kann den Körper sogar in der Krebsbekämpfung unterstützen. Die von den Bäumen abgesonderten Phytoncide in der Luft senken die Konzentration von Stresshormonen und sind wahrscheinlich auch daran beteiligt, dass die natürlichen Killerzellen sich so stark vermehren. Waldspaziergänge sind also wahre Medizin.

Sich einmal pro Woche ins Grüne zu begeben, reicht bereits aus, um eine anhaltende Wirkung zu erzielen – und im Gegenteil zu anderen Medikamenten ist eine Überdosierung unmöglich! Dabei muss es nicht unbedingt ein anerkannter Heilwald sein, wie er jüngst auf Usedom eröffnet wurde. Ein stinknormales Wäldchen in der Nähe der Stadt reicht aus, um den Körper gesund zu halten und den Kopf nebenbei frei zu kriegen. Also: Raus in den Wald!

Gefunden über: trendsderzukunft.de; Bild: Bernhard LatzkoSeabamirum

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