Voriger Nächster Channel wählen
Now playing:

So einfach

Hören Sie auf Ihren Körper

Von Sonja Zuckerstaetter am 3. Mai 2017

Wie fühlen Sie sich, wenn Sie morgens aufwachen? Fällt es Ihnen, auch nach genug Schlaf, schwer aufzustehen? Fühlt sich Ihr Körper schlaff und müde an? Haben Sie häufig Bauchschmerzen, die fast schon chronisch sind? Sind Sie nachmittags schon so erschöpft, als wären Sie 20 Stunden wach? Und halten Sie das alles für normal?

Das ist es nämlich nicht. Unsere Körper sind dazu gemacht sich gut zu fühlen. Wir sollten morgens aufwachen und voller Energie für einen neuen Tag sein. Unser Bauch sollte nicht wehtun. Wir sollten nicht einmal Durst verspüren, denn sogar den signalisiert der Körper erst, wenn man schon dehydriert ist. Doch durch unseren Lebensstil wissen wir gar nicht wie gut wir uns eigentlich fühlen sollten. Vermutlich wussten wir es als Kind, aber das haben wir schon vergessen. Die Erinnerungen daran wurden übertönt von einem dauerhaften ungesunden Körpergefühl.

Doch es gibt Mittel und Wege um sich besser zu fühlen. Der beste Weg ist es, auf den Körper zu hören. Sämtliche Schmerzen und jedes Unwohlsein ist ein Signal des Körpers. Er schreit förmlich um Aufmerksamkeit. Wir müssen anfangen ihm zuzuhören. Wenn wir richtig darauf achten, was der Körper uns sagen will, werden wir einiges über uns selbst erfahren, denn der Körper reagiert tatsächlich auf alles.

Die größte Rolle spielt zweifelsohne die Ernährung. In den verarbeiteten Lebensmitteln, die wir tagtäglich zu uns nehmen, sind viele Inhaltsstoffe, mit denen unser Verdauungstrakt nicht richtig umgehen kann. Seien es chemische Inhalte, mit denen keiner umgehen kann, oder spezielle Lebensmittel, gegen die Sie persönlich eine Unverträglichkeit haben. So oder so, der Körper zeigt es uns, in Form von Bauchschmerzen.

Gerade wenn der Magen-Darm-Bereich schmerzt und man Blähungen bekommt, ist es Zeit, dem Körper Gehör zu schenken. Er versucht uns damit mitzuteilen, was wir nicht mehr essen sollten. Wer oft unter derartigen Beschwerden leidet, sollte sich ein paar Wochen Zeit nehmen, um bewusst darüber mit dem eigenen Körper zu kommunizieren. Dafür streicht man alle paar Tage eine andere Lebensmittelgruppe aus dem Speiseplan. Dazu gehören zum Beispiel Milchprodukte, Weizenerzeugnisse, Eier und ähnliches. Das ist natürlich schwer und erfordert Disziplin, aber es ist der beste Weg um sich dauerhaft wohler zu fühlen. Schon während dieser Zeit, kann man beobachten, ohne welche Produkte sich der Bauch besser fühlt. Wenn man schließlich bei einer Ernährung angelangt ist, die nur aus Obst und Gemüse besteht, führt man alle paar Tage eines der Nahrungsmittel wieder in die Ernährung ein. Der Körper wird dabei besonders stark mit Bauchweh auf die Lebensmittel reagieren, die er nicht verträgt. So kann man lernen auf sein Bauchgefühl zu hören. Natürlich muss man sich die Lebensmittel, die man nicht gut verträgt, nicht für immer verbieten. Aber wenn Sie einmal gesehen haben, wie gut es Ihnen ohne diese Lebensmittel geht, werden Sie sie ohnehin nicht mehr oft essen wollen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, ist der der Bewegung. Viele klagen darüber, morgens kaum aus dem Bett zu kommen und nachts schlaflos und hibbelig dazuliegen. Auch das ist ein Schrei nach Aufmerksamkeit unseres Körpers. Wenn wir mit dem Auto überall hin fahren und den ganzen Tag über nur vor dem Computer und Fernseher sitzen, fehlt dem Körper die Bewegung. Sich wenigstens ein paar Mal pro Woche beim Sport auszupowern kann dabei maßgeblich helfen. Aber nicht nur das ist wichtig. Wir sollten die Bewegung auch mehr in den Alltag einbauen, um den Körper jeden Tag ein bisschen anzustrengen. Seien es die Stufen statt dem Aufzug oder das Rad statt dem Auto, Bewegung in den Alltag einzubauen ist wichtig und gar nicht so schwer wie man glaubt. Ihr Körper wird es Ihnen danken, indem er kräftiger wird und gleichzeitig abends erschöpfter ist.

Der Körper sagt uns auf unzählige Arten was er braucht. Er zeigt uns wie viele Stunden Schlaf für uns ideal sind, indem wir bei zu kurzem und bei zu langem Schlaf müde sind. Wie viel Wasser er braucht, indem er uns Durst signalisiert und der Urin nur mit genug Wasser durchsichtig ist. Welche Körperpflegeprodukte ihm gut tun, indem er auf alles Falsche mit Hautunreinheiten reagiert. Wir sollten aufhören die Signale unseres Körpers als unangenehme Nebenwirkungen des Lebens abzutun und zu ignorieren, und stattdessen auf die Kommunikationsversuche des Körpers angemessen reagieren. Nur so werden wir wieder spüren, wie gut sich unser Körper fühlen kann.

Bild: flickr/ angrylambie1

Nach oben