Voriger Nächster Channel wählen
Now playing:

So einfach

Bäume auf Hochhäusern: Der erste vertikale Wald in Asien

Von Kristin Natalie Urbanek am 13. Februar 2017

Auf Wiedersehen Smog und Hallo vertikale Wälder auf Hochhäusern.

Es mag seltsam klingen und auch so aussehen aber es hat eine großartige Wirkung. Das Projekt von Stefano Boeri, dass einen gesamten Wald auf Hochhäuser platziert.

In vielen asiatischen Megametropolen ist nur noch wenig Platz, um neue Bäume zu pflanzen. Bäume nehmen aber beispielsweise CO2 auf und verwandeln dieses in Sauerstoff, was dem Klima hilft und für eine abnehmende Luftverschmutzung sorgt.  Der Smog in Asien ist ein wahres Problem, doch durch mangelnden Platz leider schwer lösbar. Doch der italienische Architekt Stefano Boeri hat eine Lösung: Er entwirft Hochhäuser, die mit Bäumen bepflanzt sind und so gewissermaßen einen sich nach oben entwickelnden Wald entstehen lassen. Mit einem solchen Konzept gewann der Architekt einen Wettbewerb in der Schweizer Stadt Lausanne und bebaut dort den Vorort Chavannes-près-Renens. Im chinesischen Nanjing soll nun zudem der erste vertikale Wald Asiens entstehen.

1.100 Bäume und 2.500 weitere Pflanzen erschaffen einen neue Art von Wald

Die zwei neuen Hochhäusern namens Nanjing Towers  sollen 200 und 107 Meter hoch werden und rundum mit Pflanzen bestückt sein. Geplant ist der Einsatz von insgesamt 1.100 Bäumen, die aus insgesamt 23 lokalen Arten rekrutiert werden. Auf diese Weise sollen die grünen Häuser auch einen Beitrag zur Steigerung der Biodiversität leisten. Zusätzlich zu den Bäumen werden die Gebäude zudem auch noch mit 2.500 Sträuchern und Pflanzen versehen. Das Projekt in Nanjing soll dabei zudem nur der Anfang sein.  Boeri plant bereits ähnliche Bauten in Shanghai, Guizhou, Shijiazhuang, Liuzhou und Chongqing.

Die beiden neuen Türme in Nanjing sollen jedenfalls auf unterschiedliche Weise genutzt werden: In den kleineren von beiden wird ein Hyatt Hotel mit 247 Räumen einziehen. Die Besucher dort haben zudem die Möglichkeit auf den Balkon zu gehen und so direkt mit der Bepflanzung in Kontakt zu kommen. Der größere Turm wird vor allem Büros beherbergen.

Bild: Stefan Boeri

Nach oben