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Auszeit

Wenn das Meer im Dunkeln leuchtet

Von Kristin Natalie Urbanek am 10. Februar 2017

Man kann kaum glauben, dass diese Bilder nicht aus einem Film stammen, sondern tatsächlich von der Natur erschaffen wurden.

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Es sieht aus wie aus einem Film. Faszinierender als jede Skyline und von solch seltener Schönheit, wie nur die Natur selbst sie erschaffen kann. Das blau leuchtende Meer an den Traumstränden dieser Welt. Beobachten kann man das einzigartige Naturschauspiel an verschiedenen Plätzen dieser Erde. Doch wie funktioniert das? Was muss geschehen, damit das Meer im Dunkeln leuchtet?

9741311595_381fdbf87a_bZunächst muss das Salzwasser tief, reich an Nährstoffen und geschützt sein. Und dann ist es das Meeresplankton, das für die Beleuchtung sorgt. Chemische Prozesse führen dazu, dass die Organismen ruckartig Licht aussenden, welches das umliegende Wasser illuminiert. Ausgelöst wird das Leuchten durch Bewegung, etwa beim Schwimmen oder beim Surfen. Selbst Wellen und Strömungen durchwühlen das Plankton ausreichend, um blitzartige elektrische Eruptionen auszulösen.

Die Organismen erstrahlen zum Selbstschutz, um Fische und andere Raubtiere zu irritieren. Leuchtende Beute nämlich signalisiert etwas Gefährliches. Beim Verzehr ist Vorsicht geboten. Zudem soll das Funkeln größere Tiere anlocken, welche dann die natürlichen Feinde des Planktons verjagen. „Alarmanlageneffekt” nennt man das: Das Licht dient schlicht und einfach zur Sicherheit.

Besonders beeindruckend ist das Leuchten auf den Inseln Mudhdoo, Vaadhoo und Rangali. Die beste Zeit zum Staunen ist von Juli bis Februar . Wenn der Mond komplett verdeckt ist, wirkt das Leuchten intensiver.

Bild: flickr/Cheryl Moore

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