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Auszeit

Katzen, Kaffee und Kuchen

Von Carola Wimmer am 5. August 2016

„Ein Haus ist kein Zuhause ohne eine Katze“, lautet nur eines von vielen Zitaten, welches sich um Katzen dreht. Nicht umsonst zählt die Katze zu einem der beliebtesten Haustiere. Sie sind Balsam für die Seele ihrer Besitzer und spenden Zuneigung, Freude und bei Bedarf auch Trost. Viele Menschen haben in ihrer Kindheit Katzen gehabt und vermissen es aus Zeit- oder Platzgründen im Erwachsenenalter keine Katze mehr zu haben. Ein Haustierkauf will wohl überlegt sein, sind Tiere schließlich mit viel Verantwortung auf Jahre verbunden. Wer sich schweren Herzens gegen eine Katze entscheidet und den Kontakt zu Katzen trotzdem vermisst, dem wird Abhilfe in Form von Katzencafés geschafft.

Haben Sie schon einmal etwas von Katzencafés gehört?

Das sind Cafés in denen Katzen leben, die man streicheln kann. Kaffee, Kuchen und Katze sozusagen. Fast wie im eigenen Wohnzimmer. Ursprünglich kommt die Idee aus Japan, wo es viele Katzenliebhaber gibt, die in ihren kleinen Wohnungen in den Ballungszentren aber keine Katzen haben dürfen. Daraus entstand die Idee für Katzencafés. In Japan gibt es bereits über 150 solcher Katzencafés, in Österreich kommt dieser Trend auch langsam an. So zum Beispiel im Café Neko im ersten Bezirk in Wien.

Neko heißt auf Japanisch Katze. Und der Name ist Programm: die Eingangstüre ist mit einem „Hunde verboten“ Schild geschmückt, an den Wänden hängen gerahmte Fotos von den Katzen, auf dem Boden liegen zerbissene Plüschtiere und die mit weißem Stoff überzogene Stühle sind mit Katzenhaaren übersät. Und zwischen Spielsachen, Kratzbäumen und Kaffee finden Sie das Highlight – die Katzen. Fünf Katzen leben seit Tag eins in Wiens Katzencafé. Sie sind alle vom Wiener Tierschutzverein. Jede von ihnen hat – typisch Katze – ihre besonderen Eigenheiten. Auf der Speisekarte stehen neben japanischem Grünen Tee und Reisbällchen, Steckbriefe der Katzen. Praktisch für Gäste um zu wissen, welcher Tiger auf Zuneigung steht und welcher mit Vorsicht zu genießen ist. Sie wollen ja nicht „die Katze im Sack kaufen“.

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Das Café Neko ist ein helles Café mit gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre. Die Geräuschkulisse ist niedrig, da keine Musik läuft. Die meisten Gäste beobachten still die Katzen, anstatt sich lautstark zu unterhalten. Jede Bewegung der Katzen wird akribisch beobachtet. Wenn Sie einen Blick auf die Kellnerinnen werfen, bemerken Sie, dass Speisen unter einer durchsichtigen Glashaube serviert werden und der Kaffee ohne Schlagobers. Der Grund ist einfach: so soll verhindert werden, dass die Katzen angelockt werden und Sie womöglich Ihren Kaffee und Kuchen teilen müssen. Wer die Katzen dennoch verwöhnen möchte, kann einen sogenannten „Katzensnack“ kaufen um die Schmusetiger mit Leckereien zu füttern.

Die Idee des Katzencafés kommt gut bei den Gästen an, das Café ist gerade am Nachmittag und am Wochenende oft voll. Es kann passieren, dass Sie nicht nur auf einen Platz warten müssen, sondern auch darauf eine Katze streicheln zu dürfen. In der Zwischenzeit können Sie jedoch die beruhigende Wirkung der Katzen genießen.

Das Café finden Sie in der Blumenstockgasse, Ecke Ballgasse – 1010 Wien und geöffnet ist täglich von 10:00 – 20:00 Uhr.

Photo Credits: CtheSky

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