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Pleasure, Über uns

Das Yoni-Ei

Von Sonja Zuckerstaetter am 19. Februar 2016

Jedes Mal, wenn wir Sport machen oder uns auf irgendeine Art bewegen, verwenden und trainieren wir unsere Muskeln. Für uns ist dieses Training selbstverständlich. Weniger selbstverständlich und alltäglich ist das Training mit dem Yoni-Ei.

„Yoni“ ist die tantrische Bezeichnung für die weiblichen Genitalien, also für die Vagina, die Vulva und den Uterus. Genau diese Körperteile werden mit dem Yoni-Ei trainiert. Die Übungen werden auch als „Vaginales Gewichtheben“ bezeichnet und haben angeblich einige Vorteile, nicht nur sexueller Natur. Das Yoni-Ei selbst wird üblicherweise aus Heilsteinen hergestellt, wie beispielsweise Rosenquarz oder Bergkristall und ist in verschiedenen Größen erhältlich.

Yoni EiDie Übungen energetisieren und durchbluten den Unterleib. Man lernt dabei, die vaginalen Muskeln so zu kontrollieren, dass man sie bewusster beim Sex nutzen kann. So erhöht man die eigene Orgasmusfähigkeit. Das kann sogar so weit gehen, dass man ohne Penetration zu einem „vaginalen“ Orgasmus kommen kann. Abgesehen davon, kann es auch für den Sexualpartner ein komplett neues Lustempfinden bedeuten.

Von den sexuellen Aspekten abgesehen, hat das vaginale Gewichtheben einige gesundheitliche Vorteile, die zum körperlichen Wohlbefinden beitragen. Durch den gestärkten Beckenbodenbereich, ist die Gefahr von Infektionen und Pilzerkrankungen gehemmt. Außerdem sollen die Übungen Menstruationskrämpfe und den Blutfluss während der Menstruation um ein wesentliches verhindern.

Der wichtigste Aspekt an den Übungen mit dem Yoni-Ei ist aber die Zeit die man sich gönnt, um sich eingängig mit dem eigenen Körper und der eigenen Sexualität zu beschäftigung. Dafür wird empfohlen, sich eine Weile von der Außenwelt abzuschotten und auch das Handy wegzulegen. Entspannende Musik ist allerdings erwünscht.

Anfängern wird empfohlen, das Ei vor dem Benutzen ein wenig einzuölen, es sollte dabei wenigstens Zimmertemperatur haben. Das Ei wird dann in einer breitbeinigen stehenden Position eingeführt. Das kann anfangs noch etwas unangenehm sein, weshalb es die Eier auch in stark variierenden Größen gibt. Genauso wie die Steigerung der Größe, sollte auch von der Zeit her erst mit ein paar Minuten begonnen und dann hochgearbeitet werden, denn auch die vaginalen Muskeln können einen Muskelkater haben, der bei zu langem Training gleich zu Beginn unangenehm werden kann.

Wenn das Ei eingeführt ist, setzt man sich zunächst einfach aufrecht hin und konzentriert sich voll und ganz darauf, die vaginalen Muskeln abwechselnd zu kontrahieren und zu entspannen. Dabei soll ruhig ein- und ausgeatmet werden. Anschließen, wird die gleiche Übung in unterschiedlicher Geschwindigkeit wiederholt. Es wird abwechselnd 10 Mal sehr langsam, mittelschnell und schnell eingeatmet. Bei jeder Einatmung wird dabei die Muskulatur angespannt.

Danach kann man noch Beckenübungen machen, sofern sich das Ei noch gut anfühlt. Dazu gibt es auf diversen Tantraseiten ausführliche Anleitungen. Alternativ kann man sich auch einige Zeit hinlegen und ein Buch lesen oder einen Film schauen. Die Muskulatur beschäftigt sich währenddessen weiterhin unbewusst mit dem Ei. Wichitg ist nur, dass man das Ei nicht gleich zu lange am Stück drinnen lässt. Nach einer Stunde sollte es, zumindest als Anfänger, spätestens entfernt werden. Dazu stellt man sich wieder aufrecht hin und drückt das Ei mithilfe der Muskulatur aus der Yoni. Wer Angst hat, das Ei nicht wieder hinaus zu bekommen, kann vor dem Einführen ein Bändchen daran befestigen, mit dem es ganz einfach herausgezogen werden kann.

Die Übungen mit dem Yoni-Ei sind bestimmt nicht für jedermann geeignet, denn es ist durchaus ein ungewohntes Gefühl. Dennoch sollte man nicht davor zurückschrecken es auszuprobieren. Nicht zuletzt für die sexuellen Vorteile, zahlt es sich bestimmt aus.

Bild: flickr/ Tristan Martin

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