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So einfach

Die Kunst, die richtige Entscheidung zu treffen

Von Doris Humpl am 19. August 2014

Die Kunst, die richtige Entscheidung zu treffenWer kennt diese oder ähnliche Situationen nicht: Nach jahrelangem Warten und intensivem Engagement wird die ersehnte Beförderung mit entsprechender Gehaltserhöhung Realität. Gleichzeitig ergibt sich die Möglichkeit, in eine komplett neue Branche, die immer schon mit Interesse beäugt wurde, zu wechseln. Zudem hätte man sich vielleicht gerade dazu durchgerungen, sich einen Lebenstraum – eine Weltreise – zu erfüllen?

Informations- und Kommunikationstechnologien haben das Finden und Nutzen von Informationen denkbar einfach gemacht. Die damit einhergehende Vielfalt an Möglichkeiten macht Entscheidungen allerdings nicht einfacher und trägt nicht unbedingt zu einer gesteigerten Lebensqualität bei. Dan Gilbert, Autor des Buches „Ins Glück stolpern“ verweist auf Untersuchungsergebnisse, die belegen, dass die ständige Auswahlmöglichkeit sogar tendenziell unglücklicher macht, da man dazu neigt, Entscheidungen im Nachhinein anzuzweifeln. Zudem scheinen Menschen ihre Entscheidungen hauptsächlich in der linken Gehirnhälfte, die durch eine analytische und lineare Funktionsweise gekennzeichnet ist, zu treffen und dabei das Glücklichsein außer Acht zu lassen.

Um bei der gegebenen Informationsflut und den im Übermaß vorhanden Möglichkeiten die richtigen Entscheidungen zu treffen, müssen wir die Fähigkeit entwickeln, Informationen zu strukturieren, ein Gesamtbild zu entwerfen und herauszufiltern, was tatsächlich von Bedeutung ist. Dafür muss die rechte Gehirnhälfte ihren Einsatz finden und durch das emotionale Navigationssystem leiten.

Drei besonders bedeutende Emotionsvertreter sind in diesem Zusammenhang Wut, Angst und Freiheit. Man sollte sich die Frage stellen, wodurch Wut oder Angst ausgelöst wird und was diese Dinge darüber aussagen, was persönlich von Bedeutung ist. Gleiches gilt für das Gefühl von Freiheit. Wenn man also lernt, auf seine Gefühle zu hören und diese richtig zu interpretieren, sollte man nicht mehr an den gefällten Entscheidungen zweifeln.

Man darf seinem emotionalen Navigationssystem somit verstärkt Aufmerksamkeit widmen und bei all erlernter Rationalität nicht vergessen zu hinterfragen, was wirklich von Bedeutung ist. Auf das gute, alte Bauchgefühl ist mehr Verlass, als Sie vielleicht denken. Also künftig vor jeder Entscheidung tief druchatmen und auf die innere Stimme hören. Mit ein bisschen Übung geht das sogar relativ leicht. Und damit wird die Entscheidung für oder gegen den Jobwechsel oder sonstigen wichtigen Fragen vielleicht etwas einfacher.

via: zenhabits; Bild: stock.xnchg/cobrasoft

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