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Genuss

“DINGE. schlicht & einfach” und “MADE 4 YOU” – zwei Design-Ausstellungen

Von Teresa Hammerl am 23. September 2012

"DINGE. schlicht & einfach"Wenn die Temperaturen bereits verstärkt herbstliche Tendenzen zeigen und der Aufenthalt im Freien somit zunehmend unattraktiver wird, wollen Museen wieder verstärkt besucht werden. Eine gute Möglichkeit zwei Ausstellungen, welche im Wiener Museum für angewandte Kunst bald zu Ende gehen, noch zu besuchen. Die eine nennt sich “MADE 4 YOU – Design für den Wandel“, die andere “DINGE. schlicht & einfach“, beide sind noch bis 7. Oktober geöffnet. Gelegenheit die beiden Großausstellungen mit Expertenführungen anzuschauen, hat man im Rahmen der Langen Nacht der Museen.

Epochen- und gleichsam kulturübergreifend wird das Ideal der Einfachheit in der DINGE Schau thematisiert. Eine breit angelegte Sammlung setzt sich mit Reduktion auseinander, der Zusammenhang mit Gesellschaft aber auch soziologischen Phänomenen soll dabei nicht zu kurz kommen. Mäßigung in Sachen Luxus ist das Stichwort, 120 Objekte davon stehen außerdem ganz im Zeichen der ostasiatischen Gestaltungsprinzipien.

Reduziert sind all die gezeigten Stücke, welche etwa die Schlichtheit der Gebrauchsgegenstände vom 15. Jahrhundert bis heute charakterisieren. Außerdem finden größere Beispiele, wie einfache Möbel, ebenso Erwähnung. Aktuelle Themen wie Bescheidenheit und Mäßigung rücken bei einem Rundgang in den Mittelpunkt.

"MADE 4 YOU"

“Wie bewegen wir uns in Zukunft fort?” oder “Was bereitet uns weiterhin Freude?” fragt sich dann MADE4YOU. Mehr als 80 intelligente und darüber hinaus zukunftsweisende Projekte werden vorgestellt. Es geht um die Bereiche Mobilität, digitale Konvergenz, Leben, Freizeit, Arbeit, Gesundheit sowie Überleben. Entwürfe, digitale Applikationen oder auch Filmbeiträge geben Auskunft über die Entwicklungsstufen der Objekte. Um künstlerische Kreativität im Kontext wirtschaftlicher Verwertbarkeit dreht sich die Ausstellung des weiteren. Vom Elektrofahrzeug für den urbanen Raum bis zum roten Lautsprecher ist da alles vertreten.

Bilder: MAK/Katrin Wißkirchen, Sébastien Agnetti, fuseproject