Wenn aus Berührungen Energie wird
Portable Tablet-PCs stehen in hohem Maß für Komfort und Mobilität in der Nutzung von digitalen Endgeräten. Klein, flach, leicht und leistungsstark - so werden sie Konsumentinnen und Konsumenten gerne präsentiert. Allerdings ist naheliegend, dass das Konzept “klein und leistungsstark” auch Grenzen hat. Im Fall des Tablet-PCs stellt diese Grenze häufig ein leerer Akku dar. HD-Displays und technischer Feinschliff erhöhen den Stromverbrauch und verringern die Akkulaufzeit, was letztlich weder klima- noch nutzerfreundlich ist.

Hier setzt Yonggu Dos, Jun-se Kims und Eun-ha Seos Konzept des EcoPads an. Energie kann bekanntlich umgewandelt werden und ist darüber hinaus in der Lage den Träger zu wechseln und so macht sich die aus Südkorea stammende Idee eines selbstladenden Tablet-PCs die Spannung, die beim Berühren des Displays entsteht, zunutze. Durchschnittlich wird ein Tablet 10 000 Mal täglich berührt. Um diese Energie nutzbar zu machen, haben die Entwickler des EcoPads unterhalb des Displays einen Nano-Piezoelektronikfilm angebracht. Die durch das Drücken dieser Elemente freigesetzte Energie wird in das Elektrosystem des Tablets eingespeist und garantiert damit die Stromversorgung.
Präsentiert wurde das EcoPad im Zuge des Fujitsu Design Awards 2011 und gewann den Spezialpreis der Jury. Allerdings steckt das Konzept noch in den Kinderschuhen und die voraussichtliche Lebensdauer oder gar der mögliche Preis des EcoPads sind unbekannt. Zwei Unsicherheitsfaktoren, die die Serienproduktion verhindern könnten. Doch selbst wenn dieses Gerät letztlich nicht den Weg in den Handel findet, ist ein Anfang hin zu Alternativen auf dem Sektor Energieversorgung digitaler Endgeräte gemacht.
via: Applerader; Bild: Fujitsu


