Unser Album der Woche: SomethingALaMode (SALM) - Show me
Als die beiden Franzosen Thomas Roussel und Yannick Grandjean als kleine Jungen in Dijon Cello und Violine in der Musikschule lernten, wusste noch niemand, dass es die Mode sein würde, die sie eines Tages berühmt machen sollte. Mode - und Musik. SomethingALaMode (SALM) machen in etwa das, was passiert, wenn die House-Weltstars Daft Punk sich an klassischer Musik versuchen würden.
Später gingen die beiden nach Paris, und studierten klassische Musik. Sie arrangierten Techno-Stücke von Jeff Mills, und instrumentierten diese mit einem Orchester. SALM war geboren, und damit eine Musik, die sich gut als „String-Electro” beschreiben lässt.
Einem findigen Ohr in Paris, das auf der Suche nach Musik für Shops war, fiel ein Demo-Band von SALM in die Hände. Et voilà - ihre Musik war bei Chanel zu hören. Dass Mode-Zampano Karl Lagerfeld höchstpersönlich begeistert war von der Musik und SomethingALaMode bei einer Chanel-Show live spielten, schmälerte ihren Ruf nicht gerade. Lagerfeld nun in den CD-Credits zu haben, das macht das Leben definitiv leichter.
Ein Gespräch der beiden Musiker mit Lagerfeld wurde mitgeschnitten, seine Äußerungen über Mode und Musik und deren Zusammenhang aufgezeichnet, und von Roussel und Grandjean gesampelt. Zu hören im famosen „Rondo Parisiano” featuring Karl Lagerfeld auf dem selbstbetitelten Album von SALM.
Erst diesen Juni ist eine neue EP mit dem Namen „Show Me” auf dem Label SoundALaMode erschienen. Darauf sind zwei Songs und viele Remixes enthalten, unter anderem von Elektro-Größen wie Toxic Avenger oder den Bloody Beetroots. Während auf dem Debütalbum noch viele Streicherparts waren, sind sowohl der Originaltrack “Show Me” als auch die Remixes relativ sparsam mit den Streichinstrumenten. Das Cello beim Titeltrack ist dafür umso eingängiger. Die aktuelle EP ist elektro-lastiger als das Album, man darf umso mehr gespannt sein, in welche Richtung sich das für das Frühjahr 2012 erwartete neue Album von SALM bewegt.


