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Alle Artikel vom August 2011

Überraschungen in Ihrem Briefkasten

Eva Erber, 31. August 2011, Jetzt kommentieren

Überraschungen in Ihrem BriefkastenGehen Sie einmal in sich, und fragen Sie sich: Was genau finden Sie tagtäglich in Ihrem Postkasten? Meistens Werbung oder Rechnungen? Vielleicht einmal ein Paket mit Büchern oder Kleidung, manchmal eventuell eine Postkarte vom letzten Urlaub eines Familienmitglieds? Aber dass der klassische, persönliche  Briefverkehr längst von E-Mails und anderen Online-Nachrichten abgelöst wurde, soviel ist wohl sicher.

Sollten Sie jedoch zu jenen Menschen gehören, die persönliche Nachrichten in gedruckter Form weiterhin schätzen, empfiehlt sich „Postcrossing“. Dabei handelt es sich um ein Projekt, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, persönliche Postkästen wieder mit individuellen Nachrichten zu bestücken. Und das geht ganz simpel: Sie erhalten eine zufällig ausgewählte Adresse und schicken dorthin eine Postkarte mit selbstgewähltem Motiv und ein paar eigenen Worten. Nach Erhalt scannt der adressierte Postcrosser die Karte ein und stellt Sie online, worauf dann die eigene Adresse an ein weiteres Mitglied der Community gesendet wird. Und nach kurzer Zeit finden auch Sie eine persönliche Nachricht aus einem anderen Teil der Welt in Ihrem Briefkasten.

So können Sie in Zeiten elektronischer Kommunikation ganz einfach wieder einmal eine persönliche Nachricht erhalten. Und der Gang zum Postkasten und zu den Rechnungen macht ohne Zweifel viel mehr Spaß, wenn er mit Vorfreude auf eine Postkarte aus irgendeiner Ecke der Erde verbunden ist.

Bild: Flickr/ austinevan

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Say Something Nice

Michaela Ambos, 31. August 2011, Jetzt kommentieren

Ein paar nette Worte hören wir doch alle gerne zwischendurch. Aber wie wäre es, wenn wir diese den Tag verschönernde Sätze über einen Lautsprecher sämtlichen Leuten auf der Straße gönnen würden? Improv Everywhere, die immer wieder weltweit wunderbare Improvisationen der Öffentlichkeit präsentieren, haben für genau diesen Zweck in den Straßen von New York ein Rednerpult mit Megaphon und dem simplen Schild “Say Something Nice” abgestellt um abzuwarten, wie darauf reagiert wird. Und tatsächlich finden sich sehr bald neugierige Menschen, die der Welt lautstark etwas Freundliches kundtun oder auch Mini-Konzerte starten:

Es lohnt sich definitiv, die Aktionen der 2001 von Charlie Todd gegründeten Performance-Gruppe zu verfolgen, zu beobachten oder vielleicht sogar selbst Teil zu werden. Über 100 überraschende Theaterszenen oder Flashmobs mit mehreren hundert Teilnehmenden konnten bisher im öffentlichen Raum erlebt werden. Und wer nicht vor Ort ist, kann die amüsanten und verspielten Happenings ebenso über deren Youtube-Kanal verfolgen, welcher bereits über 100 Millionen Aufrufe zählen konnte.

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Hymne für Wien: Wir wollen Deinen Song

Michaela Ambos, 30. August 2011, 2 Kommentare

Lieder über Wien gibt es viele - eine eigene Hymne jedoch hat Wien als einziges Bundesland Österreichs nicht. Das soll sich aber nun ändern. Und zwar mit Deiner tatkräftigen Unterstützung: Hilf mit, eine stimmungsvolle, entspannte und kosmopolitische Hymne zu finden! Werde kreativ, komponiere, dichte und performe Deinen individuellen Vorschlag.

Hymne für Wien: Wir wollen Deinen Song

Gemeinsam mit der bz-Wiener Bezirkszeitung sucht LoungeFM die Hymne für Wien. Und angesichts des Weltrufs, den Wien vor allem im elektronischen Downbeat-Bereich genießt, machen wir uns, als den Sound der Stadt abbildendes Radio, auf die Suche nach einer modernen, zeitgemäßen Version davon.

Sende Deine zukünftige Hymne (als YouTube-, Vimeo- oder sonstiger Video-Plattform-Link) bis 26. September 2011 an hymne@lounge.fm. Ab 28. September 2011 wird hier online abgestimmt und Du kannst für Deinen Favoriten voten. Die Top Ten werden im Anschluss von einer Jury bewertet und eine Sieger-Hymne gekürt. Die neue Hymne für Wien hören die Wienerinnen und Wiener selbstverständlich im Programm von LoungeFM.

Mehr Informationen auf lounge.fm/hymne oder auf Facebook.

AGB/ Teilnahmebedingungen

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30 Jahre Musik in nur 1 Minute

Michaela Ambos, 29. August 2011, Jetzt kommentieren

In welcher Form haben Sie eigentlich Ihre Lieblingsmusik zu Hause? Haben Sie vielleicht manche Alben sogar mehrmals - nämlich als Platte, Kassette, CD oder als Download? Der Gebrauch der Tonträger hat sich in den letzten Jahren schließlich immer wieder massiv geändert. Waren es 1980 vor allem noch Vinyl sowie Kassette, wurden diese im Laufe der Neunziger von der CD abgelöst und in den letzten Jahren der Siegeszug der digitalen Medien eingeläutet. Wie beeindruckend diese Veränderungen zahlenmäßig wirklich waren, zeigt die folgende animierte Grafik:

30 Jahre Musik

via: Twitter/pwilhelmer

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Im Interview: Georg Lichtenauer, Elektronik-Zauberer bei Valesta und Ghost Capsules

Martin Riedl, 29. August 2011, Jetzt kommentieren

Elektronisch, melodisch und “verfreakelt”

Georg Lichtenauer ist ein umtriebiger Musiker. Seit 1999 produziert, mischt und legt der oberösterreichische Multiinstrumentalist auf. Mit seiner Band Valesta ist er über Österreichs Grenzen hinaus bekannt, mit der Single “Best Friends” erspielte sich Lichtenauer gemeinsam mit Gastsängerin Nomadee und MC Cobane im Jahr 2010 ein großes Publikum, schaffte es auf gotv und fast zur FM4 Soundpark-Band des Jahres.

Foto (c) Josip Jukic-Sunaric

Bei seinem neuesten Projekt “Ghost Capsules” ist kein Geringerer als der britische Elektronik-Musiker Tim Simenon beteiligt, besser bekannt als Bomb the Bass. LoungeFM hat sich mit Georg Lichtenauer im Café Landtmann getroffen, um mit ihm über Valesta, Ghost Capsules und die Unabhängigkeit von Labels zu sprechen.

LoungeFM: Du hast mit Tim Simenon ein neues Projekt am Start, Ghost Capsules. Kannst du dazu schon etwas sagen?

Georg Lichtenauer: Derzeit sind Tim, Roman Lugmayer (Schlagzeuger bei Valesta), ich und Laura Gomez dabei, die aus Barcelona kommt, aber in Berlin lebt. Wir sind zu viert, werden aber auch ein bisschen variieren und DJ-Sets zu dritt und zu zweit machen. Das kommt ganz auf den Gig an. Damit sind wir auch ein bisschen spontan.

Du fährst mit deinen vielen Projekten zweigleisig. Wie geht es sich bei dir aus, alles unter einen Hut zu bekommen?

Ich fahre sogar drei-, vier- oder fünfgleisig. Ich spiele nämlich bei Sir Tralala auch mit, dort spiele ich Synthesizer, Sampler - alles Elektronische.

Bist du Vollzeitmusiker?

Ja, ich probiere es. Auf jeden Fall. Das letzte Dreivierteljahr habe ich mich etwas zurückgehalten mit dem Spielen und viel mit Tim herumexperimentiert. Wir haben überlegt, wie wir das Projekt, den Aufbau und das Konzept machen. Auch, welche Art von Musik.

Foto (c) Josip Jukic-Sunaric

Wie klingen Ghost Capsules?

Ich glaube, wir haben jetzt das Richtige gefunden, so wie es uns gefällt. Es ist auf jeden Fall elektronisch, es ist melodisch und “verfreakelt”. Ich spiele die Instrumente ein, die Synthies und mache das Grundkonzept. Tim und ich arrangieren das Ganze dann. Live wird es aufgeteilt werden. Ich werde auf jeden Fall Synthesizer spielen, Tim wird viel mit Effekten arbeiten. Wir haben noch ein paar Sachen in petto, wie wir die Drums live “gscheid zerlegen” (Hier trifft Lichtenauers oberösterreichischer Dialekt so gut den Ton, dass wir es stehen lassen mussten.)

Wann und wo wird man Ghost Capsules kaufen können?

Ich habe das letzte Dreivierteljahr mit Tim gemeinsam extrem viel produziert. Jetzt arbeiten wir gerade am Album und an der EP. Die EP soll heuer herauskommen - “Bomb the Bass vs. Ghost Capsules” -, das Album nächstes Jahr. Wir werden auf jeden Fall schauen, dass wir die Musik selbst herausbringen. Das war Tim ein großes Anliegen, weil er auch viel Erfahrung mit großen Labels hat. Er will es gern auf eigene Faust machen. Das ist heute mehr oder weniger der einzige Weg. Der Do-It-Yourself-Weg. Eine gute Bookingfirma und eine Promotionfirma. Labels in dem Sinn braucht man gar nicht mehr.

Ist dir die Unabhängigkeit von einem Label und von Agenturen als Musiker wichtig?

Ja schon. Es gibt immer Probleme, man ist auf jemanden angewiesen, muss schauen, dass etwas weitergeht. Man ist denen völlig ausgeliefert. Wie gut die arbeiten, ist deren Sache. Oft ist es deprimierend, weil man sich denkt, die könnten viel mehr machen. Oder du selbst wüsstest bessere Sachen.

Hast du bei Valesta alle Fäden selbst in der Hand?

Ich bin gerade am Verhandeln mit einer Bookingfirma. Bei Valesta arbeiten wir gerade an einem neuen Liveset. Das soll im September stehen. Wir planen auch, dass wir ein neues Album machen. Matthias (Doblhammer, Synthesizer und Vocals) hat extrem viele Ideen und gute Nummern. Mit meinen schauen wir, dass wir was zusammen kriegen. Ich hoffe, dass wird das vielleicht schon im nächsten Frühjahr fertig haben, mit neuer Sängerin.

Ist Valesta Georg Lichtenauer und Georg Lichtenauer Valesta? Oder ist Valesta eine Band aus vier Personen?

Valesta war in den Anfängen Georg Lichtenauer alleine und hat sich in der Zwischenzeit zu einer Band aus vier Mitgliedern weiterentwickelt. Es macht Spaß, wenn man sieht, dass die anderen auch viel mit hineinwirken. Es ist lustiger, als wenn man nur alleine dort sitzt und etwas macht.

Was bedeutet Valesta?

Das war ein Gedankenblitz von mir. Ich habe es gegoogelt, nichts gefunden und genommen. Das liegt etwa zwölf Jahre zurück.

Worum geht es bei Valesta?

Ich schaue immer, dass ich mich weiter entwickle. Angefangen habe ich mit Sampeln, mittlerweile bin ich sehr beim selbst spielen und doch auch schon ziemlich Pop geworden. Ich bin eh ein alter Popper. Das Live-Spielen mit den Jungs macht mir viel Spaß. Es harmoniert, das sind extrem gute Musiker, und es klappt immer auf Anhieb. Da ist Gefühl drinnen. Es ist auch der Spaßfaktor beim Live-Spielen, der Valesta irgendwie ausmacht.

Wann hast du angefangen zu musizieren?

Mit sechs Jahren, Trompete an der Musikschule. Dann Klavier und Gitarre. Schlagzeug habe ich auch einmal gespielt in einer Band, “The Blowing Lewinsky”. Mit 14 habe ich ein Musikprogramm bekommen und angefangen, damit zu arbeiten.

Nimmst du deine Musik zu Hause auf?

Wir haben das ein bisschen aufgeteilt. Einen Proberaum im 19. Wiener Gemeindebezirk. Ich arbeite auch viel daheim. Der Weg soll nicht das Hindernis sein. Jetzt bauen wir gerade ein Studio im Werk (Anmk.: Kulturzentrum in Wien). Wir werden alles dort hinverlagern. Ich kenne etliche Leute im Werk. Es ist eine nette Atmosphäre, das Backsteingebäude ist für mich eine coole Inspirationsquelle.

Foto (c) Josip Jukic-Sunaric

Ich habe ein Plakat gesehen, auf dem “DJ Valesta” stand. Legst du auch auf?

Bei “We are the Robots” im Fluc habe ich das zum ersten Mal gemacht. Ich würde das gerne öfter tun. Es macht einfach Spaß, wenn man die Leute tanzen sieht. Ganz etwas anderes als selber spielen. Deswegen mag ich auch Tanzmusik machen.

Wie wichtig war der Song “Best Friends” und die Resonanz in Österreich? Wie hast du die gespürt?

In den Plays auf YouTube. In der AKM-Abrechnung. “Best Friends” ist super gelaufen. Auf jeden Fall war es wichtig. Für meine Zusammenarbeit mit Tim war es aber nicht relevant.

Kommst du beim Produzieren überhaupt noch dazu, dass du dich um Öffentlichkeitsarbeit kümmerst?

Ich habe schon immer meine kleinen Helferlein. Am liebsten wäre mir, ich hätte eine große Wohnung, wo alle da sind, drinnen sitzen. Ich gehe dann hin und frage: ‘Kannst du mir das bitte machen?’

Wird Valesta so hip-hoppig weitergehen wie auf dem Album “Best Friends”?

Nein. Valesta wird ziemlich schnell erwachsener werden. Es wird eher in Richtung Broken Beats gehen. Viel verspielter. Live soll es auf jeden Fall krachen. Tanzbar soll es sein, es soll dahin gehen. Ich finde es gut, wenn live und Album verschieden sind.

Das Interview führte Martin Riedl für LoungeFM. Alle Fotos (c) Josip Jukic-Sunaric

Am 2. September spielen Valesta ihr neues Live-Set am Bründl-Open-Air in Oberösterreich, Beginn ist um 19.00 Uhr.

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