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Alle Artikel vom Juli 2011

Echtes Kerzenlicht aus der Steckdose

Michaela Ambos, 31. Juli 2011, Jetzt kommentieren

Echtes Kerzenlicht aus der SteckdoseAuf den ersten Blick wird das Foto hier links wohl etwas verwirren: Man sieht eine Kerze - animiert würde diese sogar ganz natürlich flackern - und doch kommt das Licht aus der Steckdose. Oder etwa nicht? Handelt es sich um eine neuartige Technik?
Nein, das Konzept, das dahintersteht ist nun wirklich nicht bahnbrechend. Das romantische Kerzenlicht kommt schlicht und ergreifend von einer echten Kerze, deren Halterung ganz einfach in einer Steckdose befestigt wird und unter dem stimmigen Namen Kerzenhalterding firmiert: Der erste nicht-elektrische Kerzenhalter für die Steckdose. Es muss ja nicht immer alles Sinn machen im Leben.

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Übernachten in der Luxus-Höhle

Michaela Ambos, 30. Juli 2011, Jetzt kommentieren

In einer Höhle zu übernachen, bedeutet heutzutage nicht unbedingt frierend am steinigen Boden zu schlafen. So manche Höhle birgt nämlich auch allen erdenklichen Luxus: Wie beispielsweise das Hotel Kelebek im Herzen der Türkei.

Übernachten in der Luxus-Höhle

Aber wir arbeiten uns in unserem Beitrag nur langsam ins Innere der Höhle vor, denn die Umgebung derselben muss unbedingt zuerst erwähnt werden, da diese absolut atemberaubend ist. Außergewöhnliche, in die Höhe ragende Gesteinsformationen bevölkern die Region Kappadokien ebenso wie geheimnisvolle, unterirdische Städte sowie aus den Felsen geschlagene Kirchen. Erkundet wird die eigentümliche Schönheit der Landschaft am besten mit einem Heißluftballon, wahlweise zu Fuß oder am Rücken eines Pferdes.

Übernachten in der Luxus-Höhle

Vor tausenden Jahren spuckten die Vulkane Erciyes, Hasan und Melendiz hier noch kräftig Gestein, Lava und was das Erdinnere darüberhinaus so hergibt von sich. Mit der Zeit wurde deren Vorarbeit von Wind und Wetter “verfeinert” und formte spektakuläre Tuff-Formationen, wie die märchenhaften “Schornsteine”.

Übernachten in der Luxus-Höhle

Allerdings nicht nur die Natur, auch die Menschen verewigten sich hier und höhlten die riesigen Gesteine aus um Lagerräume, Wohnungen, Kirchen und ganze Städte unter der Erde, wie Kaymaklı und Derinkuyu, zu schaffen.

Übernachten in der Luxus-Höhle

Im Zentrum Kappadokiens befindet sich die Siedlung Göreme, deren dortiger Komplex aus Felsformationen von der Unesco 1985 zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Und hier liegt das Hotel Kelebek - zu deutsch Schmetterling - und lädt ein, in einem der Höhlenzimmer, manche davon in einem der einzigartigen Schornsteine sowie in den später hinzugefügten Steinbögen-Räumen zu nächtigen.

Übernachten in der Luxus-HöhleÜbernachten in der Luxus-Höhle

Alle 31 Zimmer sind individuell dekoriert und wie man es sich von einer Höhle erwartet, selbst bei hitzigen Außentemperaturen erfrischend kühl. Manche Zimmer verfügen sogar über ein eigenes Hamam oder Zugang zum idyllischen Rosengarten.

Übernachten in der Luxus-Höhle

Sollten Sie sich einmal hier einquartieren, dann achten Sie darauf, ein Zimmer mit Aussicht zu buchen, denn die Sonnenauf- und -untergänge über der teils bizarren Steinkulisse sind außergewöhnlich schön.

Übernachten in der Luxus-HöhleÜbernachten in der Luxus-Höhle

Bilder: Hotel Kelebek + Flickr/gloria euyoque

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LoungeFM präsentiert: Friday Night Skating

Michaela Ambos, 29. Juli 2011, Jetzt kommentieren

LoungeFM präsentiert: Friday Night SkatingIst der Wettergott milde gestimmt, bedeutet das jeden Freitag, dass die Skates angeschnallt beziehungsweise die Fahrräder gesattelt werden. Für beide Fortbewegungsmittel wird am Abend der Verkehr gestoppt zum Friday Night Skating.

Hunderte Skating-Begeisterte und Radfahrende rollen und treten zu den Klängen von LoungeFM gemeinschaftlich durch die Straßen von Wien. Beide werden sonst oft nur als Randgruppe im Verkehr angesehen - die Autos dominieren eindeutig die Straßen. Beim Friday Night Skating jedoch wird einmal die Woche der Spieß umgedreht und ein Zeichen für umweltfreundliche Mobilität in der Stadt gesetzt.

Und wir können uns jede Woche über ein Stadtevent freuen, das Spaß macht. Jede und jeder kann einfach vorbeikommen und auf mit eigener Kraft bewegten Rädern die Stadt aus einer neuen Perspektive entdecken. Die Teilnahme ist dabei völlig kostenlos und für die Sicherheit ist ebenso gesorgt: Einserseits durch das Anhalten des Autoverkehrs für die Dauer der Tour auf den betreffenden Strecken, andererseits durch einen eigenen Ordnerdienst auf Rädern und die Unterstützung der Polizei sowie das entspannte Tempo.

Wer mitmachen will: Bis Ende September werden jeden Freitag - gutes Wetter vorausgesetzt - unterschiedliche Touren gefahren. Die exakte Wegstrecke wird zuvor immer auf der Website von Friday Night Skating veröffentlicht, Abfahrt ist stets um 21.00 Uhr am Heldenplatz.

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Umarmen statt Strafe zahlen

Michaela Ambos, 29. Juli 2011, Jetzt kommentieren

Wird man von den Damen und Herren der Polizei aufgehalten, erwartet einen im Normalfall nichts Erfreuliches. Geht man nach dem Prinzip “Zuckerbrot und Peitsche” hat das System eben nur Zweiteres in Form von diversen Strafausmaßen vorgesehen. In Dänemark jedoch gab es genau das Gegenteil von der lokalen Polizei bei einer Kampagne der Stadt Aalborg für mehr Sicherheit am Rad: Statt Bestrafung dafür, dass die Radfahrenden nicht mit vorgeschriebenem Helm unterwegs waren, gab es statt dessen einen Sicherheitshelm geschenkt und eine Umarmung obendrauf.

Schließlich lief die Aktion unter dem Namen “Brug cykelhjelm, fordi vi elsker dig“, zu deutsch “Trag einen Fahrradhelm, denn wir lieben Dich” und so gab es für die meisten Radelnden komplett unerwartet ein bisschen Liebe von seiten der Exekutive.

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Lichtmess’ auf Peruanisch

Sandra Sonnleitner, 28. Juli 2011, Jetzt kommentieren

Im Südosten Perus, auf 3800 Meter Höhe, an der Grenze zu Bolivien, an den Ufern des Titicaca-Sees liegt die Kleinstadt Puno. Nicht allzu reich an Sehenswürdigkeiten und architektonischen Delikatessen, dient sie Reisenden bisweilen nur als Ausgangspunkt für Reisen zu den Inseln des Titicaca-Sees oder nach Bolivien.

Jedoch genau das ist das Schätzenswerte an Puno. Die Tourismusindustrie hat ihre Schlinge noch nicht allzu eng um die Stadt gelegt und die oft an Disneyland erinnernde Manier, Touristen und Touristinnen alles Mögliche und Unmögliche, Passende und Unpassende bieten zu wollen, wie dies im weiter nördlich gelegenen Cusco geschieht, hat in Puno noch nicht Einzug gehalten. Abgesehen von den zahlreichen Souvenirgeschäften scheint es fast so, als würde das Leben auch ohne die meist aus dem Norden kommenden Besucherinnen und Besucher weitergehen.

Der Alltag wirkt etwas gemächlicher als in anderen peruanischen Städten, wozu die atemberaubende Höhe wohl das ihrige tut. Und noch etwas unterscheidet Puno von anderen vielbesuchten Orten in den peruanischen Anden: Das Tragen traditioneller Kleidung ist eher die Regel als die Ausnahme. So gilt Puno auch als Hauptstadt des peruanischen Brauchtums. Besonders augenscheinlich wird dies alljährlich in den ersten Februartagen, wenn der katholische Feiertag “Maria Lichtmess” begangen wird.

Auf Spanisch heißt das Fest “Fiesta de la Virgen de la Candelaria”. Es stellt einen der bedeutendsten Feiertage Perus dar und wird nirgendwo im Land aufwändiger begangen als in Puno. Die mehrtägigen Feierlichkeiten werden gerahmt von einer Unzahl von Paraden und Tanzvorführungen, die einerseits im Stadion der Kleinstadt und andererseits auf deren Straßen zu sehen sind. Dargeboten werden traditionelle Tänze aus der Region, wie der durchaus mitreißende Morenada oder der Sikuri.

Schlicht überwältigend für das Auge ist die Farbenpracht der Kostüme und Trachten, die je nach Herkunft der Trägerin oder des Trägers variiert. Obligatorisch für Frauen ist das Tragen mehrere Röcke, einer Kopfbedeckung sowie des traditionelle Tuches, das im Alltag sowohl zum Transport von Waren, als auch als Tragetuch für Babys und Kleinkinder verwendet wird. Herren tragen meist Kopfbedeckung, Gilet und Hose mit Bund. Die Feierlichkeiten dauern eine Woche an und enden mit einer katholischen Messe sowie der Kür der besten Kostüme und Bands im Stadion der Stadt.

Bilder: Sandra Sonnleitner

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